Ich habe genug!

Naja, nicht gerade genug Geld, und es gibt auch noch ein paar andere Sachen, wo meine Ansprüche nicht gerade übererfüllt werden. Aber bei den allermeisten Dingen gilt: Es reicht mir!

Wir leben in Deutschland in einer Überflussgesellschaft. Ich hatte heute bei Aldi die Wahl zwischen sieben verschiedenen Sorten Würstchen – und Aldi ist ein Discounter, der eine geringere Auswahl zu Gunsten eines besseren Preis-Leistungverhältnisses bietet! Ebenfalls maximal 5 Minuten Fußweg von meiner Wohnung entfernt befinden sich Kaisers, Lidl und Plus sowie ein türkischer Supermarkt, außerdem bestimmt ein Dutzend weiterer Lebensmittelläden (Bäcker, Metzger etc…) und Drogerien. Mein Bedarf an Lebensmitteln und Hygieneartikeln wird mehr als nur gedeckt. Im selben Radius befinden sich drei Dönerbuden, fünf weitere Imbisse und ein halbes Dutzend Internetcafes.

Ich habe Kabelfernsehen. Wie viele Sender ich da genau empfange, müsste ich nachprüfen – eingestellt habe ich knapp dreißig, glaube ich. Mit Annas DV-BT kommen noch ein paar weitere hinzu. Am Zeitungskiosk kommen jede Woche mehr verschiedene Zeitungen und Zeitschriften an, als ich in diesem Zeitraum lesen könnte. Pro Woche starten mehr als sieben Kinofilme – selbst wenn ich jeden Abend ins Kino ginge, könnte ich sie nicht alle sehen! Wie viele Bücher erscheinen, kann ich nur erahnen, aber ich gehe stark davon aus, dass es in einem Jahr mehr sind, als ich in meinem ganzen Leben lesen könnte.

Und das Internet ist randvoll mit Internet-Seiten. Nee, ehrlich, das ist Euch doch bestimmt auch schon aufgefallen? Nachrichtenseiten, Communityseiten, Spieleseiten, Foren, Blogs… Das Internet ist ein Ozean an Kommunikation, Information und Unterhaltung, der sich in irrwitzigem Tempo vergrößert.

Was immer mir an Dingen fehlt, die ich konsumieren oder rezipieren kann, es ist nicht MEHR. Ich brauche keine weiteren Würstchensorten, zusätzlichen Wochenzeitschriften oder neue Internet-Artikel, nur um mehr von allem zu haben.

Was ich brauche, ist BESSERES.

Von den sieben Würstchensorten bei Aldi war nicht eine einzige, der kein Milchzucker beigemengt war. Bei ca. 10% erwachsenen Kaukasiern mit Milchzuckerunverträglichkeit (90% bei anderen Rassen) finde ich das schon irritierend! (Weil ich Appetit auf Würstchen hatte und mit meinem vollen Rucksack nicht noch einen weiteren Laden aufsuchen wollte, habe ich dann einfach mal die Sorte, die am leckersten aussah, probiert. Ich habe sie vertragen, aber sie hat nach absolut gar nichts geschmeckt.) Was Fernsehsender angeht, kommt es ab und zu vor, dass ich Lust habe, abends einfach den Fernseher einzuschalten und einen guten Film oder eine interessante Sendung zu sehen – und dann blättere ich online die Programme durch und stelle fest, dass es einfach nichts gibt, was mich interessiert! Wie kann das sein, bei 20-30 Sendern?

Naja, und was das Netz anbetrifft… ich erzähle wohl niemandem etwas Neues, wenn ich darauf hinweise, dass sich das meiste einfach nicht zu lesen lohnt! Die meiste Zeit verbringe ich auf Seiten, die sich mit meinem zweitliebsten Hobby, Magic, befassen. Klar, je mehr mich ein Thema interessiert, desto eher bin ich natürlich bereit, bei Artikeln darüber über kleinere Unzulänglichkeiten hinwegzusehen. Und trotzdem finde ich immer wieder Texte, bei denen ich nicht nachvollziehen kann, warum sie überhaupt geschrieben wurden! Moment – die Antwort ist hier natürlich, dass es immer noch viele Leute gibt, die sie lesen wollen – aber genau das kann ich eben nicht nachvollziehen!

