Nachdem ich nur Gutes über den neuesten Star Trek Film gehört hatte, der ja frech genug war, sich einfach nur mit „Star Trek“ zu betiteln, ging ich mit einer entsprechenden Erwartungshaltung ins Kino – und wurde nicht enttäuscht! Dieser Film ist tatsächlich richtig gut! Nun ja, eine Einschränkung muss ich schon machen: Es ist zwar ein richtig guter Film, aber kein so exzellenter wie zum Beispiel The Dark Knight, der gute Unterhaltung mit Tiefgründigkeit verbindet, sondern „nur“ wirklich gute Unterhaltung – aber das ist doch schon eine ganze Menge, oder?
Die Art und Weise, in der die höchst angestaubte Star Trek Lizenz hier modernisiert wurde, hat mich gleich an Batman Begins und Casino Royale erinnert, nur dass es diesmal ganz besonders notwendig gewesen war: Ich habe den größten Teil der vorigen zehn Star Trek Filme gesehen und kann mich eigentlich nur wundern, dass dieser Mist überhaupt ins Kino gekommen ist! Unglaublich hölzerne Charakterdarstellung, peinliche Dialoge, unlogische und unspannende Handlung, dick aufgetragene, kitschige Moralisierungen, zweitklassige Spezialeffekte… Selten dürfte der kommerzielle Erfolg einer Fimserie so stark ausschließlich auf ihren Kultcharakter zurückzuführen gewesen sein! Ich kann dem Regisseur J.J. Abrams nur absolut beipflichten, wenn er sagt: „Bei Star Trek lag die Latte niedrig.“ Das tat sie, aber glücklicherweise hat Abrams sich deswegen nicht darauf beschränkt, einen weniger schlechten Film zu machen, sondern eben einen richtig guten!
Star Trek ist Science Fiction, die man glauben kann: Wenn hier ein Raumschiff unter Beschuss gerät, dann wackelt nicht nur die Kommandobrücke ein bisschen, dann spürt man die Hektik und Panik von Hunderten Menschen. Das Bühnenbild ist endlich reichhaltig, detailliert, stimmig und überzeugend, und die Actionszenen sind verdammt noch einmal endlich ACTIONSZENEN, nicht die mühseligen Gymnastikübungen einiger fünfzigjähriger Männer. Klar, die Logik des Ganzen übersteigt nicht die der großen Konkurrenzlizenz Star Wars (und die Handlung bedient sich sogar teilweise aus diesen Filmen – ich sage nur Alderaan!), aber immerhin ERREICHT es sie – eine der großen Peinlichkeiten des Star Trek Universums ist es ja immer gewesen, dass es NOCH unlogischer war als die Fantasy im Weltraum, die George Lucas begründet hat (auch wenn echte Trekkies mich dafür steinigen werden)! Auch hier kämpfen Raumschiffe aus welchen Gründen auch immer auf Sichtweite, und auch hier hört man beeindruckende Explosionen im Vakuum. Auch hier sind alle Planeten im Wesentlichen erdähnlich, und die wichtigsten Alien-Rassen sind nichts weiter als Menschen nach ein paar Stunden in der Obhut eines Maskenbildners (aber immerhin unterdessen fähigerer Maskenbildner!) Na gut, bei Star Trek gibt es meines Wissens keine mit Wasser gefüllten Planeten, aber diese ständigen Zeitreisen, die gefühlt in jedem Film und jeder Fernsehepisode vorkommen und einfach NIEMALS Sinn ergeben, finde ich noch viel schlimmer! Und über das „Beamen“ oder die Echtzeitkommunikation zwischen Raumschiffen im Warpspace denken wir besser gar nicht erst nach…
Ach ja, die Zeitreisen: Ohne die geht es auch hier nicht, und das muss man den Machern nachsehen, denn wenn man einen Neuanfang dieser Lizenz in Angriff nimmt, dann muss man ihre wichtigsten Aspekte auch verwenden, und Zeitstrudel und Paralleluniversen gehören nun einmal dazu. Glücklicherweise setzt der Film dieses Phänomen in der intelligentestmöglichen Weise ein, um eben den Neustart der Lizenz zu begründen – ein wirklich geschickter Schachzug! Dadurch kann man gleichzeitig ganz von vorne beginnen, ohne auf das endlose bereits vorhandene Material Rücksicht nehmen zu müssen und doch die wichtigsten Elemente der Originalserie (und insbesondere die Charaktere) benutzen.
