Godwin’s Law – Nazis, Nazis überall!

Vielleicht ist es Euch ja bekannt:

As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.

Dies ist das sogenannte „Godwin’s Law“. (Hier das Link zum deutschen Wikipedia-Eintrag für diejenigen, die sich Aufklärung wünschen).

Ich war aus irgendeinem Grund der Ansicht, ich hätte zu diesem Thema bereits gebloggt, kann aber keinen entsprechenden Eintrag finden – wahrscheinlich handelt es sich um einen jener zahlreichen Blogeinträge, die ich im Kopf bereits zum großen Teil vorfomuliere, aber dann doch nicht in die Tastatur hämmere, weil mir die Zeit fehlt, oder ein anderes Thema sich vordrängelt.

Was Godwin’s Law so interessant macht, ist nicht seine eigentliche Aussage, die genau genommen trivial ist: Je länger eine Diskussion andauert, desto größer ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Argument auftaucht. Wenn die Länge einer Diskussion beliebig zunimmt und die Wahrscheinlichkeit für das Erscheinen eines bestimmten Phänomens in jedem endlichen Zeitintervall nicht Null ist, dann konvergiert die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Phänomen irgendwann eintritt, natürlich gegen Eins – das ist (relativ) simple Mathematik. Man könnte Godwin’s Law ebenso mit Pinguinen und Hans im Glück formulieren; es besäße die gleiche Gültigkeit.

Natürlich ist aber dieses „Gesetz“ nicht als wissenschaftliche Herangehensweise an die Entwicklung von Internetdiskussionen zu sehen, sondern als eine geistreich verpackte Kritik an der Tendenz vieler Internet-User, ihre Argumentation eskalieren zu lassen. Die Schreckensherrschaft der Nazis wird hier oft als Totschlagargument ge- oder missbraucht, was häufig dazu führt, dass es die ursprüngliche Diskussion ist, die totgeschlagen wird, entweder, weil sie sich nur noch darum dreht, ob der gemachte Vergleich legitim war oder nicht, oder auch weil das Thema von Moderatoren geschlossen wird. In jüngerer Zeit kann man auch beobachten, dass Godwin’s Law ganz explizit erwähnt wird, wenn ein entsprechender Bezug gepostet wurde, und die Diskussion daraufhin in einer Art vorauseilenden Gehorsams versandet, weil sie ja nun den Punkt erreicht hat, an dem sie ihre Sachlichkeit verliert und daher eh nicht mehr zu retten scheint.

Godwin’s Law ist nicht nur geistreich formuliert, es enthält auch eine tiefgründige Kritik an der Diskussionskultur im Internet (und damit der Diskussionskultur von Menschen im Allgemeinen). Ich bin allerdings der Ansicht, dass diese Kritik in die völlig falsche Richtung zielt!

Warum gilt denn der Nazivergleich als das Ende jeder ernsthaften Diskussion, als das ultimative Totschlagargument? Weil die allgemeine Auffassung ist, dass man mit den Nazis nicht vergleichen dürfe! Die Hitlerzeit war so unvorstellbar schlimm, der Zweite Weltkrieg so unglaublich schrecklich, der Holocaust unendlich unmenschlich… Bla, bla, bla!

Das Dritte Reich wird auf diese Weise dämonisiert. Nein, das heißt nicht, dass es schlimmer dargestellt wird, als es war – im Gegenteil: Mit dieser Betrachtungsweise wird es in unverantwortlicher Weise verharmlost! Hitler wird nicht als Mensch gezeigt, sondern als Dämon; ein wahnsinniges, von Hass zerfressenes, mordlüsternes Wesen, mit dem der Rest der Menschheit nichts gemein habe. Die deutsche Bevölkerung, von den überzeugtesten Mittätern bis hin zu den wegsehenden Mitläufern wird als geradezu besessen dargestellt, unter dem Einfluss des Dämons Hitler und eines unerklärlichen Zeitgeistes.