Was ist so toll daran, VIEL Müll zu haben? Warum schrauben wir in einer Gesellschaft, in der fast alle Dinge im Überfluss zu haben sind, unsere Ansprüche derart zurück?

Wir werden in der Konsumgesellschaft dazu erzogen, VIEL zu wollen und dafür nicht genau hinzusehen, wie GUT es eigentlich ist. Wenn eine Firma vor der Wahl steht, Geld darin zu investieren, ein Produkt zu entwickeln, das deutlich besser ist als das von der Konkurrenz, oder dieses Geld in eine Werbekampagne zu stecken, welche ein bestehendes, weniger gutes Produkt bekannter macht, dann fällt die Entscheidung leicht. Qualität kann sich nur durchsetzen, wenn sie auch vom Verbraucher eingefordert wird! Das versäumen wir aber in der Regel, einfach, weil es mühsam und zeitraubend ist, Qualität selbständig zu beurteilen.

Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir in einer Welt der Vielfalt, aber mangelnden Qualität leben. Kaufen wir lieber im Internet oder beim Fachhandel, wo wir eine kompetente Beratung bekommen, aber dafür etwas mehr zahlen müssen? Die Antwort auf diese Frage fällt dermaßen eindeutig aus, dass diese Art von Fachhandel schon beinahe ausgestorben ist. Wir haben uns daran gewöhnt, Software zu kaufen, die nicht wirklich funktioniert und Telefonverträge bei Firmen abzuschließen, deren Kundenservice diesen Namen nicht verdient. Wir haben uns daran gewöhnt, im Fernsehen superdämliche Sendungen anzusehen, die durch eingestreute Werbeblöcke auf die doppelte Laufzeit verlängert werden. Die Alternative, einfach WENIGER zu akzeptieren (zum Beispiel auch deswegen weniger, weil wir es teurer bezahlen müssen) ergreifen wir nicht!

Ich sehe nicht relativ wenig fern (weniger als eine Stunde pro Tag im Schnitt, denke ich), weil ich es nicht prinzipiell gern täte, oder weil ich es aus hochgestochenen prinizipiellen Erwägungen ablehnte, sondern weil ich einfach so selten etwas finde, was mir wirklich gefällt (zugegebenermaßen muss es mir sogar besonders gut gefallen, damit ich die Werbe-Unterbrechungen ertrage).

Heute habe ich mir Total Recall angeschaut, weil das einfach ein unglaublich brillianter Film ist (um so unglaublicher, da Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle spielt!) Ich schätze, ich habe ihn zum dritten Mal gesehen, aber lieber sehe ich mir einen Film, von dem ich weiß, dass er gut ist, öfter an, als einen schlechten Film einmal. Nur – um neue gute Filme zu entdecken, muss ich natürlich immer wieder unbekannten Filmen eine Chance geben! Wenn ich aber keine sehr strenge Vorauswahl anlege, werde ich meistens enttäuscht, und das bedeutet verschenkte Zeit (besonders, da ich in der Regel den Film trotzdem zu Ende sehe, um ihm nicht Unrecht zu tun).

Genau so kann ich auch bei Internet-Artikeln die Einstellung nicht nachvollziehen „hey, sei doch dankbar, dass derjenige überhaupt etwas geschrieben hat!“ Warum? Im Internet steht eine Milliarde mal so viel Zeugs, wie ich lesen könnte – warum soll ich mich also darüber freuen, dass dieser Wust um ein weiteres bisschen vermehrt worden ist?

