Das größte moderne Tabu: Pädophilie

Bevor ich zum eigentlichen Inhalt dieses Eintrags gelange, muss ich einige Dinge vorschieben:

1. Ich besitze und besaß niemals irgendwelche pädophilen Neigungen und habe niemals Handlungen durchgeführt, pornografische Produkte konsumiert oder Phantasien gehabt, welche in irgendeiner Weise mit pädophilen Neigungen in Verbindung stehen. Ich rufe nicht dazu auf, solche Handlungen oder den Konsum entsprechender Pornografie zu vollziehen oder zu tolerieren.

2. Obwohl ich prinzipiell der Ansicht bin, dass meine sexuellen Präferenzen meine absolute Privatsache sind und niemanden etwas angehen, sofern ich sie nicht selbst thematisiere, ist der gesellschaftliche Druck beim Thema Pädophilie dermaßen massiv, dass ich mich gezwungen sehe, diese eindeutige Aussage zu treffen: Ich besitze keinerlei Interesse an sexuellen Handlungen mit Kindern, weder aktiv noch als Beobachter.

Ob ich in einer festen Beziehung lebe, in einer offenen oder in wechselnden, oder ob ich Single bin; ob für mich nur die Missionarsstellung in abgedunkelten Räumen in Frage kommt, ich jede Nacht das Kamasutra durchprobiere oder vor laufender Kamera mit Lack, Leder, Peitschen und Handschellen zu Werke gehe; ob ich Männer oder Frauen oder beides mag oder es mir sogar abends mit meinem Schäferhund gemütlich mache: All diese Dinge gehen niemanden etwas an. Wenn ich von achtjährigen Knaben träumte und FKK-Zeitschriften mit Bildern von nackten kleinen Jungs und Mädels sammelte, ginge das eigentlich auch niemanden etwas an, aber bereits ein bloßer Verdacht in diese Richtung bedeutet in unserer Gesellschaft ein dermaßenes soziales Stigma, dass ich mich schlicht nicht traue, hier die meiner Ansicht nach prinzipiell gebotene Zurückhaltung bezüglich meiner sexuellen Neigungen konsequent zu verfolgen, und mich deswegen eindeutig äußere.

3. Ich weiß leider nur zu gut, wie das Prinzip übler Nachrede und sinnentstellender Wiedergabe von Äußerungen funktioniert. Ich werde in Folge dieses Blogeintrages beides nicht tolerieren. Kommentare zu diesem Thema hier werden rigoros moderiert: Wenn sie nicht sachlich gehalten und inhaltlich korrekt sind und insbesondere, wenn Aussagen von mir falsch wiedergegeben werden (ein beliebtes Spielchen, das ich aus meiner Frühzeit als Magicartikelschreiber noch gut in Erinnerung habe), werde ich sie löschen. (Das gilt auch für sämtliche Kommentare, die Links zu nicht eindeutig unbedenklichen Seiten enthalten! Aus Gründen des Selbstschutzes werde ich hier im Zweifelsfall immer löschen.) Wenn ich irgendwo anders Aussagen vorfinde, welche in die Richtung gehen „Pischner ist pädophil“, werde ich deren Urheber wegen übler Nachrede / Verleumdung verklagen. Hier gibt es keinen Spielraum für schlechte Witze, und es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen der Ausübung der Meinungsfreiheit, für die ich kämpfe und der Aufstellung solcher Behauptungen! Dieses Thema ist zu heikel, als dass ich hier irgendwelche Ambivalenzen zulassen dürfte, und ich mache mir ernsthaft Sorgen, ob ich es überhaupt wagen kann, es anzusprechen. Genau darum geht es mir allerdings auch!

Zunächst einmal eine Definition, damit klar ist, wovon hier überhaupt die Rede ist. Wikipedia schreibt Folgendes:

Pädophilie (von griechisch παις (pais) „Knabe, Kind“ und φιλια (philia) „Freundschaft“) nennt man die primäre erotisch-sexuelle Neigung Erwachsener zu Personen vor der Geschlechtsreife (im folgenden „Kinder“ genannt). Das Wort „Pädosexualität“ wird oft synonym zu Pädophilie verwendet.

(Wem Wikipedia als Quelle nicht seriös genug ist, der findet durch Verlinkungen von dieser Seite zahlreiche Möglichkeiten, sich mit der Thematik fundierter auseinanderzusetzen. Ich denke allerdings, man kann davon ausgehen, dass gerade DIESER Eintrag unter ganz besonders genauer Beobachtung steht.)

Zwei weitere Abschnitte dieses Eintrags will ich noch zitieren. Einmal die klare Eingrenzung dieses Begriffs:

* Das sexuelle Interesse gilt Kindern, die sich vor oder am Beginn der Pubertät befinden
* Das sexuelle Interesse ist dabei primär, das heißt ausschließlich bzw. überwiegend und ursprünglich auf Kinder ausgerichtet
* Das sexuelle Interesse ist zeitlich überdauernd

Zum anderen der Abgleich zwischen wissenschaftlichem und allgemeinem Sprachgebrauch:

Im Gegensatz dazu wird die Bezeichnung Pädophilie oft nicht im streng wissenschaftlichen Sinne verwendet, wenn grundsätzlich alle Täter, die Kinder sexuell missbrauchen als Pädophile bezeichnet werden. Vor allem sexueller Missbrauch innerhalb der Familie wird oft falsch eingeordnet. Im Fall der nicht primär durch Kinder stimulierbaren Erwachsenen spricht man bisweilen auch von Pseudopädophilie. Originäre Pädophile werden zur besseren Abgrenzung auch als strukturiert pädophil bezeichnet, da ihre sexuelle Orientierung fest in der Persönlichkeitsstruktur verankert ist.

So, und wie bin ich jetzt auf dieses Thema gekommen? Es ist eine Tangente im Rahmen der Diskussion um Meinungsfreiheit im Internet, die sich mir zuletzt aufgedrängt hat. Irgendwie ist das Totschlagargument derjenigen, die keine Probleme damit haben, Seitenbetreibern die vollständige und allumfassende Verantwortung für die Inhalte aller bei ihnen geposteten Kommentare und verlinkten Seiten aufzbürden, immer wieder das: „Und wenn da jemand Pädophilenseiten verlinkt, dann willst du Dich einfach so aus der Verantwortung stehlen?“

Nein, das will ich selbstverständlich NICHT, ebenso wenig wie ich mich aus der Verantwortung für andere strafbare Inhalte stehlen wollte. Ich bin jedoch der Ansicht, dass das AUSMASS dieser Verantwortung dem gesunden Menschenverstand entsprechen muss! Dazu sage ich dann mehr, wenn ich mich wieder dem Kernthema Meinungsfreiheit zuwende, heute geht mir um etwas anderes.

Die Angst vor Kindesmissbrauch ist in allen Diskussionen im Internet der große Buhmann. Genau so, wie zum Beispiel Herr Schäuble die Angst vor Terroranschlägen instrumentalisiert, um Beschneidungen unserer Grundrechte einzufordern, kommt immer wieder genau dieses Thema auf den Tisch, um die Gefahren eines unkontrollierten (was letztlich bedeutet: unzensierten) Internets anzuprangern.

Der endgültige Auslöser, etwas zu diesem Thema zu schreiben, war allerdings ein Blick auf die täglichen WordPress-Top-Posts vor ein paar Tagen, wo ich den Titel „Happy Kinderficker Blog“ vorfand. Ein Klick darauf zeigte mir einen drei Zeilen kurzen Blogeintrag, der beinahe ausschließlich aus Verlinkungen bestand, insbesondere zu der Seite eines offensichtlich bekennenden Pädophilen (ein „strukturiert Pädophiler“ also).

Ich verlinke an dieser Stelle weder das eine noch das andere Blog. Einmal tun deren konkrete Inhalte für die Betrachtungen, die ich hier anstellen möchte, nichts zur Sache. Zum anderen könnten solche Verlinkungen mich bei der zur Zeit herrschenden Rechtsunsicherheit im Internet in Teufels Küche bringen, zum Beispiel, wenn das Pädophilen-Blog tatsächlich strafrechtlich relevante Inhalte besitzt (oder verlinkt), aber auch, wenn es das NICHT tut und daher die im anderen Blog via dessen Titel („Kinderficker“) implizierte Behauptung möglicherweise einen Straftatbestand wie den der üblen Nachrede erfüllt.

Worum es geht ist Folgendes: Ich habe mich in das verlinkte Blog ein paar Minuten lang eingelesen. Diese Zeit hat sicherlich ausgereicht um festzustellen, dass sein Verfasser sich zu seinen pädophilen Neigungen bekennt. Sie hat hingegen NICHT ausgereicht um festzustellen, ob er sich in irgendeiner Weise strafbar gemacht hat (also weder, DASS er es getan hätte, noch dass er es NICHT getan hätte). Ich glaube nicht, dass irgendjemand, noch dazu ohne die dafür notwendigen speziellen juristischen Kenntnisse, in der Lage sein könnte, eine solche Strafbarkeit ohne wirklich gründliche Beschäftigung mit dieser Seite festzustellen.

