Jugendbücher

Wenn ich Nachrichten oder Infotainment sehe, dann meistens nur nebenbei begleitend zu einer anderen Tätigkeit, wie essen oder Karten sortieren. Da geschieht es schon einmal, dass man Details einer Meldung verpasst. So gab es gestern zum Beispiel auf mehreren Sendern Beiträge über Astrid Lindgren, die gestorben ist. Ach nein, die ihren 100. Geburtstag hatte. Oder was denn nun?

Wikipedia hat mich heute aufgeklärt, dass Lindgren schon seit einigen Jahren tot ist, und dass also die ganzen Sendungen ausgestrahlt wurden, weil sie heute, wenn sie denn noch lebte, ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. Aha!

Als ich den Sendungen folgte, welche den exakten Anlass ihres Entstehens so kunstreich verbargen, stellte ich wieder einmal fest, dass ich erstaunlicherweise kaum eines der berühmteren Lindgren-Bücher gelesen hatte. Dabei war sie mir keineswegs unbekannt: Wir Kinder aus Bullerbü, Kalle Blomquist, Karlsson vom Dach; das kannte ich. Pippi Langstrumpf? Das stand in meiner Grundschulzeit einmal auf meinem Geburtstagsgabentisch, aber ich sah wirklich überhaupt keine Veranlassung, es zu lesen – ein Mädchen, das in einer „Villa Kunterbunt“ lebte, und das wegen seiner roten Zöpfe und bunten Kleidung als „frech“ bezeichnet wurde? Liebe Buchverlage: Klappentexte sind wichtig! Ein Buch über ein Mädchen, dessen „Abenteuer“ darin zu bestehen scheinen, sich bunt anzuziehen – das musste ja wohl ein Mädchenbuch sein!

Auch den Michel aus der Suppenschüssel, Mio, Madita und Ronja Räubertochter habe ich nie gelesen. Als mir das bewusst wurde, dachte ich mir, ich könnte doch einmal einen Blogeintrag darüber schreiben, welche Kinder- und Jugendbücher ich denn gelesen hatte! Damit Ihr Leser diese Informationen einordnen könnt, muss ich wohl offenbaren, dass ich Jahrgang 1970 bin, und dass die Zeit, in der ich vorwiegend jugendgerechte Literatur rezipierte, ca. zwischen 1976 und 1986 anzusiedeln ist.

Bücher, die mich beeindruckt haben, las ich immer deutlich öfter als einmal – zum einen, weil meine Eltern vielleicht nicht so richtig mit dem Kaufen hinterherkamen (denn ich las sehr schnell), zum anderen, weil ich lieber eine Geschichte, die mir gefallen hatte, noch einmal las, als mich durch ein neues Buch zu quälen, das mir eigentlich nicht gefiel. Dieses Prinzip gilt für mich noch heute, und auch auf anderen Gebieten!

Astrid Lindgren stand dabei nicht im Mittelpunkt meiner Leseerlebnisse. Die Bullerbü-Geschichten waren dann doch zu harmlos, als sie mir mehr als vielleicht zwei Mal im einstelligen Alter vorzunehmen. Karlsson vom Dach punktete zwar mit seiner Skurrilität, aber die Hauptfigur Lillebror war doch zu eindeutig ein kleiner Junge mit den Problemen eines kleinen Kindes, und damit konnte ich mich nie wirklich identifizieren. Kalle Blomquist schließlich, der war schon eher nach meinem Geschmack, mit seinen Detektivgeschichten und der Fehde zwischen der „weißen Rose“ und der „roten Rose“ (die sich mir im Rückblick irgendwie wie ein direkter Vorläufer von LARP darstellt!) Leider gab es davon aber nur drei Bände, und außerdem war der Auftritt des ach so niedlichen kleinen Rasmus im letzten Band ein echter Abtörner. Nichts versaut Spannung und Stimmung so gründlich wie kleine Kinder!

