Herzlich willkommen, lieber Leser!

Du hast Andis kreative und kritische Seite gefunden, wo er seine Geschichten, Gedichte und Spiele vorstellt, sowie gelegentliche Rezensionen und gesellschaftskritische Kommentare verfasst. Sieh‘ Dich in Ruhe um, es gibt viel zu entdecken! Andis Vorstellungsseite ist ein guter Startpunkt.

Das aktuelle Kapitel meines Fantasy-Fortsetzungsromans Die Anstalt von Arkheim ist Kapitel 99 – Magische Momente.

Werbeanzeigen
Published in: on September 26, 2008 at 5:58 pm  Comments (25)  
Tags: , , , , , , , ,

IMAGINATION – Andi hat mal wieder ein neues Blog

Es musste ja so kommen. Was einst für Magic galt, gilt natürlich nur um so mehr für das Hobby Rollenspiel: Die meisten Menschen, mit denen ich mich darüber austauschen möchte, verstehen kein Deutsch, aber nur die wenigsten kein Englisch. Also beginne ich wieder damit auf Englisch zu bloggen. Da ich EIN PLATZ FÜR ANDI für deutsche Posts reservieren will, musste ich dafür ein weiteres Blog einrichten – mein bislang viertes, falls jemand mitzählt.

Ich präsentiere Euch daher:

 

IMAGINATION

 

Published in: on Februar 19, 2019 at 8:32 pm  Schreibe einen Kommentar  
Tags: , , , ,

Linksgrün versifft

Ich habe diesen Artikel hier auf Spiegel Online gelesen und möchte Euch einige kurze Gedanken dazu mitteilen.

Die Autorin versucht sich an einer subtilen, meiner Ansicht nach recht konstruierten Interpretation, aber ich denke, die Sache verhält sich eigentlich ganz einfach: Siff ist eklig. Und wenn man sich vor etwas ekelt, will man es loswerden.

Durch die Assoziation mit Siff und das Ansprechen des durch dessen Benennung ausgelösten Ekelgefühls werden die so bezeichneten Personen entmenschlicht und wird es gerechtfertigt, sie entsprechend zu behandeln. Wer versifft ist, ist menschlicher Müll, ist ein Parasit, ein Volksschädling, Abschaum – alle diese Begriffe sind in der gleichen Weise motiviert und in rechten Kreisen schon lange in Gebrauch.

Mit jener systematischer Entmenschlichung wird die Hemmschwelle gesenkt, Menschen unmenschliche Dinge anzutun; wird die Geisteshaltung etabliert, aus der Gewaltexzesse, Pogrome und die systematische Vernichtung politischer Gegner und unliebsamer Bevölkerungsgruppen geboren werden. Diese Verrohung der Sprache ist der erste Schritt auf dem Weg in eine rechte Pöbel- und Gewaltherrschaft.

Dies hier habe ich vor über elf Jahren geschrieben, und dies hier vor gut zwei Jahren. Beide Male ging es mir darum aufzuzeigen, dass Nazis keine Ausnahmeerscheinung waren und sind, sondern lediglich die extremsten und am leichtesten zu erkennenden Vertreter eines weitaus größeren Teils der Menschheit mit solchen Überzeugungen, und dass es nicht nur gerechtfertigt, sondern notwendig ist, diese Menschen als Nazis zu identifizieren und zu bekämpfen – und zwar bevor sie nach ihren ersten Schritten weitere machen und an ihr Ziel gelangen.

In dem Spiegel-Artikel heißt es „dass nicht alle, die ihre Gegnerinnen und Gegner als „links-/rotgrün versifft“ bezeichnen, durch und durch Faschisten und Faschistinnen sind“, und man hört und liest auch immer wieder, dass es kontraproduktiv sei, Menschen als Nazis zu bezeichnen, weil man sie damit erst in diese Ecke drängen würde.