Die Mühe hat sich auch kaum jemand gemacht. Stattdessen begannen bei vielen Kommentatoren des „Kinderficker“-Posts sofort wieder die Automatismen zu greifen, die im Wesentlichen darauf hinausliefen: Da bekennt sich jemand zu seiner Pädophilie – hängt das kranke Schwein auf!

Bereits wenn man diesem Gedankengang widerspricht, reicht das vielen bereits aus, um einen selbst als Kinderficker zu verunglimpfen. (Ein Hinweis: Ich habe an dieser Diskussion nicht teilgenommen, ich referiere nur Beobachtungen.) Pädophilie ist in einem solchen Maße tabuisiert, dass jeder Versuch einer differenzierten Betrachtung der damit verbundenen Probleme einen bereits verdächtig macht. Nur deswegen musste ich meinen Eintrag hier überhaupt mit jenen Disclaimern beginnen!

Hier passiert Meinungsbildung bei vielen Menschen immer noch vollständig aus dem Bauch heraus, und Pädophile haben absolut Recht damit, wenn sie darauf hinweisen, dass ihre Verteufelung und Stigmatisierung nach genau dem gleichen Muster abläuft wie früher (und in vielen Weltgegenden auch heute noch) jene von Homosexuellen! An die Stelle von rationalen Überlegungen tritt einfach das tiefempfundene Gefühl, dass Pädophile PERVERS und KRANK sind – eine Einschätzung, die vermutlich ebenso wie auch bei Homosexuellen nicht selten um so intensiver vorgenommen wird, wenn diejenigen in sich selbst Anzeichen für ähnliche Neigungen entdecken und ihre Schuldgefühle durch nach außen getragenen Hass zu kompensieren versuchen.

Pädophilie ist pervers. Obwohl dieses Wort heute mit keiner wissenschaftlichen Bedeutung mehr versehen ist, da es keine objektive Kategorisierung darstellt, sondern ein subjektiv empfundenes Werturteil, kann dieser Umstand nicht angezweifelt werden, sobald man dem Wort „pervers“ irgendeine Existenzberechtigung zugesteht. Sie ist weder auf direkte Weise der menschlichen Fortpflanzung dienlich (das gilt für alle Praktiken, bei denen nicht fruchtbarer männlicher Samen in die Vagina einer empfängnisbereiten Frau gelangt), noch in indirekter Weise (indem sie die emotionale Bindung zwischen fortpflanzungsgeeigneten Partnern verstärkt, wie zum Beispiel bei oralem Verkehr zwischen Frau und Mann), und sie entspricht eindeutig nicht der gesellschaftlichen Norm, ganz egal, wo genau man diese „Norm“ denn nun verorten würde.

Perversion hat die moderne Gesellschaft jedoch längst als prinzipiell nicht zu verurteilende Qualität sexueller Praktiken akzeptiert (weswegen dieses Wort auch nicht mehr in offiziellem Gebrauch ist). Wo genau man bei seinem persönlichen Empfinden die Grenze zur Perversion zieht – für manche sind Oral- und Analsex bereits pervers, für andere hingegen auch Sadomasochismus oder Fäkalpraktiken noch normal, während sie gleichgeschlechtlichen Sex, Gruppensex, Sex mit Fickmaschinen oder Sex mit Tieren als pervers ansehen – ist unerheblich. Perversion an sich ist NICHT strafbar (das gilt in Deutschland auch für alle Praktiken, die ich gerade aufgezählt habe), und das ist auch sehr gut so, da sie eben nur ein subjektives Werturteil darstellt! Nur weil ICH etwas nicht mag, habe ich noch nicht das Recht, es anderen zu verbieten!

Pädophilie ist nicht unnatürlich. Die romantische und sexuelle Fixierung auf Personen oder Objekte, welche mit der eigentlichen Fortpflanzung nichts zu tun hat, ist bei Tieren und Menschen weit verbreitet. Pseudopädophilie, aber auch strukturierte Pädophilie kommen beim Menschen einfach viel zu häufig vor, als dass man sie als „unnatürlich“ abstempeln könnte.

Dass Pädophilie also etwas Natürliches ist, bedeutet aber NICHT, dass deswegen ihre Ausübung gestattet sein muss! Ein paar Beispiele:

Ich fahre mit der S-Bahn und muss dringend kacken – ein völlig natürliches Bedürfnis! Trotzdem ziehe ich mir nicht einfach die Hosen herunter und kacke auf den Boden.

Ich komme auf einem Rummel an einer Bude vorbei, die Marzipantörtchen verkauft. Obwohl mir das Wasser im Mund zusammenläuft, gebe ich nicht meinem natürlichen Appetit nach und schiebe mir eines davon in den Mund ohne zu bezahlen.

Ich treffe in einem Club eine aufregende Frau, die mich leider nicht beachtet. Obwohl ich das natürliche Bedürfnis verspüre, Sex mit ihr zu haben, lauere ich ihr nicht auf ihrem Heimweg auf und versuche sie zu vergewaltigen.

Ich habe in meinem Beruf ein absolutes Riesenarschloch als Chef, das mich schikaniert und triezt und mich aus meiner Stelle hinausmobbt. Ich gebe dem absolut natürlichen Drang, den Kerl einfach umzubringen, trotzdem nicht nach.

Wir besitzen viele natürliche Bedürfnisse, denen wir nicht nachgeben können, ohne die Rechte unserer Mitmenschen zu verletzen. Daher setzt die Gesellschaft unseren Möglichkeiten, diese Bedürfnisse auszuleben, Grenzen.

Bei sexuellen Handlungen mit Kindern hat der Gesetzgeber entschieden, dass sie prinzipiell nicht vorgenommen werden dürfen (also auch nicht mit deren Einverständnis), um das Recht von Kindern auf eine eigenständige sexuelle Entwicklung zu schützen. Ich halte das für eine sehr vernünftige Entscheidung, und ich würde mich einer geplanten Änderung dieser Gesetzgebung auch vehement widersetzen, aber nichtsdestotrotz finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass man hier anderer Meinung sein kann und darf, und dass insbesondere Pädophile hier natürlich Gründe haben, anderer Meinung zu sein!

Ich will hier noch zwei weitere wichtige Abschnitte aus dem Wikipedia-Artikel zitieren:

Zahlreiche Studien sprechen von einer Nicht-Aggressivität und Zuneigung der Pädophilen zu Kindern. Dem entspricht auch die Beobachtung, dass sexuell aktive pädophile Erwachsene den Kindern in stärkerem Maße emotional zugewandt zu sein scheinen als andere Sexualstraftäter ihren Opfern. Ein Pädophiler wird meist versuchen, die Zuneigung der Kinder zu erlangen. Ob Pädophile gewalttätig werden, hängt von ihren allgemeinen Persönlichkeitsmerkmalen, wie z.B. Gewaltbereitschaft und Frustrationstoleranz, ab. Ähnlich wie bei Menschen mit primärer sexueller Ausrichtung auf Erwachsene gibt es auch einen vergleichbar geringen Anteil Pädophiler mit sadistischer Fixierung. Eine Minderheit der Pädophilen, welche auch als sexuelle Sadisten oder antisoziale Persönlichkeiten diagnostiziert werden, fügen den Objekten ihrer Begierde schwere körperliche Verletzungen zu (Davison u. Neale 2002).

Zum Anteil pädophiler Täter am sexuellen Missbrauch von Kindern gibt es unterschiedliche Statistiken, die z. T. stark voneinander abweichen. Einige Untersuchungen (Kinsey-Report, Lautmann, Brongersma, Groth) gehen davon aus, dass nur 2 bis 10 % der an Kindern begangenen Sexualstraftaten den Pädophilen zuzuordnen sind. Andere Studien schätzen den Anteil pädophiler Täter mit 12 bis 20 % deutlich höher ein.[3] Trotzdem gilt es gesichert, dass der überwiegende Teil der gegen Kinder gerichteten Sexualstraftaten nicht von Pädophilen begangen wird, sondern von Tätern, die in ihrer Sexualität primär auf Erwachsene ausgerichtet sind.

Lasst das erst einmal sacken, und ignoriert es nicht nach dem Motto „was nicht sein darf, das nicht sein kann“!

In der öffentlichen Wahrnehmung werden Pädophile praktisch mit Sexualstraftätern, deren Opfer Kinder sind, gleichgesetzt. DAS ENTSPRICHT NICHT DER REALITÄT! Pädophile sind einfach Menschen, die Kinder LIEBEN, genau so wie Schwule Männer lieben und Heterosexuelle Menschen des anderen Geschlechts. Sie besitzen keinen stärkeren (oder schwächeren) Hang zur Gewalttätigkeit und werden auch ansonsten nicht öfter straffällig, abgesehen eben davon, dass sie verbotene romantische Kontakte zu Kindern suchen.

Noch einmal: Ich beabsichtige hier NICHT, aktive Pädophile zu entkriminalisieren – wohl aber zu entdämonisieren!

Pädophile sind Menschen, welche Gefühle empfinden, die sie aus gesellschaftlichen Gründen nicht ausleben dürfen. Sie sind nicht kriminell, so lange sie ihre Bedürfnisse nicht ausleben, und sie sind nicht krank, so lange sie nicht in dem Spannungsfeld zwischen ihren Bedürfnissen und den ihnen von der Gesellschaft gesetzten Schranken seelisch zerreißen.

