Casino Royale

So, jetzt habe ich endlich auch den neuen Bond gesehen. Und neu ist er fürwahr!

Durch zahllose öffentliche und private Kritiken war ich ja bereits ein wenig „vorgewarnt“. Erstaunlicherweise war das Echo sowohl von Kritikern als auch von „normalen“ Zuschauern einhellig positiv!

Meine Meinung: Ordentlicher Film… miserabler Bond.

Zunächst einmal muss ich über den Hauptdarsteller sprechen: Daniel Craig spielt die Rolle absolut großartig, mit der einzigen Einschränkung der Stelle, an der er vom Aufbrechen seines „Schutzpanzers“ spricht, die allerdings eher ein Versagen von Drehbuchschreiber und Regisseur darstellt. Dieser plötzliche emotionale Wandel ist nach dem Verlauf des Films schlicht völlig unglaubwürdig, geradezu unmöglich, und wenn Craig sich effektiv einfach weigert, ihn darzustellen, tut er vielleicht sogar das Richtige.

Der Bond ala Craig ist hart, unglaublich hart, sowohl zu sich selbst als auch zu anderen. Er ist nicht hübsch, so wie seine Vorgänger, aber auf die herbestmögliche Art männlich, kaltschnäuzig und brutal, und damit entspricht er dem Romanhelden von Ian Fleming bis aufs I-Tüpfelchen. Das macht ihn zum authentischsten Darsteller der Romanfigur Bond – und tatsächlich völlig ungeeignet für die Besetzung der Filmfigur Bond, wie sie über 40 Jahre gewachsen ist!

Dieser Film ist dreckig. Die Stunts finden auf Baustellen und in baufälligen Häusern statt, auf einer Herrentoilette, in schmalen Treppenhäusern und auf einem Tanklastwagen. Es wird getreten, geschlagen und gestochen, und die Folterszene ist von absolut widerlicher realistischer Brutalität. Bond blutet in Casino Royale wohl mehr als in allen vorigen Filmen zusammengenommen.

Das ist filmisch hervorragend gemacht. Die Kamera zeigt uns diese Kämpfe so unmittelbar, dass man Blut und Schweiß riechen zu können glaubt. Es ist aber nicht das, was einen Bond ausmacht!

Weshalb sehe ich mir die alten Bondfilme immer und immer wieder gerne an? Weil sie phantastisch sind, überkandidelt, märchenhaft. Ein einzelner Mann rettet die Welt vor Oberbösewichtern, an den exotischsten Plätzen, in den waghalsigsten Situationen und mit Hilfe der ausgefeiltesten technischen Gimmicks. Nebenher schläft er mit einer großzügig bemessenen Auswahl der allerschönsten Frauen.

Der „echte“ Filmbond ist jederzeit Gentleman, immer auf ironisch-distanzierte Art Herr der Lage. Er kämpft in abstürzenden Flugzeugen und versinkenden U-Booten und fällt ohne Fallschirm aus Flugzeugen. Er fährt Snowboard in der Arktis und springt samt Auto über Schluchten. Selbst, wenn er von Bösewichtern überwältigt wird, wirkt er niemals wie ein Häufchen Elend in der Notaufnahme. Er ist immer Gentleman, kennt sich mit Wein- und Kaviarsorten ebenso aus wie mit Kunsthandwerk, Fechten und Reitsport. Er hat die Fähigkeit zu lieben keineswegs verloren, und seine immer wiederkehrende Naivität, die ihn dazu verleitet, Frauen zu vertrauen, ist die Hauptursache für die Schwierigkeiten, in die er sich bringt.

Mit anderen Worten, er ist ein völlig unrealistischer Alleskönner mit einer Schwäche für das schöne Geschlecht. Er ist das Idealbild des Mannes, das wir in unserer Phantasie abgeben.

Der Bond in Casino Royale hingegen legt den Schwerpunkt auf „Realismus“. Er hängt nicht mehr an Helikoptern oder fliegt Minijets. Er überwältigt seine Gegner nicht mit absurden technischen Spielereien. Er kämpft nicht einmal gegen einen Superschurken – in diesem Film geht es letztendlich um 150 Millionen Dollar, deren Verlust seinen Gegenspieler Le Chiffre bereits runiert. Blofeld hätte diesen Betrag aus der Portokasse bezahlt! Oh, und das britische Schatzamt macht sich wegen eines eingesetzten Betrags von 15 Millionen Dollar in die Hose – wie albern ist das denn? Ein einziger moderner Panzer oder Kampfjet kostet mehr!