Spannung, Stimmung, Skurriles – danach war ich auch bei Jugendbüchern schon nach der Suche. „Abenteuer“ war das Stichwort! Die mit Abstand größte Sammlung von Kinderbüchern hatte ich daher auch von der erfolgreichsten Kinderbuchautorin aller Zeiten, Enid Blyton.(Okay, in ein paar Jahren wird die Rowling sie wohl überholen – und das mit nur sieben Büchern!) Die Fünf-Freunde-Reihe, sowie Geheimnis-um…, Rätsel-um… und …der-Abenteuer hatte ich alle nahezu komplett.

Enid Blyton hat in den letzten Jahrzehnten einen sehr schlechten Ruf bekommen. Ihre Werke gelten als rassistisch, sexistisch und allgemein klischeehaft (und dann war da noch ihr Tick, ausführliche Mahlzeiten zu beschreiben – ich erinnere mich an die Passage mit einem Schäfer, der gerade ein „frugales Mahl“ zu sich nahm, welches aus Milch, Brot, Butter, Käse, Eiern, Zwiebeln und gekochtem Schinken bestand…) Kurz gesagt: Das stimmt wohl! Trotzdem ist es für mich ein künstlerisches Verbrechen, dass ihre Bücher umgeschrieben und „entschärft“ wurden.

Die Figuren Blytons erlebten spannende Abenteuer und lösten mysteriöse Geheimnisse, und sie wurden nie als kleine Kinder beschrieben, sondern als tatkräftige, selbständige, vernatwortungsbewusste Personen. Klar, sie waren klischeehafte Abziehbilder, aber ist das in anderen Kinderbüchern, ja selbst in vielen Erwachsenengeschichten wirklich anders? Mit zwölf, dreizehn Jahren erlosch meine Begeisterung für diese Bücher auch, aber in jüngeren Jahren wäre ich mit differenzierten Charakteren und verschwommenen Gut-Böse-Schemata gewiss überfordert gewesen. Für diese Altersstufe ist einfache Spannungsliteratur, die ab und zu ein paar Einsichten vermittelt, völlig in Ordnung!

Außerdem konnte ich noch so oft lesen, dass die Mädchen den Abwasch machten, während die Jungs auf Abenteuer auszogen, oder dass das Zigeunermädchen sich weigerte, sich zu waschen, ohne dass mein Weltbild dadurch geprägt wurde. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon immer einen sehr unabhängigen Verstand besaß; vielleicht auch daran, dass ich so viele andere Leseeinflüsse hatte, aber ich übertrug diese Geschehnisse nicht auf meine Lebensrealität. In jedem Fall bin ich der Ansicht,.dass es besser gewesen wäre, Blytons Bücher unverändert, aber ergänzt durch einen kindgerechten Kommentar, der auf solche Unstimmigkeiten hinweist, zu veröffentlichen. So wie:

An alle großen und kleinen Leser dieser Bücher! Diese Geschichten sind spannend, nicht wahr? Aber ist Euch aufgefallen, dass sich die Figuren manchmal merkwürdig verhalten? Wieso machen eigentlich die Mädchen immer den Abwasch und nie die Jungs, und wieso ist das Kind der „Zigeuner“ (das ist eigentlich eine sehr unhöfliche Bezeichnung, die aus früheren Zeiten stammt, netter wäre „Fahrendes Volk“, und ganz korrekt „Sinti und Roma“) schmutzig und widerspenstig? Ist das in der wirklichen Welt auch so?

Nein, Jungen und Mädchen können beide Haushaltspflichten erledigen und Abenteuer erleben, und Menschen, die sich nicht gerne waschen, gibt es bei allen Völkern, aber der Normalfall ist hier wie dort, dass sie sauber und gut erzogen sind! Die Autorin hat sich beim Schreiben dieser Geschichten besondere Mühe gegeben, spannend und unterhaltsam zu schreiben und ist dabei bei der Beschreibung ihrer Figuren in Vorurteile abgerutscht, die viele Menschen früher hatten und manche Menschen auch heute noch haben.