Pädophile, die keine Sexualstraftäter sind, verdienen nicht Hass und Verachtung, sondern Mitleid, und in Fällen, in denen es ihnen gelingt, ein glückliches Leben zu führen ohne straffällig zu werden (also ohne sexuelle Beziehungen mit Kindern aufzunehmen oder Kinderpornografie zu konsumieren) unsere Bewunderung.

Sie benötigen von Fall zu Fall möglicherweise ein gewisses Maß an Überwachung, damit sicher gestellt ist, dass sie ihrem emotionalen Drang nicht nachgeben, sowie an Hilfe, um mit der für sie äußerst schwierigen Lebenssituation fertig zu werden.

Wenn sie krank sind, dann tatsächlich nur deswegen, weil die Gesellschaft sie krank macht (das aber ist wiederum ein notwendiger Schutzmechanismus der Gesellschaft davor, dass Pädophilie die Gesellschaft krank macht)!

Das Thema dieses Blogeintrags ist aber letztlich nicht Pädophilie. Ich erinnere noch einmal an jenes Blog, welches jenes andere Blog verlinkt hat, und den Sturm der moralischen Entrüstung, der daraufhin losgebrochen ist:

Hier schreibt also ein strukturierter Pädophiler freimütig über seine Gefühle und Wünsche und kritisiert die existierende Gesetzgebung und gesellschaftliche Einstellung zu Pädophilie.

Und das darf er! Nicht nur das – das MUSS er dürfen, denn ansonsten ist unsere Meinungsfreiheit keinen Pfifferling wert! „Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden“, lautet das berühmte Zitat von Rosa Luxemburg, und es beschreibt eine der allerwichtigsten politischen Wahrheiten.

Natürlich ist es einfach und bequem, solche Stimmen niederzubrüllen, im Chor der „normalen“ und „anständigen“ Menschen ein Schreibverbot für Pädophile zu fordern, und wenn man schon dabei ist gleich noch deren Kastration, oder besser noch sofortige Exekution.

Es gibt ein berühmtes Zitat, das von einem Pastor Martin Niemöller stammt, und von dem sich zahlreiche Varianten im Netz finden, ohne dass sich heute noch feststellen ließe, welche das Original darstellt. Ich greife einmal eine davon heraus:

In Germany, they first came for the communists,
and I didn’t speak up because I wasn’t a communist.
Then they came for the Jews,
and I didn’t speak up because I wasn’t a Jew.
Then they came for the trade unionists,
and I didn’t speak up because I wasn’t a trade unionist.
Then they came for the Catholics
and I didn’t speak up because I wasn’t a Catholic.
Then they came for me —
and by that time there was nobody left to speak up.

Populismus stellt immer eine „wir-gegen-die“-Situation her, und wir geben uns nur allzu oft damit zufrieden festzustellen, dass wir nicht zu „denen“ gehören und verlieren das Interesse für die Rechte dieser anderen. Je klarer man diese Abgrenzung vornehmen kann, je spektakulärer sie sich formulieren lässt („Bist Du etwa auch ein Kinderficker oder was?“), desto weniger neigen wir dazu, Vorurteile und Tabuisierungen zu hinterfragen.

Ich bin kein Pädophiler, und ich bin wirklich, WIRKLICH froh darüber, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie ich mit dieser seelischen Belastung umgehen könnte! Trotzdem werde ich mich an der Hexenjagd auf sie nicht beteiligen, denn es geht nicht nur darum, gegen WEN es geht, sondern WARUM und WIE. Es geht um grundlegende Rechte, die jeder Mensch besitzt, auch wenn er einer ungeliebten oder unbequemen Gruppierung angehört.

Heute sind es die Pädophilen. Morgen sind es vielleicht wieder die Schwulen, oder die Pornogucker, oder die Computerspieler… oder die Blogger. Niemand kann genau vorhersagen, wogegen sich ein von Meinungsführern gesteuerter „gesunder Volkszorn“ als nächstes entlädt, aber viel zu viele nehmen offensichtlich an, dass es schon nicht gegen sie gehen wird, und dann ist es ja in Ordnung.

Wehret den Anfängen.

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32 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Das seh ich genauso (na sowas ^^).
    Ich hab da schon vor längerer Zeit mal einen Artikel drüber gelesen, weiß aber nicht mehr wo das war… hm.

  2. Die gefährlichsten Menschen sind jene, die so tolerant sind, dass sie die Intoleranten verachten…

  3. Man kann eben alles tolerieren – außer der Intoleranz.

  4. Also, mich stört da viel weniger die Intoleranz an sich, man muss ja nun wirklich nicht alles tolerieren (tut hier doch auch keiner), als viel mehr, dass diese Leute nie darüber nachgedacht haben und trotzdem so eine entschiedene Meinung proklamieren (ich weiß, das ist normal, aber trotzdem ^^).
    Es sind nicht die Taten (intolerant gegenüber Phädophilie sein), sondern die nicht vorhandenen Gedanken dahinter, was mich persönlich vor allem stört.

  5. Toleranz bedeutet, anderen Rechte zuzugestehen. Intoleranz bedeutet, sie ihnen zu verweigern. Daher kann Intoleranz konsequenterweise nicht toleriert werden, wenn man versucht, möglichst tolerant zu sein.

    Ziel einer aufgeklärten Gesellschaft, welche die Umsetzung der Menschenrechte anstrebt, muss es sein, Menschen so viele Rechte zuzugestehen wie möglich (und dabei abzuwägen, wo Rechte des einen beginnen, Rechte anderer zu verletzen).

    Auch die Rechte Pädophiler dürfen nur dort beschränkt werden, wo sie die Rechte anderer verletzen (zum Beispiel das Recht von Kindern auf eine eigenständige sexuelle Entwicklung). Unreflektierte Intoleranz ihnen gegenüber ist hingegen nichts anderes als Menschenhass, ebenso wie Schwulen- oder Fremdenhass, der sich ein leichtes Ziel sucht.

  6. Sehr guter Artikel.

  7. Ich bin gerade eben von einem Maedchen auf einer Parkbank im Beisein Ihrer Freundin mit dem Spruch „Das ist der Kinderficker“ tituliert worden, als ich mit dem Fahrrad daran vorbeifuhr. Meine erste Reaktion war Angst, dass ich nun geaechtet sei und wollte schnell nach Hause. Ich brachte den Vorwurf sofort damit in Verbindung, dass ich einmal vor einigen Monaten ihre 16-jaehrige Freundin „angemacht“ hatte. Wir hatten aber niemals Sex miteindander sondern nur ein bisschen (mit Worten) geflirtet. Trotzdem hatte ich sofort Angst, dass die Maedels das weitererzaehlen und ich deswegen keinen Job bekomme oder meine Haustuer voll Graffiti geschmiert wird. Man darf demnaechst wahrscheinlich nicht mal mehr Teenager ansehen, obwohl sie sich aufgetakelt haben wie Erwachsene. Ein Maedchen hatte mich sogar angelogen und behauptet, es sei 18. Einige Zeit spaeter stellte sich raus, dass sie erst 16 ist. Nicht auszudenken, was passiert waere, wenn ich mit ihr geschlafen haette und sie haette mich danach angezeigt! Dann haette ich wegen einer Luegnerin in den Knast gehen sollen oder was? Ich bin auch gegen Sex mit Kindern und distanziere mich hiermit von jeglicher Fuersprache oder positiven Haltung zur Paedophilie. Ich will lediglich aufmerksam machen auf die unangemessene Art wie Menschen andere Menschen sogleich in einen Topf werfen mit Verbrechern, die da gar nicht reingehoeren. Die Leute sollten mal lieber differenzieren lernen statt dumpfe Platitueden gebetsmuehlenartig nachzuleiern und die Bildzeitungsschreckensmeldungen ungekaut runterzuschlucken und jeden, der ein junges Maedchen nur anschaut als „Kinderficker“ zu verschreien! Diese Titulierung sollte als Anstiftung zur Lynchjustiz geahndet werden!

  8. Sascha, Sex mit 16-jährigen (mit deren Einverständnis, natürlich) ist in Deutschland zu 100% legal.

  9. Wir haben einen Bekannten, von dem wir auch wissen, dass er phädophil sein muss.

    Es geht dabei offenbar nicht immer um direkten Sex sondern reicht meiner Meinung nach auch schon, wenn einem Jugendlichen den man kaum kennt durchs Haar gestreichelt wird und mit ihm gekuschelt wird.

    Problem dabei ist immer, was tun wenn man es weiß.

    Passiert nachher etwas, weil man zu spät reagiert hat, macht man sich Gedanken!

    Gerade wenn dann solche Leute wie dieser Typ in diversen Hilfsorganisationen tätig sind, gerade dann fragt man sich, macht der jenige dass weil ihm die Arbeit dort (auschließlich mit Jugendlichen Jungen) Spass macht, oder weil es ihn anmacht!

    Das Schlimmste, und das haben wir im engen Kontakt mit diesem Mann gemerkt…die Eltern der Jungs merken gar nichts, man lässt sein 14jährigen bei einem etwa 40jährigem übernachten den man nur vom „Hallo“ kennt, wie kann soetwas passieren.