Wer etwas veröffentlicht (echte Blogeinträge nehme ich davon natürlich aus, denn die schreiben Leute für sich selbst und erlauben lediglich anderen, die sich dafür interessieren, sie mitzulesen – da weiß der Leser, dass sie nicht verfasst wurden, um ihn zu unterhalten!), der stellt damit die Behauptung auf: Leser, dieser Beitrag ist die Zeit, die Du benötigst, ihn zu lesen, auch wert!

Diese Zeit ist nämlich kostbar. Man kann sie verwenden, um etwas anderes zu lesen, oder auch um etwas völlig anderes zu tun! Noch etwas, woran es uns in unserer Gesellschaft überhaupt nicht mangelt, sind Beschäftigungsmöglichkeiten! Wenn jemand etwas veröffentlicht, dann stelle ich den Anspruch daran, dass es auch lesenswert ist, und wenn das nicht der Fall ist, freue ich mich nicht etwa darüber, dass es veröffentlicht wurde, sondern ÄRGERE mich, denn es hat mich Zeit gekostet, die ich auch angenehmer und/oder sinnvoller hätte verwenden können!

Es gibt mehr als genug Mist im Supermarkt, am Kiosk, im Fernsehprogramm und im Internet. Ich will nicht noch mehr. Macht etwas Gutes oder macht gar nichts!

Weil unsere Gesellschaft immer mehr auf Quantität und immer weniger auf Qualität ausgerichtet ist, ist Kritik auch so wichtig. Ich habe es langsam satt, mich immer wieder dafür rechtfertigen zu müssen, wenn ich schlechte Artikel auch entsprechend rezensiere! Wenn dadurch tatsächlich, wie mir immer wieder vorgehalten wird, insgesamt weniger geschrieben wird, dann ist das GUT! Und wenn dadurch der Qualitätsstandard dessen, was geschrieben wird, wirklich ein wenig ansteigt, dann ist das sogar SEHR GUT!

Ein gutes Buch ist tausend schlechte wert und ein guter Internet-Artikel trotz der höheren Flüchtigkeit dieses Mediums schätzungsweise immer noch zehn schlechte.

Ich weiß nicht, ob es genügend gute Bücher gibt; ich komme nicht dazu, sie zu suchen. Wahrscheinlich gibt es genügend gute Internet-Artikel, wenn man weiß, wo man sie findet.

SCHLECHTE allerdings gibt es von beidem garantiert genug. Mehr als genug. VIEL MEHR als genug!

Vielleicht geht es Euch ja anders – aber ich habe es satt, in Müll zu ertrinken!

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9 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Im allerersten Moment war ich drauf und dran dir im Geiste zuzustimmen, allerdings war da etwas Unerklärliches, das mich dabei störte… Bei einigem Nachdenken kam mir immer wieder folgende Frage in den Sinn: Und wer entscheidet was für wen Qualität ist ? Natürlich wird eine ganze Menge Bockmist produziert und publiziert, aber spontan fallen mir mindestens drei Menschen ein, die schon Schwierigkeiten hätten, deinen Text zu verstehen. Sie suchen sich andere Texte – einfache und schlichte Texte – die ich als dröge und überflüssig empfinden würde, aber die für sie aus dem Grunde qualitativ wertvoll sind, weil sie in der Lage sind, diese zu verstehen. Alternativ auch mehrere Leute, die deine Schreiberei als unter ihrem qualitativen Niveau empfinden würden – was beides nichts darüber aussagt, wie wertvoll der Inhalt sein mag.

    Dass du keine Lust hattest, mit einem vollen Rucksack noch einen Laden aufzusuchen verstehe ich vollkommen… hätte ich vermutlich auch nicht… aber an dieser Stelle bedeutet Qualität und Kritikorientiertheit für mich auch Verzicht zu üben. Wenn es die Dinge, die ich möchte nicht in der Qualität gibt, nach der mir der Sinn steht, habe ich Pech. Nachdem ich auf traditionell Hergestelltes und handwerklich Produziertes stehe, hab ich ziemlich oft Pech und es kostet mich Zeit und Muse Dinge zu probieren und letztendlich zu beschaffen, die meiner Vorstellung entsprechen. Lediglich ein Ersatz ( incl. Milchzucker ) würde mir persönlich nicht reichen… das geforderte BESSERE gibt es, allerdings muss man sich die Mühe machen es zu suchen.

