Ich weiß nicht, ob Ihr das auch kennt: Dass Ihr etwas träumt, was Ihr als Geschichte wahrnehmt, die sich teils mit Euch als Zuschauer entwickelt, die Ihr aber teils auch miterschafft und -erzählt – und während Ihr das tut, seid Ihr völlig ergriffen von ihrem SINN und ihrer BEDEUTUNG und TIEFE. Und dann wacht Ihr auf und befindet Euch immer noch in diesem Zustand der Ergriffenheit und versucht Euch an die einzelnen Zusammenhänge zu erinnern – die jedoch, wie es nun einmal die Eigenart von Träumen ist, sich aufzulösen beginnen, unsinnig und bedeutungslos zu werden drohen, aber nicht, weil sie es tatsächlich waren, sondern weil im Wachzustand irgendetwas zu FEHLEN scheint, was im Traum noch vorhanden war – eine tiefere Wahrheit, welche die sich in Sekundenschnelle fragmentierenden Erinnerungen verbunden hatte, die aber im Wachzustand nicht existieren zu können scheint, vertrieben wie Nebelschleier von der höher steigenden Sonne, nur rascher.
Mir geht das jedenfalls immer mal wieder so. (mehr…)