    Wir selber waren mit besagter Person über Jahre hin befreundet und haben uns allerdings durch seine Art und Fixiertheit auf jüngere Jungs von dieser Person lossagen müssen da in einem ja in jeglichen Lebenslagen, ja sogar im Urlaub über die „süßen Kinder“ vorgeschwermt wurde!

    Er macht den Jungs Sachgeschenke im hohen Geldwert, verschenkt mal teure Videospiele oder finanziert mal einen ganzen Führerschein u.v.m!

    Ich wurde letztens von einem sehr guten Freund dieser Person kontaktiert, wir kennen uns nur flüchtig, aber er kommt auch absolut nicht mit der Situation klar und bittet auch um Rat.

    Eine ultimative Patenlösung gibt es mit Sicherheit nicht. Was sicher und notwendig ist, ist auf jeden Fall, dass einige Eltern mal gehörig einen auf den A…bekommen sollten.

    Der Gedanke, meinen Sohn bei einem fast 40jährigen zu lassen, der zu unserer Familie keinen Bezug hat, würde mich krank und verrückt machen!

    Einige Eltern haben offenbar leider viel zu viel um die Ohren, um sich um Ihre Kinder zu kümmern, also daher mein Fazit.

    Phädopilie ist zu 100% schlimm, ekeleregend und absolut abstoßend….dennoch leisten viele Eltern auch Ihre 100% Arbeit, dieses noch zu unterstützen und nicht einzudämmen, wenn diese sich nicht einmal Gedanken machen.

    Wie kann ich meinen Sohn bei einem flüchtig Bekannten lassen, das geht nicht in meinen Kopf, zumal es ausserdem zudem noch wichtig ist…das Jugendliche auch mal unter sich heranwachsen sollten und nicht mit NUR mit erwachsenen Menschen, die einem alles finanzieren, vorkauen und einem damit gehörig in die Erziehung reinreden!

    Die Welt ist klein geworden, nun gibts das Internt!!!Liebe Leute, schaut doch mal ins Internet….Die ganzen Kinderforum, Knuddels, ICQ und Co sind alle voll von Phädophilen!!! Wacht endlich auf und schützt Eure Kinder.

    Edit: Ich musste diesen Kommentar bearbeiten, um Hinweise zu entfernen, welche es möglich machen, eine bestimmte Person zu identifizieren.

  10. Lieber Uwe,

    redest du da evtl. über den *.*? Davon haben wir schon einiges gehört, der Mann macht doch auch Aufsicht im Hallenbad und im Freibad. Unser Sohn war dort mal zum schwimmen für einige Wochen, war gerade in einem schwierigem Alter und immer so ein wenig hin und hergerissen. Er hat nie mit uns über irgendwas gesprochen und kam dann eines abends zu meinem Mann und erzählte ihm, dass dieser Kerl ihn gestreichelt hätte und das ihm das sehr unangenehm war. Er hätte das wohl auch bei mehreren Jungs gemacht, die Mädels behandelt der Kerl dagegen aber absolut gleichgültig und lässt sie links liegen.

    Wir waren damals bei der Polizei mit unserem Sohn, die Beamtin sagte uns aber, dass es für eine Anzeige nicht reichen würde, ausserdem müssen konkrete Beweise her! Für mich war das damals Beweis genug, unser Sohn geht dort nicht mehr hin. Wir haben mehrer Eltern informiert.

    Ich kenne diesen Mann nur flüchtig als wir unseren Jungen mal vom Schwimmen abgeholt haben, er machte einen sehr netten und offenen Eindruck aber das scheint ja so üblich zu sein bei Pädophilen, sich bei den Eltern einzuschmeicheln um den Schein zu trügen.

    Nun ja, jetzt ist das schon ein paar Jahre her, aber so ein Mensch ändert sich ja nicht von jetzt auf gleich, wir stehen noch in Kontakt zu einigen Eltern und werden dort mal ein wenig warnen, wir möchten dem Mann ja nicht unrecht tun aber bevor meinem Sohn oder den Kindern anderer Leute etwas zustößt wegen Unachtsamkeit???ich denke da kann man nicht vorsichtig genug sein.

    Viele Grüße

    Edit von Andi: Liebe Nadine, solche Vorwürfe, egal ob berechtigt oder nicht, kannst Du nicht in der Öffentlichkeit unter voller Namensnennung erheben! Dementsprechend habe ich Deinen Kommentar geändert.

    Noch ein Edit: Ich habe weitere Details entfernt, welche eine Identifizierung dieser Person ermöglicht hätten.

  11. Hi Andi, du hast Recht, das ist nicht korrekt, auch wenn man es zu 100% genau weiß, ich wollte nur warnen damit die Eltern bescheit wissen, manchmal kann das ja auch nach hinten los gehen, Danke für Deine Änderung.

    viele grüße

  12. Ich danke ihnen, dass es in dieser Welt noch Menschen gibt, die logisch denken können und einstehen für eine Sache, die ihnen eigentlich völlig egal sein könnnte.

  13. Hallo „Thankful“,
    „egal“, das ist meiner Meinung nach immer eine Art der Betrachtung. Es gibt im o.g. Fall viele Mitwissende die aber offenbar nichts tun, wir haben bereits Flugblätter rumgereicht.

    Es gibt einen sehr guten Freund dieses Mannes, der aber nur ein paar Mal die Woche hierher kommt, Name und Wohnort weiß ich, möchte ich aber hier nicht nennen, mit diesem Menschen würde ich einmal gerne Kontakt aufnehmen, da ich mir vorstellen könnte, dass er in einer ähnlichen Zwickmühle sitzt und nichts sagen will. Wer verpetzt schon seinen eigenen Freund???

    Alle anderen die nun hier wissen worum und um WEN es geht sei nun eins gesagt, wenn Ihr zu feige seit einmal ein Wort zu erheben und Eure oder ander Leuts Kinder zu schützen dann solltet Ihr Euch schämen. Irgendwann kommt der super GAU und dann darf keiner sagen, wir hätten nicht gewarnt!

    Auch von meiner Seite aus sei gesagt, natürlich sehe ich es ein (s.o.) keine Namen hier zu veröffentlichen, das sollte aber auch gar nicht von Nöten sein, Eltern die Ihre Kinder bei einem 40jährigen Mann übernachten lassen oder einfach auf Stress Ihre Jungs bei solchen Leuten abladen???…da sollte man doch mal wach werden, oder.

    Edit: Details entfernt, um eine Identifizierung der Person zu verhindern.

  14. Hallo, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einem Mann, von dem zwei Frauen, die sich gar nicht kennen, unabhängig voneinander stark annehmen, dass er pädophil ist. Klare Beweise gibt es nicht. Eher Hinweise, Interpretationen, Gefühle. Ich bin dadurch aber verunsichert. Je länger ich darüber nachdenke, um so wahrscheinlicher erscheint mir diese Möglichkeit. Kleinigkeiten, beiläifige Bemerkungen des Mannes, Mimik, Gestik, Merkwürdiges, über das ich vielleicht hinweggeblickt habe, erscheint mir vor diesem Hintergrund ganz anders. Wie kann man das unterscheiden? Wie soll ich mich verhalten? Wer hat Tips?

  15. Wie wäre es mit: „Keine Panik“?

    Pädophlie ist nicht problematisch. Kindesmissbrauch ist problematisch. Wenn dieser Bekannte/Freund pädophil veranlagt ist, aber nicht danach handelt, dann besteht überhaupt kein Aktionsbedarf.

    Und außerdem sollte man sehr vorsichtig sein, Menschen wegen eines bloßen Verdachtes auszugrenzen. Wenn das Wort „pädophil“ irgendwo fällt, dann ist die Hexenjagd schon halb im Gang (darum ging es mir in meinem Eintrag).

    Noch einmal zur Erinnerung:

    „Trotzdem gilt es gesichert, dass der überwiegende Teil der gegen Kinder gerichteten Sexualstraftaten nicht von Pädophilen begangen wird, sondern von Tätern, die in ihrer Sexualität primär auf Erwachsene ausgerichtet sind.“

  16. Gibt nur 1 Problem bei der Logik Andi – nur weil 80% der Straftaten von „normalen“ Straftätern begangen werden, sagt das nichts aus über die Prozente der Pädophilen Straffälligen (sowohl 10% als auch 99% waeren hier möglich – 10% wären kein Problem – sind es aber 99% hätte das seine eigenen Probleme)

  17. Schon klar.

    Allerdings geht es zunächst einmal darum, die Gleichsetzung Pädophilie=Kindesmissbrauch aus den Köpfen der Leute zu bekommen!

    Anstatt panisch nach irgendwelchen Aznzeichen dafür zu suchen, dass jemand im eigenen Bekanntenkreis möglicherweise Kinder mag, wäre es viel sinnvoller Ausschau danach zu halten, wo Kinder misshandelt und missbraucht werden.