    Und trotz meiner Kritik… du hast Recht, es gibt viel zu viel Müll zu kaufen und zuviel Mist der erzählt wird… ich frage mich allerdings, ob wir alle mit unserer Haltung, der Selbstverständlichkeit des Konsumierens und der Erwartung an dauerhafte Verfügbarkeit nicht dazu beitragen, dass sich daran nichts ändern wird.

    Just my 2 cents…

  2. Naja, es hat schon seinen Grund, dass ich „wir“ schreibe… obwohl ich diesem Thema gewiss bewusster gegenüber stehe als viele andere, kann ich mich von diesem Verhalten auch nicht ausnehmen! Das Würstchen-Beispiel zeigt das ja gerade (andererseits muss man ja ab und zu halt auch etwas Unbekanntes ausprobieren).

    Was Qualität anbetrifft: Auch wenn man natürlich von unterschiedlichen Kritikern immer wieder unterschiedliche Meinungen hört, und auch wenn Geschmäcker natürlich verschieden sind – ganz so subjektiv ist diese Einstufung dann doch nicht! In vielen Bereichen lassen sich durchaus Kriterien finden, an denen man die Qualität eines Produktes objektiv festmachen kann – vorausgesetzt, man beschäftigt sich selbst etwas eingehender damit. Ein wichtiges Kriterium ist z.B. auch der Aufwand, den der Hersteller/Schöpfer betrieben hat. Wer zum Beispiel offensichtlich nicht Korrektur gelesene Texte veröffentlicht, beweist schon, dass er sich nicht darum gekümmert hat, Qualität abzuliefern!

    Letztlich geht es aber auch gar nicht darum, dass alle Menschen zu übereinstimmenden Ansichten bezüglich von Qualität gelangen – das ist natürlich utopisch. Worum es allerdings geht ist, dass sich die Menschen ihre Kritikfähigkeit erhalten (oder sie erst erwerben) und Kritik nicht als Ausdruck von Miesepetrigkeit ansehen, sondern als Form von Qualitätskontrolle!

  3. Würstchen von Aldi sind nicht nur was Unbekanntes… das ist quasi ne ganze Galaxie^^

    Deinem letzten Satz kann ich in vollem Umfang zustimmen. Gerade das so nebensätzlich dahingesagte „erst erwerben müssen“ birgt vermutlich einen Großteil der Tücke im System und in den Standards die eine Gesellschaft anlegt.

  4. Gerade heute habe ich mich wieder mit jemandem gestritten, der scheinbar meinte, was immer das Gehirn anstrengt sei schlecht. Während ich da ganz andere Ansprüche an „Qualität“ setze… Von daher ist es wohl okay, dass meine Qualitätsansprüche nicht immer denen anderer entsprechen müssen, dieser Mensch erwartet wohl ganz andere Dinge als ich. Also denke ich, ist es wohl okay, dass es auch solche Dinge gibt, die ich als „minderwertig“ ansehe…
    Wie ging Total Recall eigentlich aus, ich bin währendessen eingeschlafen, nicht weil es nicht interessant gewesen wäre, ich war einfach so müde…?
    Neulich hab ich ein Buch gelesen (naja, kommt ja öfters vor), da waren noch Fehler drin, ich fand es trotzdem ganz gut.
    Und eine meinte gestern, dass man an einer Kunsthochschule keine Leute nehmen sollte, die ihre Arbeiten in Plastiktüten abliefern, weil die ja offenbar keine Qualität bringen WOLLEN. Manche machen ihre Ansprüche halt an anderen Dingen fest als du oder ich. Ist eben so… Was andere als Müll ansehen kaufe ich eben um 70% herabgesetzt und mache einen coolen Style draus (mehr kann ich mir auch grad nicht leisten), so what?
    Ich finde es gut, dass es hierzulande so viele verschiedene Angebote gibt, so dass fast jedermanns (außer deine, versteht sich) Ansprüche erfüllt werden. Und mal was einfacheres zu sehen ist ja auch mal ganz entspannend.
    „Nur ein großer Geist wagt es, einfach im Stil zu sein.“