Der Tenor ist immer derjenige: Das Dritte Reich war ein Einzelfall, ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum der menschlichen Geschichte, durch den für 12 Jahre die Hölle einer Dämonen-Dimension auf die Erde gelangt ist (ungefähr so, als wenn sich bei Buffy der Höllenschlund öffnet). Deswegen darf man keine Vergleiche anstelle, denn „normale“ Menschen sind keine Hitlers, „normale“ menschliche Gesellschaften nicht von Nazis beherrscht.

So hätten wir es jedenfalls gerne! Wir zelebrieren über 60 Jahre alte Geschichte, mahnen, halten Erinnerungen lebendig… und verschließen auf diese Weise bequemerweise die Augen davor, dass Hitler ewig lebt, und dass Nazis immer und überall existieren!

WIR sind Adolf Hitler. WIR sind die Nazis. Sie waren keine Dämonen, die aus fremden Dimensionen zu uns kamen. Sie waren Menschen, mit menschlichen Motivationen und Fehlern. Es gab keinen „unheiligen Geist“, der in das Deutsche Volk gefahren ist und es dazu getrieben hat, die Welt mit Krieg zu überziehen und Angehörige von Minderheiten auszurotten. Es gab nur eine Gruppendynamik, eine gesellschaftliche Situation, in der die menschenfeindlichen, herrschsüchtigen, selbstzerstörerischen Tendenzen der Menschheit besonders gut gediehen.

In der heutigen Welt werden mehr Kriege geführt als je zuvor. „Ethnische Säuberungen“ und Repressalien Andersdenkender („Repressalien“ ist ein so neutral klingendes Wort, das Rufmord, Freiheitsberaubung, Folter, Mord und Sippenhaftung einschließt) sind Tagesgeschäft. Irak? Myanmar? Sudan? China? Das ist alles weit weg – die geografische Entfernung entspricht der zeitlichen Entfernung, die wir zum Dritten Reich haben. Natürlich, Saddam Hussein durfte man mit Hitler vergleichen, und Massaker in Schwarzafrika mit dem Mord an den Juden – das geht noch in Ordnung.

Wie ist es aber mit George Bush? Wolfgang Schäuble? Angela Merkel? Dieter Bohlen? Wenn hier entsprechende Vergleiche gezogen werden, dann greift Godwin’s Law, und die Diskussion stirbt. Sehr häufig zu Unrecht! Natürlich ist George Bush nicht der wiedergeborene Hitler, und natürlich ist der Krieg gegen Hussein nicht der Überfall auf Polen. Nur – das ist normalerweise auch nicht der Kern solcher Vergleiche!

All unsere Aufarbeitung und Erinnerung an das Dritte Reich, all die Unterrichtsstunden in der Schule, all die Ausstellungen und Denkmäler, sie sind nutz- und wertlos, wenn sie sich nicht mit der einzigen wichtigen Frage befassen: „WARUM?“

Nicht aber: „Wie konnte das damals passieren?“ Die geschichtliche Situation ist von Interesse für Geschichtswissenschaftler, ebenso wie die Französische Revolution oder der Untergang von Rom. Die Unzulänglichkeiten im politischen System der Weimarer Republik, die Demütigung Deutschlands nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, die Zahl der in Konzentrationslagern ermordeten Juden – das sind interessante, aufschlussreiche und schreckliche Themen, aber letztlich sind sie unwichtig. Die Lektion aus dem Dritten Reich werden wir nur lernen, wenn wir damit aufhören zu fragen „Warum ist es damals passiert?“ und beginnen zu fragen „Warum passiert so etwas immer wieder, überall?“

Es gibt keinen genetischen Unterschied, der eine Unterteilung in „Opfer“ und „Täter“ ermöglicht. Wer Drogen verkauft oder am Drogenkonsum stirbt, wer auf Demonstranten schießt oder beim Demonstrieren erschossen wird, wer in einem Konzentrationslager Wache ist oder darin vergast wird, das ist eine Folge gesellschaftlicher Zufälligkeiten. Der Unterschied zwischen „guten“ und „bösen“ Menschen liegt nicht in der Rollenzuweisung als Täter oder Opfer begründet, sondern darin wie wir mit unseren Stärken und Schwächen umgehen, welche Entscheidungen wir in denjenigen Situationen, in welche das Leben uns wirft, treffen.