    Statistiken, wie viele Pädophile tatsächlich straffällig werden, wären natürlich sehr aufschlussreich. Allerdings hätten diese Statistiken das systematische Problem, dass sich kaum jemand jemals ohne Not zu seinen pädophilen Neigungen bekennt, so dass man in Gefahr gerät, eine Statistik zu erhalten, wie viele straffällig gewordene Pädophile straffällig geworden sind…

  18. Liebe Leute, warum denkt Ihr denn eigentlich immer so ganz krass.

    Eines der größten Problemthematiken im Bereich Pädophilie ist meiner Meinung nach weniger (das ist korrekt Andi :-) ) das diese Leute den Minderjährigen etwas Offentsichtliches antun, wir reden hier über Sexuelle Handlungen etc…. viel schleichender kommen meiner Meinung nach solche Sachen wie Bevormundung von Heranwachsenden durch Geld und Sachgeschenke, Bindung durch Geld, eingreifen in die parentiale Erziehung etc…pp

    Lax ausgedrückt, sexuelle Sachen sind mit Sicherheit nicht vorrangig bei Menschen mit diesen Neigungen. ABER um die Jugendlichen dann an sich zu binden legt man sich ins Zeug, macht Geschenke, schenkt Geld, umgeht die Erziehungsmethoden der Eltern….irgendwann ist das Kind ausgewachsen und muss oder sollte wenigstens ohne einen solchen Menschen auskommen, ABER wie soll das gut gehen wenn man von solchen Leuten umziertst wurde und alles vorgekaut bekommt und das gerade in so einer entscheidenen Wachstumsperiode…

    Brisanteres Thema meiner Meinung nach als nur der reine sexuelle Aspekt!

  19. Naja, weißt Du , Nadine – das was Du da gerade ansprichst, das kommt mir schon sehr bekannt vor.

    Allerdings nennt man typischwerweise diejenigen Menschen, die ein solches Verhalten gegenüber Kindern zeigen, nicht „pädophil“, sondern „Opa“ oder „Oma“…

    Natürlich sollten Eltern darauf achten, dass ihnen ihre Kinder nicht von Dritten völlig verzogen werden, aber das ist ja nun wirklich weniger ein Problem, versteckte Pädophilie zu erkennen (wie häufig kommt so etwas vor?), sondern eher ein Problem, dass sich ELtern nicht um ihre Kinder kümmern…

  20. Korrekt Andi,

    normalerweise entdeckt man so ein Verhalten bei engen Freunden, Familienangehörigen wie Oma und Opa und Co….kommt so ein Verhalten aber von einer Person die eigentliche keine nachvollziehbare Bindung zu einem Minderjährigen haben dürfte sollte man wach werden.

    Sowas beobachten wir tag täglich und haben sogar schon die Polizei auf unserer Seite welche dort nun einschreiten wird ,so hoffe ich wenigstens!

    Problem ist, und du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, Eltern sind gestresst, sind froh das Ihre Kinder unter Leute kommen und achten nicht darauf, dass ein fast 40Jahre alter Mann ihre Kinder bevormundet, verzieht und in die Erziehung eingreift. Wie gesagt, ich habe selber Kinder und könnte es nicht ausstehen, wenn meine Kinder bei einem Mann sind, den ich nur vom „Hallo“ kenne und aus div. Ausbilderkursen.!

    Edit: Details entfernt, um eine Identifizierung zu verhindern.

  21. Ich sage ja nur, dass Du hier zwei völlig unterschiedliche Probleme durcheinander wirfst: Einmal das Problem aktiver Pädophiler, welche Kinder sexuell belästigen oder missbrauchen, und zum anderen das Problem, dass Eltern ihre Kinder fremdverziehen lassen.

    Wirklich, verzogene und verwöhnte Kinder oder Jugendliche sind ein Allerweltsproblem, und Pädophile höchst selten die Ursache. In jedem Fall ist Verwöhnen aber, egal aus welchem Motiv, nicht strafbar und sollte es auch nicht sein!

    Genau das ist doch die Falle: Anstatt danach zu fragen, ob sich ein Mensch tatsächlich strafbar gemacht hat, wird versucht, seine geheime oder auch offen gelebte Sexualität heraus zu finden und seine Handlungen danach zu bewerten!

    Wenn ein Pädophiler einem Jugendlichen Geldgeschenke macht, weil er ihn mag oder süß findet, und auch wenn er ihm gelegentlich durchs Haar streichen sollte (was natürlich zur sexuellen Belästigung werden kann, wenn es trotz Bitte, es zu unterlassen, weiter gemacht wird), dann ist das genau so wenig strafbar oder auch nur verwerflich, als wenn irgendein Verwandter es tut (und bitte nicht vergessen, dass erheblich mehr Fälle von Kindesmissbrauch von Verwandten mit „normaler“ sexueller Ausrichtung begangen werden, als von Pädophilen!)

    Pädophile alleine schon wegen ihrer Neigungen ins Gefängnis stecken zu wollen – das ist genau jene Art von Hexenjagd, die ich in meinem Beitrag angesprochen habe.

    Ach ja: Ich lese gerade, dass es hier auch um finanzierte Führerscheine etc… geht… Das bedeutet dann aber, dass es sich, zumindest in diesem Fall, NICHT um ein Kind handelt, und auch nicht um einen Fall von Pädophilie, denn Heranwachsende, die alt genug sind, ihren Führerschein zu machen, sind ganz bestimmt auch alt genug, alleine über ihre Sexualität zu bestimmen! (Jugendlichen finanzielle Gegenleistungen für Sex zu bieten, ist natürlich auch strafbar – oder wird es sein, sobald die EU-Richtlinien in deutsches Gesetz umgesetzt werden/wurden, da blicke ich nicht mehr durch – aber erstens scheint das hier nicht der Fall zu sein, und zweitens hat es dann immer noch nichts mit Pädophilie zu tun.)

  22. Hallo, ich habe da mal eine Frage!
    Wenn ein Pädophiler durch sexuellen Mißbrauchs eines kleinen Kindes aufgefallen und verurteilt worden ist, mit einer Bewährungsstrafe davongekommen ist und man ihn auf mehreren Internetseiten (Chats) entdeckt und seine Bekannten dort darüber in Kenntnis setzt, mit wem sie es zu tun haben, würde man sich damit strafbar machen?
    Der Tatbestand einer üblen Nachrede bzw. der Verleumdung ist ja damit nicht gegeben, oder irre ich mich?
    In manchen Ländern gibt es ja sogar Internetseiten, auf denen man sich erkundigen kann, ob so Einer, sprich ein Sexualstraftäter in der eigenen Nachbarschaft ansäßig ist!
    Ich würde mich über eine Antwort freuen,
    LG, N.

  23. Ich weiß ja nicht, wie viele Juristen meine Seite lesen.

    Auf jeden Fall würde ich empfehlen, rechtliche Fragen in einem entsprechenden Forum vorzubringen.

  24. Hallo,

    zufällig bin ich auf diesen Blog gestoßen und finde ihn sehr gut. Und selten, denn häufig werden einem Schwanz-Ab Parolen an den Kopf geworfen.

    Ich bin pädophil. Keiner von den Leuten, denen ich mich bisher offenbarte, hat mich deswegen verstoßen – doch auch nur, weil ich Zeit hatte mich zu erklären.

    Wie das wohl ist auf kleine Mädchen zu stehen? Schön und schlecht zugleich. Mit ihnen zusammen zu sein – es gibt nichts schöneres. Sich jede Nacht vor dem Einschlafen der Probleme bewusst zu werden, die diese Ausrichtung mit sich bringt – die Hölle. Jeder Heterosexuell/Schwule/Transe usw… kann die Leute ansprechen, die er mag. Nur wir nicht. Und wenn man dann ein Mädchen kennengelernt hat, beginnen die Eltern, Nachbarn, meine Kumpels skeptisch zu werden. Warum beschäftigt er sich so eingehend mit den Kindern? Wieso mögen sie ihn so schnell? Und schwuppdiwupp sind die Kinder wieder weg, weil alle Angst haben. Sehr wahrscheinlich habe ich mich vorher in sie verliebt und bin danach für Monate total niedergeschlagen. Finde ich schade. Ich möchte die Kinder nicht anfassen, obwohl ich es mir als äußerst angenehm vorstelle. Aber das kann für sie und für mich folgenschwere Konsequenzen haben. Also reduziere ich meine Zuneigung auf das bloße Zusammensein. Es sind nicht nur die sexuellen Reize, die mich an ihnen interessieren (schmaler Körper, flache Brust, das Unschuldige allgemein…), sondern auch die inneren Werte eines Kindes: Aufgeschlossenheit, ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Spontaneität, Begeisterungsfähigkeit. Alles Dinge, die ich bei den Erwachsenen so nicht mehr finden kann. Keine erwachsene Frau wird mich jemals so fesseln können, wie ein Mädchen (ich bin auch heterosexuell).

    So, das lag mir jetzt so auf der Zunge. Wäre wirklich schön, wenn man auf entsprechende Hilfseinrichtungen zurückgreifen könnte, um sich nicht ganz so alleine zu fühlen. Und das würde den einen oder anderen Pädophilen auch davon abhalten, mit einem Kind in sexuellen Kontakt zu treten, da man eigentlich kaum „brauchbares“ Wissen bekommt.

  25. nochwas: ich sehe grad den Eintrag mit dem Kinder verziehenden Pädophilen.