  5. Es gab einmal ein Land mitten in Europa, dort gab es KEINE fünf verschiedenen Sorten Wüstchen, KEINE acht Supermärkte in unmittelbarer Umgebung, KEINE zehn ausländischen Kinofilme pro Woche und KEINE weiteren Zeitschriften außer den parteiinternen Organen des ZK.
    KEINE Dönerbuden und KEINE internationalen Kabelkanäle, KEIN Internet und KEIN Internetcafé. Auch KEINE „überflüssigen“ Blogs und Webseiten.

    Auch wenn Du von diesem Überfluß vielleicht etwas verwirrt oder gar genervt bist, so möchte ich Dir trotzdem gerne die Vertrauensfrage stellen:
    Möchtest Du gerne in diesem Land leben, wenn es noch bestehen würde?

    – kleine Denkpause –

    Wenn Du Müll vermeiden und vermeintlich „Besseres“ suchen möchtest, so mußt Du zunächst einmal die Möglichkeit haben, dieses aus einem reichhaltigen Angebot auswählen zu können. Ich glaube, jeder Mensch hat eine unterschiedliche Meinung dazu, was „sinnvoll“ oder „besser“ ist.
    Ein bekannter, ausländischer Konzern hatte dazu mal einen treffenden Werbeslogan geprägt. Er heißt: „Entdecke die Möglichkeiten.“

    Viele Grüße vom Mino aus dem Labyrinth der Möglichkeiten!

  6. Klar, wenn man nu die Wahl zwischen zwei Extremen hat… Gar keine Möglichkeiten oder viele schlechte, das ist keine Wahl.

    Wenige gute Möglichkeiten hingegen, das wäre doch etwas? (Von mir aus auch viele Gute!)

  7. also zum einen möchte ich einigen der anderen kommentare vor mir zustimmen was schlecht ist und was gut ist sehr geschmackssache, klar gibt es immer dinge die man nicht nur subjektiv betrachten kann, aber man ist IMMER auch subjektiv auch wenn man es versucht nicht zu sein.

    dann zweitens es wird viel müll geschrieben ja das stimmt, es mag deine kostbare zeit verschwenden (wobei ich keine ahnung habe wie kostbar die ist da ich deinen stundenlohn nicht kenne^^) aber für jemand anderen können sie selbst wenn sie objektiv betrachtet sind gut sein, nämlich für den der sie geschrieben hat, jeder beginnt mal klein man fängt an zu schreiben kanns vielleicht noch nicht so gut usw.
    klar ist es so dass man dann das ihnen sagen sollte dass der artikel schlecht ist (aber nicht unbedingt immer so wie du) man sollte nett sein ihnen versuchen zu erklären, was man nächstes mal besser machen könnte usw.

    das einzige was mich wirklich an dem überfluss an angeboten stört ist dass es eine enorme verschwendung auf sich zieht, wie viele lebensmittel werden deswegen weggeworfen usw. das stört mich wirklich es lässt sich leider nicht wirklich verhindern ist aber schade, dann was mich sowieso stört sind die discounter essen darf heutzutage kaum mer was kosten (früher hat man den grössten teil des geldes für das überleben ausgegeben (nahrung unterkunft) huete fürs leben (freizeit magic etc)) deshalb muss man dinge aus dem ausland importieren weils billiger ist, (dafür wird es transportiert öl verschwendet usw) dafür muss man angestellte schlecht bezahlen, oder liferanten dafür muss man zum teil schlechte qualität verwenden (ok gammelfleisch ist etwas übertrieben^^)