Hier versucht der Film also, eine „realistische“ Handlung zu zeichnen. Natürlich ist der Gegner ein Finanzier von Terroristen – kein anderes Feindbild könnte heute so überzeugend und gleichzeitig politisch korrekt sein.

Nur, natürlich hält dieser „Realismus“ keinem zweiten Blick stand. Die Einstiegssequenz (nicht die schwarz-weiße) zeigt eine atemberaubende Verfolgungsjagd. Ganz ehrlich, einen dermaßen coolen Flüchtling habe ich noch nie gesehen – die unglaubliche Wendigkeit dieses Mannes ist wirklich nur noch als affengleich zu bezeichnen (die Assoziation „Schwarzer“ gleich „Affe“ scheint sich zur Zeit gerade nicht auf dem Radar der political correctness Hollywoods zu befinden…) Sind seine Stunts aber wirklich realistisch?

Bond kann mit dieser körperlichen Artistik nicht ganz mithalten. Stattdessen beweist er ein gutes Auge für die Situation, einen blitzschnellen Verstand und Improvisationsvermögen. Er bleibt an dem Mann dran, weil er schlauer ist, aber auch, weil sich immer wieder für ihn Gelegenheiten ergeben, eine Abkürzung zu finden, um den Vorsprung des Fliehenden aufzuholen. Diese Schnellentschlossenheit und Brillianz der Improvisation, die er auch in ein paar späteren Szenen noch zeigt, ist für mich der coolste Aspekt dieser Figur, und ich könnte sie im Rahmen einer Filmhandlung vielleicht sogar noch als realistisch akzeptieren.

Seine absurde Stamina hingegen nicht mehr. Er rennt fahrenden Autos hinterher, bleibt unter Alkoholeinfluss, nach gefährlichen Verwundungen und sogar unmittelbar nach einem Herzstillstand topfit und hochkonzentriert, und nicht einmal brutalste Folter schreckt ihn. (Auch seine sexuelle Leistungsfähigkeit ist kurze Zeit nach der Misshandlung seiner Hoden bereits wieder auf Spitzenniveau.) Selbst der frühere Filmbond hätte in solchen Situationen Anzeichen von Erschöpfung gezeigt. Dieser Fitness-Level wäre für Batman oder Buffy Summers akzeptabel, aber nicht für einen „authentischen“ Bond.

Und dann ist da seine sexuelle Ausstrahlung – oh, sein Körper ist gestählt, zweifelsohne, aber ansonsten ist Craig zunächst einmal bestimmt kein Hingucker. Es hat schon seinen Grund, dass er von der Presse als „James Bland“ verhöhnt wurde! Charisma kann er erst entwickeln, wenn Frauen mit seiner Persönlichkeit in Berührung kommen, mit seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein, mit seiner herben, direkten Art, dem Geruch von Testosteron und Tod, der ihm anhaftet – eben dieses „Böse“, das Gewalttätige, das Frauen so fasziniert. Völlig undenkbar ist jedoch, dass sein Anblick beim Verlassen des Wassers bereits genügt, um ein Luxusweibchen wie die Frau von Dimitrios scharf zu machen.

All dies verblasst aber gegen die Löcher in der Handlung. Bei seinem Auftritt vor laufender Kamera in der Botschaft HAT sich Bond unhaltbar gemacht, „M“ konnte eigentlich gar nicht anders, als ihn fallenzulassen. Auch worauf sich eigentlich ihr Vertrauen in ihn begründete, bleibt schleierhaft. Wirkliche Erfolge hatte er nicht vorzuweisen.

Dass ein einzelner fehlgeschlagener Terroranschlag Le Chiffre zu ruinieren droht – nun ja. Dass Bond ein Weltklassepokerspieler ist – nanu? Es ist zwar richtig, dass Poker keineswegs nur ein Glücksspiel ist, aber gerade deswegen ist es absurd, dass Bond mit einem professionellen Zocker wie Le Chiffre mithalten kann.

Und gerade dieses Pokerspiel ist der Offenbarungseid der Handlung. Poker ist nicht nur ein Glücksspiel, aber eine Garantie, ein Turnier zu gewinnen, gibt es sicherlich nicht! Gute Pokerspieler gewinnen über längere Zeit kontinuierlich, mit Gewinnen, welche ihre ebenfalls häufigen Verluste mit der Zeit übersteigen. Le Chiffre aber gewinnt beinahe jede Partie, und am Ende läuft natürlich alles auf EIN entscheidendes Blatt hinaus, in dem Bond seine hervorragende Menschenkenntnis und sein Talent, zu bluffen und Bluffs zu durchschauen, beweist, indem er …drei hervorragende Blätter mit einem ausgezeichneten schlägt – also NUR mit Glück! Alle gehen All-In, und Bond hat das beste Blatt, ohne Manipulation, einfach so. Wie albern. Dadurch wird die gesamte Pokerhandlung, die das Kernstück des Films darstellt, ins Lächerliche gezogen.