    Keine Ahnung wie das bei anderen Pädos ist, aber ich mache ihnen keine ungefragten Geschenke und verziehe sie auch nicht. Wenn meine kleine irgendwas nicht richtig macht, sage ich es ihr auch. Aber ganz lieb und aus der Ebene des Kindes. Nicht mit Verboten arbeiten, sondern mit der Einsicht des Kindes. Nur wenn das überhaupt nicht funktioniert, werde ich auch mal lauter (obwohl ich mir das auch selten traue, bin ja nicht ihre Eltern)

    Andererseits bin gehe ich mit den Kindern natürlich freundschaftlicher um als andere Erwachsene, mache auch mal den ein oder anderen grenzwertigen Spaß mit. Die Grenzen sind also etwas gelockert, aber nicht so, dass man Kinder damit verziehen könnte.

  26. Kompliment für diese differenzierte und fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema Pädophilie. Ein Lesetipp zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit pädophilen Neigungen: http://www.paedophilie.info.

  27. >Andi, Kompliment, sehe erst zum 2ten mal eine Neutrale „Pedo-Bewertung“ im netz.

    also ich selbst habe mich lange mit diesem Thema auseinander gesetz und finde ebenfalls das zu einseitig darüber gesprochen wird.

    ich will nicht zuweit ausholen um dein Blog nicht zu sprengen, aber viele Aspekte sind bisher noch nie in die Erwähnung um das pedo-Sein geflossen.

    trotdem lasse ich diese Punkte erstmal weg.
    viel mehr interessiert mich, wieso zb. in den Komments zu deinem Blog das „verziehen“ so eine Bedeutung gewinnt, ich meine wir reden über verziehen im zusammenhang von verlust der Selbstständigkeit bzw. veränderung der Persönlichkeit.

    Würden die meisten Anti-Pedos mal ihre Augen öffnen würde ihnen auffallen, das am Anfang nur ein kleines Kind da liegt, mit ein paar grundeigenschaften nicht mehr.

    Alles weitere ist erziehung und verziehung (wohl eher ein Standpunkt-Frage, als Tatsache)

    mir fällt es oft auch wenn ich mich für nicht pedofil halte schwer zu verstehen worin sich der einfluss eines Pedos so extrem zb. von modernem Hiphop unterscheidet?
    Beides arbeitet mit der Methode des „Ich verstehe dich besser als die anderen“ „und höre dir zu“ „werde zu deiner Stimme“ „und du in meinem Konzept ein Teil von mehr“ „ich gebe dir halt wir du mir…“…. .

    natürlich lasse ich außer acht das den Pedofilen vom hiphoper 3 Dinge unterscheiden, zm einen steht dieser nicht auf Kids, zum anderen will er Geld machen, und zu guter letzt tut ers um Cool zu sein.

    vielleicht schreibst du ja diesen Beitrag um, oder löscht ihn ?, wie du magst?
    ————————–

    mal ab von allem, wäre ich mir gar nicht so sicher ob der Sex einem Kind in (in einzelnen Fällen)schaden zu fügen würde, würden wir nicht in einer Gesellschaft leben, in der man schon durchs alleinges Wissen um diese Tat sich geächtet fühlen würde.

    leider ist es wirklich so das unser Denkmodell (für Pedos) nicht in jeder Gesellschaftlichen Konstellation funktionieren würde, das schlimme ist dabei nicht das ein Pedo eventuell niemals seine Phantasien ausleben könnte, sondern das eine solche überlegung im Exil des Leben dazu führen könnte das er zu weit geht.

    Ich glaube fest dadran das viele heutige Opfer sexueller übergriffe nie geschehen wären, hätten Pedofile auch die Mögichkeit offene Ohren zu finden, ohne Dämonesiert zu werden, oder als unheilbarkranke Opfer ihrer Sexualität zu gelten, und sich zuflucht in ihrer Phantasie sichen in der sie gegebenfalls ihre Begierden zerstören um von ihren Demonen losgelassen zu werden.
    ————————————–

    Aber in unserer Gesellschaft möchte man sich der Frage nicht annehmen und das aus gutem Grunde, müssten wir doch damit beginnen die gesammte Moral unserer Popkultur, Medienlandschaft und Geldverdienens, und zwischenmenschlichem lebens in frage stellen.
    Ausbetung ist nämlich bei weitem keine Frage des alters.

    —————————
    Anbei gibt es von Pedofilen noch etwas zu lernen:
    und zwar können sie aus folgendem Gründen so gut mit Kindern (nicht die perversen sondern die Softiger-pedos).:
    Sie hören den Kindern zu, geben ihnen halt, träumen mit ihnen mit und halten diese nicht für
    Kinder, sondern für junge weniger erfahrene Erwachsene.

    tut mir leid das mein text so lang geworden ist.

    Aber ich hatte einmal ein Blog gestartet und gesagt man müsste doch versuchen aus beiden Seiten das Problem zu betrachten, die Hassliste war ungemein lange, und man drohte mir mit der polizei, und wünschte mir das man mich vergewaltigen sollte damit ich weis worüber ich rede.. .

    in unserer Gesellschaft gibt es eben zu terrorismuss und zu pedos nur 1 einzig richtige Meinung.

    Anbei noch was zum Bademeister,
    es ist schade, sicherlich könnte man ihm helfen würde man mit ihm offen unter 4 Augen reden können, aber würde er das, wäre er morgen Job und Hauslos…
    ich glaube das viele Pedos gute Menschen sind, aber leider glaube ich auch das ihnen schwer fällt bei passender Gelegenheit zurück zu halten,
    sprich, wenn ich ein Mädchen oder Junge bin, und signalisiere das ich deine Streicheleinheiten mag und mehr möchte und mich für noch mehr öffne, kann das in ungeahnte tiefen führen.
    Wie soll sich ein Pedo dagegen wehren? Wenn er doch dem Kind den Wert eines Jungen weniger erfahrenen Erwachsenen zuordnet.
    Das funktioniert alleine schon deshalb nicht weil unsere Kinder unselbstständig erzogen werden.

  28. Also irgendwie stößt mir dieses ganze Thema extrem auf.
    Beruflich bzw. Ehrenamtlich bin ich in meiner Vergangenheit nicht nur einmal sondern insgesamt drei mal auf das Them sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen gestoßen. Aölle drei Fälle waren erfindungen der Kindesmutter um Unterhalt oder Sorgerechtssituationen zu erpressen. Dies nur mal als Einzelfallbeispiel.Tatsächlich habe ich im Umfeld auch mit Jugendlichen gearbeitet, die sexuel übelst Mißbraucht wurden.Meist geschah dies in der unmittelbaren Umgebung oder aus dieser durch Kontaktherstellung.
    Dies ist ganz klar absolut verachtenswert und die Spätfolgen sind für die Kid`s teilweise ein Graus für ein ungestörtes vertrauensvolles Sexualleben in der Zukunft.
    Aber nun zum Kern, ich habe mit 12 1/2 Jahren die Mutter eines Freundes “ verführt“, daran denke ich heute mit mitte 30 noch sehr gern und es war damals so wie rückblickend auch heute noch ein herrlich geniales Erlebnis.
    Darum hier mein Einwand, können wir alle nicht etwas differenzieren??
    Muß es immer die globale Keule sein die da geschwungen wird, gegen Pädophile, Schwule, Juden, Ausländer,usw.usw.
    Etwas mehr hinschauen und etwas weniger hetzen täte manch einem Bürger doch recht gut.

  29. Hallo, Andi!

    Wie Du sicher schon selbst gemerkt hast, bist du ziemlich auf verlorenem Posten damit, die immer schlimmere Züge annehmende Hexenjagd beenden zu wollen. Selbst in Deinem Blog finden sich, selbst nach den von Dir vorgenommenen „Berichtigungen“ kaum mehr als angst- und haßerfüllte Texte. Vor allem in bezug auf diesen einen – mir nicht bekannten – angeblichen Pädophilen, den anscheinend selbst nach der durch Dich vorgenommenen Unkenntlichmachung alle zu kennen scheinen, ist auch hier nichts anderes getan worden, als zum Sturmangriff auf diesen zu blasen…

    Ich weiß nicht, ob es in der heutigen Zeit gut ist, wenn ich mich dazu bekenne, pädophil zu sein, auch wenn ich seit meinem 18. Geburtstag im Zölibat lebe und mich seither nicht mehr „betätigt“ habe. Denn Dein Aufruf zur Toleranz behandelt nur die Wahrung der Menschenrechte, beinhaltet aber nicht das Verständnis. Das kann es auch nicht, weil es Dir ja selbst abgeht. Du verwendest das Wort „pervers“, ohne es zu hinterfragen und betrachtest Pädophilie an sich als „pervers“. Dieses Wort bedeutet nichts anderes als „verkehrt“ oder „umgekehrt“. Wer aber bestimmt, was „richtig“ und was „verkehrt“ ist? Wurden nicht auch die „Schwulen“ bis in die Siebziger (die ich als Jugendlicher erlebte) als „Perverse“ bezeichnet? Heute sind sie etabliert und sogar Außenminister und Regierender Bürgermeister von Berlin. Panta rei, wieder ein griechischer Begriff. Alles fließt, alles ändert sich. Damit meinten die griechischen Philosophen AUCH schon die Meinungen und Überzeugungen der Menschen…

    Wann fing denn das Gelaber von den bösen pädophilen Kinderschändern an, von denen ja heute hinter jedem Busch wenigstens 20 lauern, wie wir als treudoofe BLÖD-Zeitungs-Leser alle wissen? War es nicht die Wendezeit und die damit in der Folge einhergehende allgemeine Amerikanisierung Europas, die uns diese Haßtiraden eingebrockt haben? Selbst unter russischen und japanischen Webseiten kann man heute lesen, daß man sich nach dem „U.S. 2256“ richtet. Und wenn ein hoher amerikanischer Gast nach Brüssel kommt, zieht man dem berühmten Maneken Pis eine Uncle Sam Kluft an. Man will ja auf keinen Fall die moralisch geschulten Augen des Gastes durch kindliche Nacktheit erblinden lassen! Und in einem Blog über die suspendierte Kindergarten-Tante, die die Kleinen damals nackt auf dem Hof der Einrichtung spielen ließ, was einem islamischen Vater mißfiel, war von einer äußerst besorgten Mutter zu lesen: „wir wissen doch, daß da 20 Opas mit Schokolade um den Zaun stehen“! Wie will Dein Appell an die Vernunft bei solchem Denken „ganz normaler“ Menschen je auf fruchtbaren Boden fallen?