Ja, die Charaktere: Endlich befinden sie sich in einem Alter, in dem man sich aktive Angehörige der Sternenflotte auch vorstellen kann! Dabei ist ihre ausführliche Darstellung (und insbesondere die der beiden wichtigsten Figuren, Kirk und Spock) natürlich das zentrale Element des Films. Das wurde nach über vierzig Jahren aber auch wirklich Zeit! Zu lange kannten wir nur diese platten Abziehbilder und Alibi-Besatzungsmitglieder. Sulu, Uhura, Chekov – alle nur eingeführt um zu zeigen, dass auf der Erde der Zukunft alle Nationen vereint sind, und in vier Jahrzehnten kaum jemals wirklich weiter ausgearbeitet! Alleine in diesem Film dürfen sie allesamt mehr Persönlichkeit zeigen als in der ganzen Zeit zuvor (und nicht nur das, sie dürfen sich sogar BEWEGEN, anstatt immer nur in der ewig gleichen Kulisse der Kommandobrücke herumzusitzen!)
Ja, in Star Trek sieht man endlich wirkliche MENSCHEN, nicht nur gerade so weit wie unbedingt notwendig definierte Rollen. Nichtsdestotrotz sind alle liebenswerten Eigenheiten dieser Rollen übernommen worden, und egal ob McCoy oder Scotty – man weiß sofort: Das sind sie! Das ist schon eine große Leistung, gleichzeitig alle wichtigen Klischees aufzugreifen und trotzdem einen überzeugenden Film zu machen. Das ist Abrams auch ansonsten gelungen. Kirk ist immer noch der Draufgänger, der seine Probleme vorzugsweise mit den Fäusten löst und mehrfach an ein bis zwei Händen über Abgründen hängt, „Redshirts“, welche zusammen mit einigen Hauptfiguren an einer Mission teilnehmen, beißen erwartungsgemäß ins Gras, und am Ende siegt Menschlichkeit über emotionslose Logik. Da werden es hoffentlich auch die fanatischsten Trekkies verzeihen, dass Kirk jünger, rüpelhafter und weniger selbstsicher (nicht aber weniger von sich selbst eingenommen) ist als in seiner Interpretation durch Shatner; dass Spock jünger, menschlicher und weniger steif ist; dass Uhura jünger, weiblicher, sexier und MIT SPOCK ZUSAMMEN (WAAAAAS???) ist… Nun ja, die gesamte Crew ist jünger, lebendiger und glaubwürdiger, und ich kann das nur gut finden!
Ganz ehrlich, ich freue mich darauf, dass hoffentlich bald noch mehr Teile von diesem Regisseur und mit dieser Besetzung ins Kino kommen und all das wieder gut machen, was die peinlichen früheren Filme verbrochen haben!
Ja auf jeden. Der Film war gut.
Mies fand ich allerdings desn Bösewicht und vor allem seinen stumpfen Plan.
Aber ansonsten war der Film sehr gelungen. Die witzigen Szenen waren auch wirklich witzig. Und der Cast war wirklich gut. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.
Auch wenn es natürlich nichts mit diesem Kommentar zu tun hat, richte Dich bitte in Zukunft nach meiner Aufforderung, meinen Blogs fern zu bleiben, LM.
Warum soll der LM denn deinen Blogs fernbleiben – was hat er denn angerichtet , dass du sowas drastisches (für dich dachte ich bisher) verlangst?
Wenn Du Dich wirklich dafür interessierst, sammle einmal alle seine über meine drei Blogs verteilten Posts der letzten paar Monate ein und sieh sie Dir an. Was in Einzelfällen jeweils noch als Dummheit oder Unbedachtheit durchgehen mag, ergibt als Gesamtkunstwerk ein klares Bild von jemandem, der sich für besonders raffiniert hält, weil er genau weiß, wo ich normalerweise meine Grenzen ziehe. Meine Blogs sind keine Plattform für rechte Propaganda.
ich frag mich was du für nen film gesehen hast…?
das war einer der schlechtesten filme des jahrhunderts. also ehrlich. wie flach. verdammt nochmal gute ACTIONSZENEN man!!!