Die „Falle“, bei der die gefesselte Vesper auf der Straße Bonds Unfall auslöst, ist zwar ein origineller Drehbucheinfall, aber im Rahmen der Handlung völliger Schwachsinn. Solche Unfälle neigen dazu, für Menschen normalerweise tödlich zu verlaufen, und Le Chiffre benötigte Bond lebend. (Übrigens war die Unvorsichtigkeit der beiden vorher auch nicht gerade überzeugend – offensichtlich würde Le Chiffre etwas gegen sie übernehmen, und sei es auch nur aus Rache!)

Über den albernen Schweizer, der mit einem Lächeln und einem Koffer voller Elektronik, ohne jegliche Zeugen und ohne Bodyguards Kontonummer und Passwort einfordert und auch erhält, muss wohl kein Wort verloren werden.

Um so mehr gibt es dafür über die sich entwickelnde Liebe zwischen Bond und Vesper zu sagen. Also, Eva Green ist eine phantastische Frau, und sie spielt überzeugend einen faszinierenden Charakter. Die Unterhaltung der beiden im Zug ist der mit Abstand brillianteste Dialog des Films. Ihr langsames Aufeinanderzugehen ist glaubhaft gezeichnet – es ist nachvollziehbar, dass diese Frau selbst einen kalten Hund wie Bond interessiert, und es ist nachvollziehbar, dass die unmittelbare Begegnung mit Bonds Gewalttätigkeit, gefolgt von seiner erstaunlichen Einfühlsamkeit in der Szene unter der Dusche, für sie eine Katharsis darstellt.

Und dann kommt der Bruch. Was gerade den Beginn einer glaubwürdigen Liebesbeziehung hätte darstellen können, spult plötzlich in einem Tempo vor, dass man glauben muss, man habe zwischendurch einen ganzen weiteren Film verpasst! Bond will ihretwegen aussteigen (obwohl er nach Lesart dieses Films gerade erst angefangen hat), sie habe ihm seinen Schutzpanzer ausgezogen… Ist das nicht derselbe Bond, der unmittelbar vorher sich geweigert hatte, Le Chiffre das (unglaublich phantasielose und unsichere) Passwort zu verraten, um dieser Frau Folterung zu ersparen und das Leben zu retten – und das alles wegen läppischer 150 Millionen Dollar bzw. einem Verlust seiner Regierung von 15 Millionen Dollar? Da stand nicht das Schicksal der Welt auf dem Spiel, war noch nicht einmal konkret ein Anschlag zu befürchten, nein, hier hat nur ein Mann die Pflicht über alles andere gestellt. Wo war da Liebe zu finden?

Die Dialoge hier unterbieten auch jegliches denkbare Niveau:

„Selbst, wenn nichts von Dir übrig wäre als nur Dein kleiner Finger und Dein linker Hoden, wärst Du immer noch mehr Mann als jeder andere Mann!“ (oder so ähnlich), haucht sie, aber er antwortet überraschenderweise nicht mit „Selbst wenn nichts von Dir übrig wäre als Deine Titten und Deine Möse, wärst Du immer noch Frau genug für mich“…

Der Film befasst sich dann ca. 10 Minuten damit, rosa Wölkchen und Sonnenschein zwischen den beiden zu zeigen, was nicht nur schlicht langweilig ist (es hat schon seinen Sinn, dass Happy Ends nach dem Kuss oder dem Stürzen auf das / neben das Bett ausblenden und den Rest der Phantasie der Zuschauer überlassen), sondern auch eine nicht misszuverstehende Vorankündigung, dass das dicke Ende noch zu erwarten ist.