In Hitlerdeutschland, Myanmar oder dem Irak fällt es leicht, zum Monster zu werden, oder zum Duckmäuser – oder auch zum Helden. Profitiert man vom herrschenden Unrecht, versucht man sich aus allem heraus zu halten, oder stellt man sich dagegen? Wenn eine gesellschaftliche Situation dermaßen extrem ist, dann gibt es nur noch Gute, Böse und Feiglinge. Bestimmt habt Ihr doch Star Wars gesehen? Wer eine Stormtrooper-Uniform trägt, ist offensichtlich böse und darf erschossen werden. Wer gegen das böse Imperium rebelliert, ist offensichtlich gut und tapfer. Wer versucht, sich mit der Situation zu arrangieren und einfach nur zu leben, muss aufgerüttelt werden. Die tröstliche Illusion, die in Star Wars (das ich stellvertretend für so viele andere triviale – was nicht heißt, schlechte! – Unterhaltung anführe) vermittelt wird, ist nicht etwa, dass am Ende das Gute gegen das Böse gewinnt: Sie ist, dass es das Gute überhaupt GIBT!

Ich glaube, es ist der James-Bond-Film „Living Daylights“, in welchem der britische Geheimagent den tapferen Taliban-Kriegern hilft, die dafür kämpfen, ihr Land von der Unterdrückung durch die bösen Russen zu befreien… Die Französische Revolution schaffte die Willkürherrschaft der absolutistischen Monarchie ab und ersetzte sie durch eine weit schlimmere Tyrannei. Zwischen palästinensischen Freiheitskämpfern und Terroristen verschwimmen die Grenzen ebenso wie einst bei den jüdischen Organisationen, welche für die Gründung des Staates Israel stritten.

Etwas Böses zu bekämpfen oder davon unterdrückt zu werden, macht einen nicht gut! Das Monster-Helden-Feiglinge-Schema findet in Situationen Anwendung, in denen für die Betroffenen das bloße Überleben im Vordergrund steht; es bleibt kein Raum, keine Muße für durchdachte moralische Entscheidungen. Natürlich, der sadistische SS-Arzt, der die Gelegenheiten, welche das System ihm bietet, nutzt um seinen sadistischen Neigungen nachzugehen und Menschen zu foltern, ist böse, ohne wenn und aber (oder kann er sich darauf berufen, psychisch krank zu sein, so wie andere Triebtäter?) Was aber ist mit dem SS-Offizier, der Exekutionen durchführt, weil er ehrlich davon überzeugt ist, gefährliche Feinde zu eliminieren? Was mit dem Familienvater, der in die Partei eintritt, damit seine Kinder es besser haben? Mit dem Soldaten, der menschenverachtende Befehle aus Angst vor den Konsequenzen einer Befehlsverweigerung ausführt? Machen wir es uns nicht zu einfach, diese Menschen als böse zu bezeichnen?

Und was ist mit dem Freiheitskämpfer, der bei seinen Attacken gegen eine Unrechtsherrschaft wahllos tötet, nach dem Motto „Es gibt keine Unschuldigen“? Mit dem Dissidenten, der Unterstützung bei einer ausländischen Macht sucht, deren Volk nicht weniger unterdrückt wird als sein eigenes? Mit dem siegreichen Revolutionsführer, der im ganzen Land politische Säuberungen vornimmt? Sind die gut?