Hab ihn gestern auch gesehen, und kann mich über weite Strecken Deiner Rezension anschließen. Den heiligen Gral haben die Macher zwar nicht entdeckt, aber immerhin kurzweilige Unterhaltung geschaffen. Die Charaktere fand ich gut umgesetzt, wie Du schon selbst geschrieben hast. Man hat stets sofort gewusst wer da vor einem steht, noch bevor eine Name gefallen ist. Interessant finde ich die Idee, eine komplett neue Zeitlinie zu erschaffen, was neue Geschichten ermöglicht, ohne Rücksicht auf die Zukunft wie wir sie aus älteren Filmen und Serien kennen. Quasi ein totaler Reset.
Ein kleiner Kritikpunkt: Was mich generell an vielen Filmen heute so stört, und Star Trek ist hier keine Ausnahme, sind die für meinen Geschmack viel zu hektisch geschnittenen Actionszenen. Ich hoffe, die Filmemacher finden da irgendwann mal die goldene Mitte.
http://kino-tv-und-co.blogspot.com/2009/05/rezension-star-trek.html
lies mal ne vernünftige rezension (und die is noch ziemlich nett). wenn man nichts von filmen versteht, dann sollte man es lassen.
tut mir leid, dass ich so hart zu dir bin, aber jemand muss das mal sagen. ich war mit zwei weiteren kumpels in dem film und wir alle waren unabhängig voneinander sehr enttäuscht davon. nicht weil wir nen alten klassiker wieder sehen wollten. find ich gut, dass sie (wie bei james bond) den film „moderner“ gemacht haben, aber es ist wirklich schlecht gelungen. die story war unlogisch und wirklich miserabel!!! die meißten „actionszenen“ waren dumm und übertrieben. ich könnte noch weiter ins detail gehen. aber hab echt keine lust mehr mich mit dem film zu beschäftigen. hab bloß mal nach rezensionen gegoogelt, da ich vorher nur gutes über den film gehört habe und nicht glauben konnte, dass das sich auch bei den rezensionen niederschlägt. beste grüße
Das alte Phänomen: Je näher ein Text der eigenen Meinung kommt, desto besser ist er, nicht wahr? Nun habe ich mir diese Rezension einmal angesehen und habe Erstaunliches festgestellt:
1. Der Rezensent liegt erheblich näher an meinen Ansichten als an Deinen, sowohl im Gesamturteil, als auch im Detail! Der gravierendste Unterschied ist unsere unterschiedliche Bewertung des Rebooting (die mit Sicherheit nicht darauf zurückzuführen ist, dass einer von uns nichts von Filmen versteht), welche jenem Rezensenten offenbar einen Großteil des Spaßes am Film verdorben hat, für mich hingegen gerade ein Grund zur Freude war. Klammert man diese Bewertung aus, gelangen wir beide im Wesentlichen zu den gleichen Schlüssen.
2. Jene Rezension ist übrigens auch keineswegs besonders gelungen! Einmal benötigt der Autor dringend einen Korrekturleser. Zum anderen hat er Länge gegenüber Inhalt bevorzugt: Wenn Du seine einleitenden Absätze genauer ansiehst, wirst Du feststellen, dass er im Wesentlichen den deutschen Wikipedia-Eintrag zur Star-Trek-Franchise http://de.wikipedia.org/wiki/Star_Trek umformuliert hat, was schlicht überflüssig war, weil eine solche Rekapitulation in dieser Ausführlichkeit für seine Rezension nicht relevant ist. Auch ansonsten könnte man seinen Text durchaus deutlich kürzen, ohne dass etwas von seiner Aussage verloren ginge. Nun habe ich nichts gegen Länge, wenn ein Text unterhaltsam geschrieben ist, aber ich verwechsle sie nicht mit Qualität!
3. Wie Du selbst festgestellt hast, hat der Film allgemein recht gute Kritiken bekommen – so gute sogar, dass Du offenbar nicht einmal in der Lage gewesen bist, einen wirklichen Verriss zu finden, der Dein subjektives Urteil untermauert! Das sollte Dir zu denken geben. Klar hat die Mehrheit nicht immer Recht, aber wenn Du weder selbst überzeugende Begründungen für Dein vernichtendes Urteil parat hast, noch Dich auf eine entsprechende fremde Kritik berufen kannst, ist es wohl eher anzunehmen, dass DU derjenige bist, der nicht in der Lage gewesen ist, diesen Film kompetent und objektiv zu analysieren! Das musst Du natürlich auch nicht – Du besitzt selbstverständlich ein Anrecht auf Deinen persönlichen Geschmack. Allerdings ist es niveaulos, albern und arrogant, Menschen, die diesen Geschmack nicht teilen, allein deshalb fehlendes Verständnis vorzuwerfen!