Natürlich gelingt es Bond nicht, sie zu retten, nachdem wohl ihr schlechtes Gewissen sie dazu getrieben hat, sich mit dem Fahrstuhl in den Tod zu stürzen. Nein, es muss ja gezeigt werden, wie der Schutzpanzer wieder angelegt und doppelt gehärtet wird. Frühere Filmbonds waren in ihren romantischen Beziehungen vielleicht oberflächlich, aber zumindest aufrichtig für kurze Zeit glücklich. Dieser Bond jedoch soll ein gefühlloser Mörder sein, und um das möglichst deutlich zu betonen, wird der Kunstgriff angewandt, ihm für einen kurzen, unrealistischen Zeitraum seine Gefühle zurückzugeben und ihn dadurch so sehr zu verletzen, dass ihm das auch gewiss nie wieder passiert.

Das ist der Fleming-Bond: Ein kaltherziger Killer, der das Richtige tut, weil es seine Pflicht ist, und nicht weil er irgendwelche Empathie besäße, und der niemandem vertraut. Und das ist jetzt offensichtlich der „neue“ Bond. Es wurde – wieder einmal – ein Schnitt gemacht. Seine Vergangenheit wurde geleugnet (was nötig war, denn so alt kann er eben nicht werden), er lernte M und Leiter hier erst kennen (wobei es eigentlich äußerst unpraktisch war, für M die gleiche Schauspielerin zu nehmen), und er entwickelt seine eigene Legende, den geschüttelten Martini, die Vorliebe für Aston Martins und den Spruch „Mein Name ist Bond. James Bond.“

Mit anderen Worten, es soll in diesem Stil weitergehen, und das gefällt mir überhaupt nicht! Als alternative Interpretation Bonds war Casino Royale sehr interessant und ein unterhaltsamer Film, aber als neues Konzept funktoniert er nicht, jedenfalls für mich nicht. Ich habe mir die Bondfilme nie für realistische Gewaltdarstellungen angesehen. Dass sie sich von Filmen mit Sylvester Stallone, Bruce Willis oder Jean-Claude van Damme abhoben, indem sie eben eine Märchenwelt zeigten, mit einem Gentleman-Superheld in der Hauptrolle, das hat ihren Mythos begründet.

Die neue „Authentizität“ jedoch ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Wirklich realistisch kann die Handlung nicht werden – dann wird das Publikum doch verschreckt, weil der Bondfilm eben kein Bondfilm mehr ist. Natürlich spielte dieser Bond deswegen immerhin noch vor Kulissen wie den Bahamas oder Venedig. Natürlich wackeln ständig wunderschöne Frauen durch die Handlung, und natürlich verfügt James Bond über die modernste Technik, aber eben „glaubwürdiger“ (wurde dieser Film eigentlich von einem Handy-Hersteller gesponsort?) – wenn man nicht darüber nachdenkt, wie das Budget des MI6 für einzelne Agenten wohl realistisch aussieht, heißt das.

Warum muss dann Bond aber wie ein abgestochenes Schwein bluten? Warum seine Kaltschnäuzigkeit thematisiert werden? Warum die originellen Stunts durch bodennahe Prügeleien ersetzt werden?

Casino Royale befindet sich im Spannungsfeld zwischen der Faszination des neu (oder meinetwegen authentisch) interpretierten Bonds und der Faszination des weltgewandten Superagenten. Für einen Film war diese Spannung interessant (obwohl dies der erste Bond seit Ewigkeiten ist, bei dem ich nicht das Gefühl habe, ihn unbedingt noch einmal sehen zu wollen), aber wenn sie in weiteren Filmen aufrecht erhalten werden soll, wird irgendwann das dünne Gewebe der pseudorealistischen Darstellung reißen.

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Published in: on Januar 3, 2007 at 7:05 pm  Comments (6)  
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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ich muss sagen, dass ich den Stilwechsel vom Märchenhaften ins pseudo-realistische eigentlich begrüßt und mich auf den neuen Bond gefreut habe. (Der so schnörkellose und eindimensionale Pierce Brosnan setzt zwar an seine Vorgänger an konnte mich aber nie wirklich überzeugen) Aber auch meine Erwartungen wurde enttäuscht. Denn Casino Royale ist zwar ganz anders als alle Bonds zuvor bringt als Film aber dennoch kaum neues. Die Welt hat eine Jack Bauer, einen Ethan Hunt, einen Jason Bourne und den klassischen James Bond. Und dieser neue Bond (hier als gesamter Film gemeint) ist einfach eine Mischung zwischen diesen so unterschiedlich Agenten-Film Typen und dies lässt ihn letztendlich zu einem Brei mutieren der von so vielen als große Neuerung begrüßt wird aber eigentlich nichts neues ist. Das Pokerspiel war dumm, langweilig, unlogisch, viel zu lang und stellt deshalb für mich den Tiefpunkt des Filmes dar. Den Liebesgeschichte fängt zwar schön an entpuppt sich dann aber doch als 0815 Romanze die den Film unnötig in die Länge zieht. Dem Film mangelt es an Story, Geschlossenheit und Innovation, dennoch ist er noch lange kein totaler Reinfall. Casino Royale kann mit Spannung, Unterhaltung, Effizienz der Umsetzung und einigen brillanten Szenen und Dialogen punkten was ihm von mir eine Wertung von 61% einbringt was man in Worten als befriedigend oder Sehenswert bezeichnen könnte. Meine Meinung würde in etwa so aussehen: Netter Film aber nichts so richtig. Also stimme ich dir größtenteils zu, mit dem Unterschied, dass ich der Meinung bin, dass der Stilwechsel der richtige Schritt war auch wenn er ins leere verlaufe ist. Den klassischen Bond gab es lange genug und besser wurde er im letzten Jahrzehnt nicht mehr.