Unser Bild von Helden wird durch Figuren bestimmt, die in extremen Situationen extreme Entscheidungen fällen. Die mutige Journalistin, welche die Korruption in ihrem Land bloßstellt und diese Enthüllungen mit dem Leben bezahlt, sie ist eine Heldin. Die zahlenmäßig weit unterlegenen und schlechter ausgerüsteten Rebellenstreitkräfte, die gegen eine Flotte von Sternenzerstörern und den Todesstern antreten, sie sind Helden. Superman, der in einer kosmischen Explosion sein Leben lässt und damit die Erde rettet, ist ein Held (falls diese von mir gerade erfundene Szene nicht existieren sollte, bitte ich die Comic-Experten um Verzeihung, aber irgendwo hat es sie doch bestimmt gegeben, oder?)

Unser Bedürfnis, solche überdimensionalen („larger-than-life“) Helden zu verehren, hat seine Ursache nicht nur darin, dass wir uns wünschen, der Einzelne wäre dazu in der Lage, die Welt zu verändern. Jeder kennt dieses Gefühl, wenn wieder einmal etwas Furchtbares passiert, und man kann einfach nichts dagegen tun – aber James Bond oder Batman könnten es eben!

Nur, dieses Gefühl der Ohnmacht ist teilweise auch Selbstbetrug. Genau so, wie wir uns vormachen, dass wir keine Hitlers und keine Nazis sind, machen wir uns auch vor, dass wir keine moralischen Entscheidungen treffen müssten, weil wir uns nicht in Extremsituationen befinden. Oh, würde ich mein Leben opfern, um die Welt zu retten? Meine Antwort darauf ist… scheißegal, denn ich werde niemals in diese Situation kommen! Das Verlangen nach überdimensionalem Heldentum überdeckt letztlich nur die unbequeme Wahrheit, dass wir die Welt zumindest schrittweise durchaus verbessern KÖNNEN, es aber aus Egoismus und Bequemlichkeit nicht tun.

Wir (ich gehe davon aus, dass das mehr als 99% aller Leser dieses Beitrages einschließt) leben NICHT in Hitlerdeutschland oder Myanmar. Wir HABEN die Muße, unsere Entscheidungen zu hinterfragen und das moralisch Richtige zu tun. Wir tun es aber nicht, oder jedenfalls viel zu selten.

Glaubt Ihr, ich hätte mich vom eigentlichen Thema dieses Eintrages weit entfernt? Ganz im Gegenteil! Wenn man sich nämlich fragt: „Wie konnte das Dritte Reich passieren?“, dann schlägt die Stunde der Historiker und Politikwissenschaftler. Wenn man hingegen fragt: „Warum?“, dann lautet die Antwort: Egoismus und Bequemlichkeit! Die Rechte anderer ignorieren, weil man selbst einen Vorteil davon hat und wegsehen, wenn Unrecht geschieht, das einen nicht direkt betrifft. Das ist alles! Der Rest ist Geschichte.

Die Deutschen im Nationalsozialismus, das waren Menschen, denen das eigene Wohlergehen wichtiger war als das anderer Menschen, und die zu bequem waren, gesellschaftliche Entwicklungen zu hinterfragen. Mehr haben sie sich nicht zu Schulden kommen lassen! Weltkrieg und Konzentrationslager waren nur die Konsequenzen aus einer konkreten Situation, die bereits so weit gediehen war, dass es nicht mehr um richtig oder falsch, gut oder böse ging, sondern um Monster, Helden und Feiglinge: Eine Situation, mit der die meisten Menschen nun einmal überfordert sind, wofür ich ihnen keinen Vorwurf machen kann, denn ich weiß nicht, wie ich selbst damit umgehen würde – ob ich zum Helden würde, oder nicht doch eher zum Feigling. (Ich hoffe nur ausschließen zu können, zum Monster zu werden, aber selbst hier gibt es leider keine Gewissheit.)