@eric
„wenn man nichts von filmen versteht, dann sollte man es lassen.“
Persönlicher Geschmack ist persönlicher Geschmack.
Woher nimmst Du Dir das Recht heraus, anderen Menschen ihre subjektive Meinung absprechen zu können, die Du für Dich selbst aber sehr wohl beanspruchst?
zitat eines anderen kinobesuchers: „lieber zehnmal wolverine, als einmal star trek!“
1. Ich habe es nicht nötig irgendeinen Wikipedia-Eintrag zu plagieren. Diese Unterstellung ist eine Frechheit. Was ich da in meiner Einleitung geschrieben habe sind Offensichtlichkeiten, die mir – als einer der sich im Franchise verdammt gut auskennt, hinglänglich bekannt sind. Für Einen, der die anderen Film in großen Teilen „Mist“ findet, mag das vielleicht alles furchtbar neu sein, für jeden anderen gehören diese Infos zum ABC des Franchise.
2. Du schreibst in einem deiner Kommentare „Allerdings ist es niveaulos, albern und arrogant, Menschen, die diesen Geschmack nicht teilen, allein deshalb fehlendes Verständnis vorzuwerfen!“
Allersdings. Und es ist ebenso „niveaulos, albern und arrogant“ einem Text a priori die Qualität abzusprechen (Von meinen orthographioschen Kloppern mal abgesehen), nur weil dieser Informationen enthält, die dir persönlich unwichtig erscheinen. Nur mal so nebenbei: Die Einleitung ist da bei mir nicht ohne Grund drin, weist sie doch auf die ursprüngliche Natur von Star Trek mit all ihrer philosophisch-utopischen Ausrichtung hin, die in dem neuen Fall ebenso verlorgen gegangen ist. Was ich im übrigen auch kritisiert habe.
Eine Umformulierung eines anderen Textes ist nicht unbedingt gleich ein Plagiat, wenn man zusätzlich auch Eigenleistung erbringt, aber Du möchtest doch niemandem ernstlich erzählen, dass die verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen Deiner Einleitung und dem Wikipedia-Eintrag zufällig sind?
Übrigens halte ich Deine Rezension ja keineswegs für schlecht, nur eben auch nicht für besonders gut, was eric impliziert hatte. Nichtsdestotrotz ist der Bezug auf die ursprüngliche Ausrichtung der Serie – und insbesondere die anekdotenhafte Rekapitulation einiger früherer Skandale – für eine Rezension des aktuellen Films zu ausführlich. Dass Du die Abkehr von jener früheren Ausrichtung als Hauptkritikgrund anführst, wurde schon klar, und dafür muss man nicht einzeln noch einmal die Aufregung um gewisse Besetzungen und Kussszenen anführen – das tut man halt, wenn man den Wikipedia-Eintrag nach interessanten Begebenheiten durchforstet hat, um seinen Beitrag unterhaltsam zu verlängern.
Ich jedenfalls freue mich über diese Neuausrichtung, denn ich empfinde die sehr plumpe und hölzerne Moralität der ursprünglichen Serie bestenfalls noch als im nostalgischen Sinn liebenswerte Eigenheit. Einfache Antworten und simple Wahrheiten sind heute nicht mehr zeitgemäß, insbesondere wenn sie auf Kosten der Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit der Handlung gehen.
Die Glaubwürdigkeit der Franchise an sich ist natürlich mit keinem Rebooting der Welt mehr zu retten – wie schon gesagt, das Star-Trek-Universum ergibt letztendlich auch nicht mehr Sinn als das Star-Wars-Universum. Mit den Versatzstücken dieser Franchise (Zeitstrudel, Beaming etc…) muss man leben. Die Glaubwürdigkeit der Charaktere und der Interaktion zwischen ihnen hingegen war dringend erneuerungsbedürftig, ebenso wie eine Modernisierung der Darstellung überfällig war, und beides ist Abrams hervorragend gelungen (wo wir uns ja auch weitgehend einig sind).