    Außerdem: Vor meinem 18. Geburtstag hatte ich mannigfaltige sexuelle Kontake zu Kindern jedes Alters und beiderlei Geschlechts. Und ich bin mir absolut sicher, daß das den Kindern in keiner Weise geschadet hatte, erst recht, weil ich viele Jahre später zwei dieser ehemaligen Kinder wiedertraf. Am Beispiel einer Kylie Freeman kann man allerdings sehen, daß zwanzigjährige moralistische Hirnwäsche ebensolche Kinder dazu bringt, später das Gegenteil des Erlebten vor Gericht zu behaupten und damit den bösen „Täter“ für 50 Jahre hinter Gitter zu bringen. Zur Zeit tun sich ja besonders die Porno-Jäger mit merkwürdigen Pamphleten hervor. Nein, ich meine nicht speziell eine berühmte blonde Dame, die gern mit Stopschildern herumfuchtelt und vom Internet keine Ahnung hat. Ich meine eher die „Allgemeinheit“ plus diejenigen, die sich dazugehörig fühlen. Da ist von Tausenden „Kinderporno-Seiten“ im Netz die Rede, die man dringlichst stoppen, schließen oder was immer sollte. Aus Sicht eines Typen, der nach solchen Seiten sucht, ist das aber zu mehr als 99 % reiner Betrug. Jede Menge „normale“ Porno-Seiten geben sich Überschriften, als seinen sie pthc, aber zu finden ist dort nichts Illegales. Mitgezählt werden sie von den Eiferern aber dennoch. „Pedos verarschen“ ist unter 15 bis 25-Jährigen DER neue Volkssport. Typen von 17, deren Lieblingsfach in der Schule auf keinen Fall Deutsch war, geben sich in allerlei Chats als Zwölfjährige aus, die Kontakte zu Männern suchen, nennen sich „lovely12“ oder so ähnlich und freuen sich dann wie ein Schneekönig, wenn sie mit ihrem falschen Gesäusel bei dem einen oder anderen hirnlosen Typen Erfolg haben. Dann bloggen sie: „XYZ iss ein peddo-Chat“ oder so…

    Was wollt Ihr die Pedos noch bestrafen? Sind sie nicht schon gestraft genug? Und auch Du, Andi. Du verlangst, ja setzt geradezu voraus, daß Pädophile etwas leisten, wozu auch Du sicher nicht im Stande wärest, nämlich lebenslange Enthaltsamkeit! Und wer es nicht ist, ist eben der „Böse“ oder „Perverse“! Danke für Deinen Aufruf zur Toleranz, der in Wahrheit keiner ist, aber des Problems Lösung müßte ein anderes sein. Bitte informiert Euch, was wirklich Sache ist. Aber dazu müßtet Ihr nicht die Kontakte zu wirklichen oder vermeintlichen Pädophilen abbrechen, aus welcher diffusen Angst heraus auch immer, sondern im Gegenteil suchen! Und anstatt „mißbrauchte“ Kinder von vornherein zu „Opfern“ zu erklären, solltet Ihr einmal moralfrei mit ihnen über ihre Gefühle reden. Vor allem sollten die Erwachsenen von ihrem hohen Roß herunterkommen und die Kinder als ebenbürtig ansehen! Denn genau das tun die Pädophilen…

    • Kinder sind Erwachsenen NICHT „ebenbürtig“. Erwachsenen, und insbesondere ihren Eltern gegenüber, besitzen sie ein angeborenes Vertrauen und das Bedürfnis, deren Wünschen zu folgen. Dieses Vertrauen kann auf vielerlei Art missbraucht werden und wird es auch, wobei das Drängen eines Kinds zu sexuellen Handlungen nur eine Form dieses Missbrauchs ist. Ideologische Indoktrination, die dazu führen kann, dass Kinder sich einer Religion oder gar einer kämpferischen Bewegung anschließen, ist eine andere. Erwachsene besitzen enorme psychologische (aber auch unmittelbare physische) Macht über Kinder – von Ebenbürtigkeit kann hier keine Rede sein!

      Es ist allerdings richtig, dass das Schutzalter von 18 Jahren eine willkürliche Festsetzung ist, die weder wissenschaftliche Grundlagen besitzt, noch unterschiedliche individuelle Entwicklungen bei Jugendlichen berücksichtigt. Es ist auch richtig, dass Handlungen, welche ein Kind als lustvoll und natürlich empfinden kann, von diesem möglicherweise später in seinem Leben auf Grund gesellschaftlicher Indoktrination rückwirkend als Missbrauch umgedeutet werden können.

      Nichtsdestotrotz ist der generelle Ansatz richtig, Kinder vor Missbrauch dieser Macht, welche Erwachsene über sie haben, zu schützen. Ebenso wie bei vielen anderen Aspekten des menschlichen Lebens muss ein Kind den Umgang mit seiner Sexualität erst erlernen, und es ist ebenso falsch und absurd, eine altersunabhängige Beziehungsfähigkeit zu postulieren, wie es bei einer altersunabhängigen Geschäftsfähigkeit oder eine entsprechenden Fähigkeit im Umgang mit Drogen absurd und falsch wäre.

      Schließlich neigen Pädophile (wie auch Dein Post belegt) auf Grund ihrer seelischen Nöte verständlicherweise dazu, sich selbst in die Tasche zu lügen, indem sie sich einreden, nicht für ihre eigenen Interessen, sondern für diejenigen der Kinder einzutreten. DAS IST NICHT DER FALL. Die Initiative für den sexuellen Umgang mit präpubertären Kindern geht immer von den Erwachsenen aus. Das Argument „aber es gefällt ihnen doch!“, zählt nicht – wenn man ein Kind in einen Drogenrausch versetzt, gefällt ihm dies vermutlich auch. Pädophile bedienen ihre eigenen Gelüste, und sie benutzen dafür Kinder. Sich dies einzugestehen, ist für sie ein notwendiger Schritt, um ihre sexuelle Veranlagung zu verstehen.

      Wie ich in meinem Beitrag schrieb: „…nichtsdestotrotz finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass man hier anderer Meinung sein kann und darf, und dass insbesondere Pädophile hier natürlich Gründe haben, anderer Meinung zu sein!“

      In dem Interessenkonflikt zwischen Pädophilen, welche darunter leiden, ihre Neigungen nicht ausleben zu dürfen, und Kindern, deren sexuelle, psychische und soziale Entwicklung gefährdet wird, schlägt sich die Gesellschaft jedoch (und das unterstütze ich!) auf die Seite der Schwächeren: der Kinder. Über die exakte Ausgestaltung der entsprechenden Gesetze kann und sollte man diskutieren, und der Umgang mit pädophilen Menschen sollte sich ändern (siehe mein Beitrag), aber diese Grundsatzentscheidung ist nicht verhandelbar.

  30. @Andreas Pischner:
    Lies mal bei den europäischen Philosophen des 19. Jahrhunderts nach. Diese schrieben über die angebliche Unmöglichkeit einer Ebenbürtigkeit der Frauen ziemlich ähnliche Zeilen! Daß Erwachsene über Kinder Macht ausüben (zumindest können, fast nach Belieben), ist kein Naturgesetz, sondern eine Erfindung der bürgerlichen Gesellschaft. In vorbürgerlicher Zeit waren Kinder den Erwachsenen rechtlich sehr wohl ebenbürtig. Sie konnten ihre Rechte selbst in Anspruch nehmen, auch vor Gericht, und brauchten dafür keinen Erwachsenen, der das in ihrem Interesse (oder oft auch im eigenen) tut. Seit etwa 200 Jahren dagegen sind Kinder juristisch rechtlos. Sie gelten als „nicht geschäftsfähig“ und können ohne Erlaubnis ihrer Eltern weder ein paar Euro verdienen noch damit etwas kaufen. Sie dürfen keine Verträge abschließen und erst recht nicht vor Gericht gehen. Und für blöd werden sie auch noch gehalten, wenn z.B. in einer Fernsehsendung die Rede davon ist, daß Schimpansen die Intelligenz drei- bis vierjähriger Kinder besäßen. Selbst das „Kinderschutz“-Gesetz ist in Wahrheit ein Kinder-Bescheiß-Gesetz. Es ist NICHT verboten, Kinder arbeiten zu lassen, es ist lediglich verboten, sie dafür zu bezahlen! Erwachsene greifen in Rateshows für Antworten auf Fragen, die Schulanfänger beantworten könnten, zuweilen gar eine Million ab. In Rateshows für Kinder, in denen die Fragen auch nicht schwieriger sind, gibt es dagegen Fahrradhelme, Schulranzen oder allerhöchstens ein paar Hunderter für die Klassenkasse!!! Nur bezahlte Arbeit gilt im Bürgertum als Arbeit. Daher DÜRFEN Kinder für Leistungen garnicht bezahlt werden, denn das verbietet das Kinder-Bescheiß-Gesetz! In Familienbetrieben z.B. in der Landwirtschaft können Kinder allerdings zuweilen bis zum Umfallen schuften, denn das kriegen sie ja nicht bezahlt!…