Hier liegt der fundamentale Irrtum in der Kritik, welche mit dem sogenannten Godwin’s Law geäußert wird: Es geht nicht darum, die nach Auffassung vieler Menschen beispiellose (auch darüber ließe sich streiten) Eskalation des Geschehens zum Vergleich heranzuziehen. Es geht darum zu zeigen, dass genau jene menschlichen Denk- und Verhaltensweisen, die unter anderem dieses Dritte Reich ermöglicht haben, immer noch allgegenwärtig sind, und darum daran zu erinnern, was passieren kann, wenn man hier nicht gegensteuert! Ein Einsatzleiter der Polizei, dessen Vorgehen dem der GeStaPo entspricht, muss auch mit einem GeStaPo-Kommissar verglichen werden. Ein Lager wie Guantanamo, in dem die Gefangenen ebenso rechtlos sind wie in einem KZ, muss auch mit diesem verglichen werden. Selbst die Argumentation eines Forumsposters, die in Sachen Populismus der von Goebbels nicht nachsteht, ist ein absolut hinreichender Grund, einen solchen Vergleich zu ziehen!

Natürlich hoffen wir alle, dass es in absehbarer Zeit keinen weiteren Weltkrieg mehr geben wird, sowie keinen weiteren Holocaust. (Genau dieses „Wir sind uns doch alle einig, dass so etwas nicht noch einmal passieren darf“ ist natürlich der Grund, warum die Nazizeit immer wieder erwähnt wird.) Das berechtigt uns aber nicht dazu die Augen davor zu verschließen, dass sowohl Krieg und Völkermord auf einer ein wenig kleinerer Skala allgegenwärtig sind, als auch dass die Menschheit, welche solches Unrecht immer und immer wieder herbeiführt und geschehen lässt, immer noch die selbe ist!

Wir genießen in den westlichen Demokratien zur Zeit den in keiner Weise verdienten Luxus relativen Wohlstands und weitgehend existenter Grundrechte. Gerade deswegen besitzen wir aber die Möglichkeit, Fehlentwicklungen zu erkennen, BEVOR sie eskalieren, und daraus leitet sich eine moralische Pflicht ab, sie auch aufzuzeigen! Hinweise auf das Dritte Reich sollten dazu dienen uns daran zu erinnern, was passieren kann, wenn wir dieser Pflicht nicht nachkommen und nicht dazu, Diskussionsgegner zu diskreditieren, indem man vorgibt, dass die Menscheit in einige wenige böse (Neo-)Nazis und viele wohlmeinende Nichtnazis zerfiele!

Das Verhalten der Deutschen im Dritten Reich war eben kein Ausnahmefall – es ist der Normalfall menschlichen Verhaltens gewesen. Es bedarf keiner dämonischen Beeinflussung aus einer anderen Dimension, um aus Menschen Monster und Feiglinge zu machen. Im Gegenteil bedarf es einer ständigen, bewussten Anstrengung uns in einer Weise zu verhalten, die wir euphemistisch als „menschlich“ bezeichnen: Uns zu zwingen, die Rechte anderer zu akzeptieren und immer wieder Gegebenheiten zu hinterfragen, auch wenn das unbequem ist!

Nazi zu sein ist der Normalzustand des Menschen. In der Familie, in der Schule, im Beruf: Wir mobben, unterdrücken und sehen weg. Deswegen taucht der Nazi-Vergleich in Internetdiskussionen keineswegs zu oft, sondern eher noch zu selten auf, und er beendet diese Diskussionen ausgerechnet an der Stelle, an der sie wirklich bedeutsam würde, nämlich bei der Frage, wie man sich moralisch richtig verhält – und eben nicht wie ein Nazi!