„und dafür muss man nicht einzeln noch einmal die Aufregung um gewisse Besetzungen und Kussszenen anführen – das tut man halt, wenn man den Wikipedia-Eintrag nach interessanten Begebenheiten durchforstet hat, um seinen Beitrag unterhaltsam zu verlängern.“
Und das ist jetzt dein Beweis dafür, dass ich die Wikipedia durchforstet habe? Ich bin gerade vom Stuhl gefallen vor Lachen. Ich wiederhole zum Vergleich: Für solche Informationen brauche ich die Wikipedia nicht. Das weiß ich einfach, dafür beschäftige ich mich schon lange genug mit der Materie. Ebenso wie man die Wikipedia nicht braucht, um z.B. die Perestroika-Anleihe im 6. Film zu erkennen, ebenso wie der gewollte Gegensatz zwischen aktueller politischer Lage in den 60er und der Ausrichtung der ersten Serie, etc., etc. Das erkennt ein Blinder mit Krückstock. Da ist nichts umgeschrieben, nichts kopiert. Und jede Unterstellung in diese Richtung bleibt ein starkes Stück! Das einzige was ich in meinem Text kopiert habe, ist das Eröffnungszitat, denn das habe ich nun wirklich nicht auch noch im Kopf.
Ansonsten kannst du meine Besprechung von mir aus auch absoluten Käse finden, und wir brauchen natürlich auch nicht einer Meinung sein. Damit kann ich ohne Probleme leben, ist ja nicht so das ich nicht Kritikfähig bin. Und schon gar nicht bin ich der Meinung, dass meine Erkenntnisse der Weisheit letzter Schluss sind. Und ich gehe mit dir völlig d’accord das der neue Star Trek für Alle, die mit den früheren Filmen nichts anfangen, eine gute Sache ist. Aber darum geht es nicht. Mich ärgert einfach diese haltlose Unterstellung ich hätte bei der Wikipedia abgeschrieben, nur weil da Informationen drin stehen, die sich auch in meiner Rezension finden lassen.
Da finden sich halt ziemlich genau die gleichen Informationen in ziemlich genau der gleichen Reihenfolge. Übrigens musst Du ja da keineswegs abgeschrieben haben: Vielleicht gibt es ja eine gemainsame Quelle? Vielleicht hat Wiki ja sogar einen früheren Eintrag von DIR abgeschrieben, wer weiß? In jedem Fall aber sind diese Abschnitte sich für einen Zufall zu ähnlich, und notwendig war Deine Einleitung in dieser Länge auch nicht.
Ich verstehe, ehrlich gesagt, auch gar nicht, worüber Du Dich so aufregst…
Schande über mein Haupt: Wie konnte ich nur vergessen, dass es vorher doch bereits einen ganz hervorragenden Film dieser Reihe gegeben hat, der sogar den aktuellen weit in den Schatten stellt?
GALAXY QUEST!
Galaxy Quest war wirklich cool. Der neue Star Trek mehr so na ja.
Das war mir ZU hektisch und unübersichtlich, gerade in den Action-Sequenzen. Und auch das neue Schiffdesign… Glas, spiegelnde Oberflächen, alles leuchtet und ist halb durchsichtig und glatt und steril – wo sind wir denn hier? In einem MacIntosh? Als jemand, der sich in Kaufhäusern nicht wohl fühlt, war das für mich einfach widerwärtig anzusehen.
Die Story, nun, die wird sowohl im Bereich Spannung als auch Logik zwar noch von manchen der alten Filme unterboten, aber eigentlich in keiner der beiden Belange von denselben. Und witzig war das Ganze auch eher wenig, und das, obwohl ich mir den *extrem* dick aufgetragenen Akzent von Scotty im Original angetan habe.
Die Idee mit der anderen Zeitlinie ist zwar nett, wird aber viel zu willkürlich eingesetzt. Auf der einen Seite stand eben das Versprechen „Wir zeigen euch die Vorgeschichte“ im Raum und das verliert doch einiges, wenn man dann nicht hergeht und die verdammte Vorgeschichte auch tatsächlich zeigt!
Auf der anderen Seite rudert der Film dann aber panisch zurück, als ob sich aus den völlig abgewandelten Lebensläufen im Grunde doch noch (fast) dieselben Personenkonstellationen ergäben.
Auf mich wirkte das alles arg hin- und hergerissen, zwischen einerseits Trekkie-Nostalgie und andererseits rigorosem Update. Verprellen wollte man offenbar niemanden und als Ergebnis hat man deshalb einen Film, bei dem das „Star-Trek-Feeling“ zu kurz kommt UND der auf sich allein gestellt zwar nicht schlecht, aber auch nicht überdurchschnittlich ist.