Ich widerspreche hier energisch! Nazi ist, wer wie ein Nazi denkt, spricht oder handelt; und wer Begriffe wie „linksversifft“ auf politische Gegner aus der gesellschaftlichen Mitte anwendet, qualifiziert sich. Wenn wir diese Einordnung erst akzeptieren, sobald aus der halbherzig geleugneten Ideologie politische Realität geworden ist, ist es zu spät. Diese Gefahr war niemals wirklich nur hypothetisch, aber unterdessen ist sie akut.

Rollenspiel-Mechaniken: Fudge Dice

Für das entsprechend benannte Spielsystem entworfen, werden Fudge Dice beim daraus hervorgegangenen Fate und zahlreichen weiteren auf Fudge bzw. Fate basierenden Rollenspielen benutzt. Die ihnen zu Grunde liegende Idee ist einfach und gut (und nicht zufällig auch diejenige, die ich bereits seit knapp dreißug Jahren bei PHERS und dessen Vorläufern verwende): Aus den Spielwerten einer Figur soll man unmittelbar ablesen können, welche Ergebnisse man bei einer Probe auf diese Werte im Durchschnitt erwarten darf. Daher benutzen Spielwerte und Zielwerte der Proben die selbe Skala, und das durchschnittliche Wurfergebnis ist dementsprechend null (denn das durchschnittliche Probeergebnis soll ja gleich dem Spielwert sein).

Wenn man sich Fudge Dice nun ansieht, dann sind dies vier sechsseitige Würfel, die aber nur zwei unterschiedliche Symbole zeigen, und zwar jeweils zwei „+“ und zwei „-“ pro Würfel. Außerdem sind jeweils zwei Würfelseiten unbezeichnet. Geworfen werden sie alle vier gemeinsam, Plus- und Minuszeichen werden miteinander verrechnet, und ein etwaiger Überschuss verschiebt das Ergebnis vom Spielwert aus entsprechend weit nach oben oder unten. (mehr …)

Die interessantesten in den 70ern erschienenen Rollenspiele aus heutiger Sicht

Nachdem ich mit den 70er-Jahren in meiner Beitragsreihe zur Rollenspiel-Geschichte nunmehr durch bin, will ich ein kurzes Fazit ziehen, welche dieser Spiele nicht aus historischer Sicht, sondern für Spielleiter auf der Suche nach Inspiration besonders interessant sind (wobei ich mich nicht unbedingt auf deren Originalausgaben beziehe): (mehr …)

Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1979

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

1979 ist das letzte Jahr, in dem ich alle darin erschienenen Rollenspiele zumindest namentlich erwähne – ab den 80ern gibt es von mir keinen „Pionier“-Bonus mehr. In dieser Grenzziehung fühle ich mich auch dadurch bestärkt, dass die Anzahl neuer Spiele 1980 sprunghaft anstieg. Tatsächlich weist die Zahl der Neuheiten gerade in 1979 eine erkennbare Delle auf, einhergehend mit einem Abebben des Science-Fiction-Hypes: Aus diesem Genre kam 1979 kein einziges neues Spiel auf den Markt! Andere mögliche Erklärungen für diesen kurzzeitigen Einbruch sind folgende: TSR setzte sich zu jener Zeit juristisch häufig mit Nachahmern auseinander, denen es Plagiatsvorwürfe machte (teilweise gewiss nicht zu Unrecht). Möglicherweise wurde dadurch der eine oder andere D&D-Klon vom Markt ferngehalten, weil der Hersteller eine gerichtliche Auseinandersetzung scheute. Weiterhin orientierten sich viele Autoren und Verleger auf Grund des alles überstrahlenden Erfolgs von Advanced Dungeons & Dragons dahingehend um, Erweiterungen und Abenteuer für dieses Spielsystem herauszugeben, anstatt konkurrierende Rollenspiele auf den Markt zu bringen. (Dieser Gedanke verträgt sich auch gut mit dem vorigen.) Denkbar ist schließlich auch, dass ein Produkt, welches ansonsten im letzten Jahresdrittel erschienen wäre, auf Eis gelegt wurde, weil Rollenspiele in den USA aktuell gerade eine sehr schlechte Presse hatten. (mehr …)

Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1978

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

Eingebettet zwischen den Erscheinungsjahren des ersten Star-Wars– und des ersten Star-Trek-Films sah 1978 im Rollenspielbereich eine Fortsetzung der Welle von Spielen mit Science-Fiction-Thematik. Die bedeutsamsten Produkte stammten allerdings weiterhin aus dem Fantasy-Genre, nämlich einerseits der Players Guide von Advanced Dungeons & Dragons, und andererseits:

 

RuneQuest

RuneQuest ist meiner Ansicht nach eines der historisch bedeutsamsten Rollenspiele überhaupt (mehr …)

Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1977

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

1977 erschien mit dem Monster Manual der erste Teil des dreibändigen Regelwerks von Advanced Dungeons & Dragons, und außerdem das erste Hardcover-Rollenspielbuch überhaupt – ein Meilenstein dieses immer noch sehr jungen Zweigs der Unterhaltungsindustrie! Erst 1978, nach Veröffentlichung des Players Handbook (ja, ohne Apostroph) konnte man tatsächlich nach den neuen Regeln spielen, und erst 1979 würde der Dungeon Masters Guide die Trilogie komplettieren, aber der entscheidende Schritt war gemacht und ein neuer Standard gesetzt: Von jetzt an durfte man von Rollenspielprodukten professionelles Niveau erwarten. AD&D holte Rollenspiele nun auch endgültig aus der ein wenig anrüchigen Subkultur der Wargamer heraus und begann, dieses Hobby immer breiteren Gesellschaftsschichten zugängig zu machen. Damit legte es den Grundstein für die explosionsartige Ausbreitung und Diversifizierung der Rollenspiele, die in den 80er Jahren beginnen würde. Bis dahin war AD&D aber gleichzeitig auch der „900-Pfund-Gorilla“ der Szene, neben dem sich Konkurrenten nur schwierig behaupten konnten. Das war jedoch vielleicht gar nicht einmal so schlecht, denn es bedeutete, dass Rollenspielautoren nach Möglichkeiten suchen mussten, sich vom gängigen Fantasy-Rollenspiel im Klassen-Stufen-System abzusetzen. Andererseits betrachteten manche Hersteller diese Situation stattdessen wiederum vielleicht eher als Aufforderung, mit billigen, unoriginellen Produkten das hochwertige AD&D preislich zu unterbieten. Einen besonderen Twist erhielt die Entwicklung der nächsten Jahre außerdem noch durch die enorme Popularität des 1977 erschienenen Kinofilms Star Wars, der zweifelsohne auch maßgeblichen Anteil am Erfolg des wichtigsten Rollenspiels dieses Jahres hatte:

 

Traveller

Wenn man Space Opera und Science Fiction unterscheidet, war Traveller von GDW das erste Science-Fiction-Rollenspiel. (mehr …)

Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1976

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

Das Jahr 1975 hatte demonstriert, dass sich der Erfolg von Dungeons & Dragons nicht einfach so wiederholen ließ. Tunnels & Trolls war es gelungen, sich ein Stück vom Rollenspiel-Kuchen zu sichern, indem es sehr nah an seinem Vorbild blieb, aber alle echten Experimente waren effektiv gescheitert. 1976 probierten Herausgeber zwar weiterhin neue Ideen aus, blieben aber dabei zumeist deutlich näher an bewährten Konzepten. Die herausstechende Ausnahme dabei war folgendes Spiel:

 

Bunnies & Burrows

Wenn Empire of the Petal Throne seiner Zeit voraus gewesen war, dann gelangte Bunnies & Burrows aus einer Paralleldimension in die damalige Rollenspielszene: Anstatt schwertschwingende Barbaren oder feuerballschleudernde Magier zu verkörpern, stellte man bei B&BKaninchen dar! Ein Großteil der Spielerschaft kam sich damals mächtig verarscht vor, doch B&B meinte es mit seinem Rollenspiel in der Tradition des großartigen Romans Watership Down (Unten am Fluss) von Richard Adams völlig ernst. (mehr …)