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13 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ein Nazivergleich ist nicht (auch nicht nach Godwins Law) automatisch das Ende einer Diskussion. Dieses Gesetz soll
    der inflationären Benutzung in Internetforen vorbeugen und auf z.B. folgendes hinweisen:
    *nach einem Nazivergleich kann das topic in den Hintergrund geraten, weil nur noch über den Nazivergleich geredet wird
    *ein Nazivergleich provoziert und kann durch die nun folgenden postings völlig ausser Kontrolle geraten
    *viele Trolle benutzen Nazivergleiche um eine Diskussion absichtlich zu torpedieren (wer also einen Nazivergleich benutzt kann
    von anderen als Troll wahrgenommen werden

  2. DEn hattes du wirklich schon mal. den ahbe ich hier schon gesehen.

  3. ***
    Ich glaube, es ist der James Bond “Living Daylights”, in welchem der britische Geheimagent den tapferen Taliban-Kriegern hilft, die dafür kämpfen, ihr Land von der Unterdrückung durch die bösen Russen zu befreien…
    ***

    Oder es war Rambo in seiner III. Biographie ?…

  4. Schöner Text!

  5. „Wenn die Länge einer Diskussion beliebig zunimmt und die Wahrscheinlichkeit für das Erscheinen eines bestimmten Phänomens in jedem endlichen Zeitintervall nicht Null ist, dann konvergiert die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Phänomen irgendwann eintritt, natürlich gegen Eins“

    Hm strebt sie nicht viel mehr gegen Unendlich?

  6. @Juzam:
    Nein, gegen eins. Denn Wahrscheinlichkeiten (die man auch als Prozente ausdrücken könnte) liegen zwischen 0 (niemals) und 1 (immer).

    Zum Text: Du hast es gut formuliert und genau erkannt. Damit spiegelst Du definitiv meine Meinung wieder. In Deinem Pressespiegel stellst Du ja ebenfalls fest, dass das Zusammentreffen zwischen Kerner und Herrmann irgendwie… ungünstig… verlaufen ist. Für beide übrigens. Kerner, weil er unfair war, Herrmann, weill sie sich dumm angestellt hat.

  7. Achja das stimmt, Entschuldigung. Stochastik ist schon wieder etwas her.

  8. nun da fehlen wohl einige Kommentare, wuhl keine andere Meinung gewünscht? Nun, gut, jedem sein Meinungsrefugium.

  9. Was meinst Du, Björn? Es sind weder Kommentare in der Warteschleife noch im Spamfilter, und gelöscht habe ich gewiss auch nichts. Was denkst Du, fehlt?

  10. Ich könnte mir vorstellen, er hat einfach zwei Einträge und das zugehörige Feedback verwechselt. :>

  11. Wirklich hervorragend ausformuliert was ich seit langem schon denke und nicht zu formulieren imstande war.

    Die Verurteilung des Dritten Reiches ist eine Verurteilungen des menschlichen Verhaltens an sich. Eine Verurteilung ist die Wurzel jeglichen Konfliktes.

    Doch wer den Menschen verurteilt, verurteilt sich selbst. Dadurch entsteht das negative Gefühl das jeden Menschen überkommt der das Dritte Reich dämonisiert. Das habe ich früher auch so gemacht weil es mir in der Schule so beigebracht wurde. Man weiss nicht wie man mit diesem negativen Gefühl umgehen soll und sucht den nächsten Sündenbock: Das dritte Reich. Ein Teufelskreis entsteht, der beispielsweise dazu führt das Menschen aus Talkshows geworfen werden.

  12. Hervorragend, dem ist nichts hinzuzufügen…

  13. ich hab nich alles durchgelesen aber das was ich gelesen habe stimmt mit meiner meinung überein
    man kann meiner meinung nach alles miteinander vergleichen auch äpfel und birnen dabei wird man dann feststellen dass es unterschiede zwischen äpfeln und den birnen gibt; das gehört schließlich auch zu einem vergleich
    wenn man etwas vergleicht dann meistens nur bestimmte aspekte oder eigenschaften
    daher finde ich auch dass ein nazivergleich nicht ein totschlagargument ist wie es in wikipedia steht


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