  2. Zitat:
    „obwohl dies der erste Bond seit Ewigkeiten ist, bei dem ich nicht das Gefühl habe, ihn unbedingt noch einmal sehen zu wollen“

    Dann hast Du aber Die Another Day nicht gesehen, oder? Das ist imo der mit Abstand schlechteste Bondfilm.

    Im Prinzip stimme ich Dir in großen Teilen Deiner Rezension zu, sehe aber unterm Strich den Film positiver als Du.
    Ich sehe das ganze als Einstand von Daniel Craig und bin gespannt, wie er sich weiterentwickelt. In diesem Streifen wollte man halt zeigen, wieso Bond so ist wie er ist. So hundertprozentig gelungen finde ich die Umsetzung auch nicht, weil es halt eine Gratwanderung ist. Denn letzten Endes wollen die Zuschauer kein Psychogramm, sondern einen Bond-Film sehen. Und da ist für sowas eigentlich nicht viel Platz.

    Das Ende des Films deutet imo schon ein bißchen darauf hin, dass sich das ganze in den folgenden Filmen wieder in etwas gewohnteren Bahnen bewegen wird – schließlich muss man dann nicht mehr den Versuch unternehmen, zu zeigen wieso Bond eben Bond ist.
    Es ist denke ich nicht einfach für einen Schauspieler, in die Fußstapfen eines Über-Bonds wie Connery zu treten. Und dafür hat Craig es schon ganz ordentlich hinbekommen.

    Vom genannten unsäglichen Die Another Day mal abgesehen stehen bei mir alle Bond-Filme im Regal. Casino Royale wird da sicher auch hinzukommen, wenn er erst mal auf DVD draußen ist.

  3. Tja, mir hat „Die another day“ aber sehr gut gefallen (abgesehen von Kleinigkeiten wie dem unsichtbaren Auto), gerade weil es eben ein „Rückfall“ in die alten Zeiten war, und Pierce Brosnan empfand ich, zumindest optisch, als die optimale Besetzung für James Bond. Vom Konzept her gehöre ich der Minderheit an, die Roger Moore gegenüber Sean Connery deutlich bevorzugt.

    Das Minderheitentum bin ich aber gewohnt – ich kam damals mit einem „naja, nett“ Gefühl aus „Matrix“, war (und bin) aber hellauf begeistert von dem gleichzeitig angelaufenen Film „Die Mumie“. Mir gefällt der zweite Teil der Indiana-Jones-Saga am besten, und ich werde nie begreifen, was an „Blues Brothers“ und der „Rocky Horror Picture Show“ nun eigentlich so toll sein soll…

  4. hey mach dir nichts draus du bist schließlich auch Buffy Fan… ;-)

  5. …Ridiculously Horny People Stripping…
    (it „rose tints my world, keeps me save from my trouble and pain!“)

    Also… wenn im Sommer wieder hier irgendwie die Rocky Horror Picture Show läuft, dann bin ich garantiert dabei ^_~

    It’s a guaranteed Party!

    Leider habe ich den Film nicht gesehen, und auch die anderen Bond Filme haben mich noch nie interessiert. Ich hab irgenwann mal einen gesehen, bin aber glaub ich eingeschlafen… wie so oft bei solchen Filmen, da ist mir meine „Regeneration“ doch irgendwie wichtiger*lol*
    … von daher kann ich mich nicht zum Thema äußern…

    …warum kann man hier eigentlich keinen BEtreff schreiben? „Betreff: You’re a Hot Dog!“

    Äh… ja, dann… happy new year!

  6. Vielen Dank, Doreen, Dir auch!


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