    Wenn ein Erwachsener einen anderen ohrfeigt, dann ist das Körperverletzung und strafrechtlich ein Verbrechen. Es gab bereits mehrere Vorstöße linksgerichteter Politiker diverser Parteien, endlich das Ohrfeigen von Kindern ebenso zu behandeln, die sich gegen den Konservativismus ebenfalls diverser Parteien aber nicht durchsetzen konnten. Beim letzten Vorstoß einiger grüner Abgeordneter waren es vor allem die hochmoralischen Damen der CSU, die verhinderten, das Prügelverbot ins Grundgesetz zu schreiben. Und eine dieser ganz besonders moralischen Damen, die auch lauthals gegen die bösen „Kinderschänder“ wettert, wann immer sich die Gelegenheit bietet, trat damals sogar vor die Kamera und hatte keinerlei Skrupel zu erklären, daß sie sich von „diesen Leuten“ doch nicht das Recht nehmen lassen wolle, ihre Kinder zu ohrfeigen! Warum die Reporterin nicht fragte, wer ihr denn dieses „Recht“ überhaupt gegeben habe, darf hinterfragt werden! Immer noch betrachten etwa 30 % der deutschen Erwachsenen Schläge als tolerierbares Erziehungsmittel! Die Justiz geht erst dann dagegen vor, wenn das Kind im Krankenhaus landet! Beim sogenannten „sexuellen Mißbrauch“ dagegen ist man weit weniger großzügig als bei allen anderen Formen des Mißbrauches von Kindern, denn diese sind allesamt erlaubt. Und was nicht verboten ist, das wird in der bürgerlichen Gesellschaft bekanntlich auch reichlich getan!

    Und damit sind wir beim eigentlichen Thema. Als der bürgerlich-moralische Gesetzgeber den Kinderschänder-Paragraphen erfand, ging er eindeutig davon aus, daß Kinder asexuelle Wesen seien, die an sexuellen Handlungen mit Erwachsenen überhaupt nicht interessiert sein KÖNNEN. Daß die Psychologen seit Sigmund Freud (anno 1905!!!) das genaue Gegenteil behaupten, interessierte dabei nicht die Bohne. Schließlich gibt es ja viel mehr „Gartenzwergler“ mit ihren moralischen Ansichten als Wähler denn Psychologen! Das Postulat vom asexuellen Kind läßt sich mittlerweile zwar nicht mehr halten, aber man verwendet ein anderes Konstrukt, um den Erwachsenen zu kriminalisieren, der sexuelle Handlungen „an einem Kind“ (nicht etwa MIT einem Kind!!!) verübt. Dabei ist absolut unerheblich, von wem die Initiative ausging und ob das Kind diese Handlungen wollte oder nicht! Es hat gefälligst Opfer zu sein – und wehe wenn nicht! Kennst du die Kinderporno-Videos von „Vicky“ (Kylie Freeman) und die tragische Geschichte, die sich 20 Jahre später nach reichlicher Gehirnwäsche durch einen extrem religiösen Stiefvater ereignete? Daß „Vicky“ damals NICHT von ihrem leiblichen Vater dazu gezwungen wurde, erkennt in den Videos Jeder, der keine moralinsauren Scheuklappen trägt! Dennoch wurde der Mann, der niemandem etwas Böses getan hat, zu 50 Jahren Knast verurteilt. Oder man denke an den damals elfjährigen Schweizer Jungen, der die kleine Schwester an eine verbotene Stelle gefaßt haben SOLL und deswegen monatelang wie ein Schwerverbrecher behandelt wurde! Ich glaube zwar auch, daß er es tat, aber dann müßte man JEDEN Elfjährigen einsperren und in Ketten legen, der eine kleine Schwester hat!!! Und diese amerikanische Moralinsäure zerfrißt nun seit dem Mauerfall auch zunehmend Europa. kein Wunder, denn die europäischen Laubenpieper ziehen sich nebst 6 Stunden Werbung auch noch 12 Stunden US-Filme und -Serien täglich hinein und übernehmen seither deren krude Moral direkt via Privat-Fernsehen. Daher braucht man sich natürlich nicht zu wundern, daß nicht weniger als 4 US-amerikanische Fernseh-Prediger bei der „Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften“ ein und ausgehen und daß deren derzeitige Vorsitzende ebenso wie du der Meinung ist, es gäbe ein Machtgefälle zwischen dem beteiligten Erwachsenen und dem Kind, das der Erwachsene in jedem Falle ausnutzen würde, um über die Wünsche des Kindes hinweg nur die eigene Befriedigung im Sinne habe! Ganz Utah wäre stolz auf diese Frau! Übrigens verbietet das Grundgesetz Zensur! Aber wer wolle schon behaupten, daß diese Bundesprüfstelle eine Zensurbehörde sei? Immerhin legt eine Zensurbehörde doch fest, was veröffentlicht werden darf und was nicht! Und die Bundesprüfstelle tut ja etwas ganz Anderes: Sie legt doch bloß fest, weas veröffentlicht werden darf und was nicht! Ist doch absolut verfassungskonform und natürlich hochmoralisch! Oder etwa nicht?

    Ich oute mich an dieser Stelle öffentlich als pädophil – natürlich nicht mit Klarnamen, denn lebensmüde bin ich mit 50 noch nicht. Dennoch darf ich nicht vergessen zu erwähnen, daß ich seit meiner Volljährigkeit vor 32 (!!!) Jahren keinen aktiven Umgang mehr mit Kindern im Sinne der deutschen Rechtssprechung hatte. Also rennt mir bitte nicht ab morgen mit Baseball-Schlägern und Käse-Dolchen die Türe ein! Immerhin gilt in Moralisten-Kreisen auch der Mord an solch einem Unmoralischen wie mir als hochmoralisch – man denke dabei an die Morde an Abtreibungs-Ärzten bei unserem ach so großen Vorbild USA! Und natürlich alles im Namen Jesu! wegen dieser Vorbildwirkung mischen wir uns ja seit Jahren ebenso wie diese in fremde Kriege ein, bei denen sich natürlich auch zivile Opfer nicht vermeiden lassen und sch*** dabei auf Grundgesetz und Kriegs-Paragraphen! Seit Joschka Fischer und Kosovo…

    In einer pädophilen Beziehung gibt es wirklich ein Machtgefälle: Das Kind hätte die Macht, den Erwachsenen zu vernichten! Und wenn das Kind nicht ganz klein ist und mindestens durchschnittlich klug, dann weiß es das auch!!! Zuweilen nutzen Kinder diese Macht auch aus! Sind sie doch längst von dieser gewinnsüchtigen Gesellschaft korrumpiert, spätestens bis zum Schuleintritt! Daß sich die Moralisten seit jeher fragen, warum die Kinder das nicht tun und den (meist) Mann erst nach langwieriger Befragung durch „geschulte“ Psychologen verraten, ist logischerweise der moralinsauer beschränkten Sichtweise zu verdanken. Wenn das Kind als asexuelles Wesen kein Interesse am sexuellen Umgang mit einem Erwachsenen haben KANN, dann gibt es für den Moralin-Säuerling nur eine plausible Lösung: Der böse Erwachsene hat das Kind mit Drohungen oder Ähnlichem dermaßen eingeschüchtert! Daß das Kind nicht will, daß der Geliebte in den Knast muß oder gar von hochmoralischen Mördern und Dieben dort drin mißhandelt wird, kommt ihnen erst garnicht in den Sinn! Dir wahrscheinlich auch nicht, oder?…

  31. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man als Gegner der Lynchjustiz bei Pädophilen selber ins Visier der Gesellschaft geraten kann.

    Für mich gelten Menschenrechte, unabhängig von den Problemen die ein einzelner Mensch bereiten kann. Der Kampf um die Menschenrechte war hart und jeder von uns sollte dafür sorgen, dass die Menschenrechte nicht mit Füßen getreten werden.

    Die Verantwortung wird auch immer so gerne auf die Gesellschaft abgewälzt. Als ob die Gesellschaft ein übergeordnetes Wesen ist, dass gottgleich uns steuert. Fakt ist aber, dass die Gesellschaft sich aus dem Handeln eines jeden Individuums definiert. Die Gesellschaft zu verteufeln bedeutet auch, sich selbst zu verteufeln. Möchte man in der Gesellschaft etwas verändern, kann man nur sich selber ändern und dadurch auch Einfluss auf sein Umfeld nehmen.

    Mein Erlebnis über den Lynchmob habe ich in meinem Blog niedergeschrieben. http://philippgensel.de/hass-auf-paedophile


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