    und noch etwas was mich bei diesem grossen angebot (vor allem fernsehen und internet ) nervt ist, das einige angebote darauf abziehlen leute übers ohr zu hauen und das stört mich dann wirklich, wenn es unterhaltung für die leute die vielleicht nicht so klug sind (hei dafür können die auch nichts können sehr nette menschen sein hart arbeiten aber denen gefallen nun leider talkshows..) gemacht werden, aber wenn sendungen gemacht werden bei denen leute verarscht oder übers ohr gehauen werden damit habe ich mühe.

    ausserdem viele möglichkeiten sind meistens auch wegen der konkurenz gut, wo es wenige möglichkeiten gibt kann auch die qualität leiden (microsoft…) daran soltle man auch immer denken,

    ausserdem so haben mehr leute einen job was doch auch etwas gutes ist und das ist sicher mehr wert als das subjektive egoistische empfinden dass es einem nicht gefällt

    genau das kritisiere ich auch an deiner aussage über den müll im netz, es ist einfach egoistisch sich zu beklagen weil du wegen andern die etwas versuchen das dir nicht gefällt deine zeit verschwendest.

    und man kann halt nie wirklich im vorraus wissen wie etwas ankommt, siehe harry potter der erste verlag hatte es abgelehnt und so ist es auch im internet lieber mal etwas müll mehr zu veröffentlichen und jemandem eine chance zu geben als einfach im vorherein abzuklemmen weil es zu schlecht ist das eh keiner gut findet

  8. Hallo,

    ich verstehe nicht warum du Würstchen bei Aldi suchst? Generell gibt es bei Aldi kein gutes Fleisch. Wie du schon sagtest wird hier nur auf Quantität statt auf Qualität gesetzt. Gerade in Berlin gibt es doch auch eine Esskultur, die nicht nur die bloße Nahrungsaufnahme als Ziel hat. Besonders bei Fleisch gibt es so große Unterschiede. Vielleicht gibt es ja in deiner Nähe auch einen kleinen Biolanden mit Fleischangebot? Dann kauft man halt nur einmal die Woche ein Würstchen, aber es schmeckt, hat keine Zusatzstoffe und die Tiere hatten ein besseres und längeres Leben.

    Dann willst du gute Filme gucken und schaust TV?
    1. sind die Sendungen zu mindestens 90% saublöd 2. mit Werbeunterbrechungen und 3. die Filme zu 99% synchronisiert (und meistens sehr schlecht dazu) 4. verstümmelt (geschnitten, auch wenn es nur der Abspann ist der fehlt oder das Logo des Senders im Bild ist)
    Total Recall kann man sich gebracht für unter fünf Euro im original auf DVD kaufen. Und Berlin hat in Sachen Kino ja ebenfalls sehr viel zu bieten, in jeder anderen kleineren Stadt werden nur die neuen drei blöden Hollywood Produktionen in deutscher Sprache präsentiert. Es gibt viel zu entdecken auf Festivals z.B. auf der Berlinale oder auf dem Fantasy Film Fest.
    Ich bin der Meinung, dass es die Qualität die du suchst schon gibt. Nur das Finden und das Brechen mit alten Gewohnheiten wie z.B. Fernsehen ist die Schwierigkeit.

    • Sicher gibt es oft irgendwo versteckte Qualität, aber sie ist eben in der Masse schwierig zu finden.

      Und natürlich gehe ich nicht zu Aldi, wenn ich gezielt Würstchen suche und sehe nicht einfach fern, weil ich einen besonders guten Film schauen will. Doch gerade, dass dies „natürlich“ ist, ist doch das Problem!

      Mir ging es in diesem Eintrag darum, dass mehr Auswahl nichts Positives sein muss und es in der Praxis unserer Gesellschaft auch nicht ist, obwohl diese Behauptung uns von allen Seiten vermittelt wird.


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