Denkt immer daran: Wenn jemand Euch erzählt „Mädchen sind soundso“, oder „Ausländer sind soundso“, dann hat er oder sie vielleicht einmal jemanden kennen gelernt, auf den das zutrifft, oder einfach nur weitererzählt, was er oder sie gehört oder gelesen hat, aber natürlich gibt es ganz viele andere Menschen, auf die das nicht zutrifft! Glaubt nie etwas über andere Menschen, die Ihr nicht gut persönlich kennen gelernt habt, sonst werdet Ihr Euch oft irren!

Etwas in der Art eben. Eine politisch korrekte Welt ist nicht weniger eine Lüge als eine von Vorurteilen gezeichnete! Kindern nur Dinge zu lesen zu geben, die sie lesen sollen, ist der falsche Weg – viel wichtiger ist es, sie dazu zu erziehen, nicht alles zu glauben, was sie lesen, und sich eigene Gedanken zu machen!

Das ist übrigens eine gute Überleitung zu dem meiner Ansicht nach besten Jugendbuchautor aller Zeiten: Erich Kästner! Er hat sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geschrieben, aber heute will ich nur auf seine Jugendbücher hinweisen: Emil und die Detektive, Emil und die drei Zwillinge, Das Doppelte Lottchen, Das Fliegende Klassenzimmer, Der 35. Mai, Pünktchen und Anton, Der kleine Mann, Der kleine Mann und die kleine Miss – das sind alles tolle Bücher! Sie sind alle spannend, und sie spielen alle (na gut, die meisten) in der realen Welt und handeln von realen Problemen. Sie fordern zum Nachdenken auf, und Kästner schafft es sogar, ab und zu den moralischen Zeigefinger zu erheben, ohne dass es allzu sehr stört. Spannung, Authentizität und Pädagogik in einem, das ist eine besondere Leistung.

„Mut ohne Klugheit ist Unfug; und Klugheit ohne Mut ist Quatsch!“ Niemand anders hat so genau auf den Punkt gebracht, welche Charaktereigenschaften junge Menschen herausbilden sollten. Selbst herausfinden, was das Richtige ist, und dann auch die Willensstärke besitzen es zu tun – das sind zwei Drittel der Eigenschaften, die der Mensch bräuchte, um sich und seinesgleichen auf der Welt ein menschenwürdiges Leben zu bescheren (die dritte Qualität, die Kästner unausgesprochen voraussetzt, weil es bei ihm keine wirklichen Bösewichte gibt, sondern nur fehlgeleitete Individuen, ist natürlich die Güte, also die Bereitschaft, die Interessen anderer zu achten). Kästner war zwar ein Moralist, aber er hat das nicht als Rechtfertigung gesehen, seine Leser zu langweilen, und dann ist das etwas höchst Positives!

Die Jugendbücher von Kästner lese ich auch als Erwachsener noch gerne, weil es ihm gelingt, verständlich für Kinder zu schreiben, ohne die Intelligenz von Erwachsenen zu beleidigen. Ein anderer Autor, dem das zumindest teilweise gelingt, ist Otfried Preußler. Seinen tollen, unheimlichen Krabat habe ich erst vor einigen Jahren wiederentdeckt (als Kind besaß ich ihn als Hörspiel, hatte das aber völlig vergessen, bis ich einmal im Fernsehen zufällig eine Inhaltsangabe dieser Geschichte wiedererkannte), aber die Geschichten, die mir immer im Gedächtnis bleiben werden, sind die vom Räuber Hotzenplotz. Wen stören klischeehafte Charaktere, wenn sie so herrlich skurril und selbstironisch beschrieben werden? Die Hotzenplotz-Bücher sprühen vor Phantasie und Einfallsreichtum und bringen immer wieder unerwartete Wendungen. Die kleine Hexe fällt dagegen meiner Meinung nach allerdings deutlich ab. Trotzdem: Wenn ich einmal Kinder haben sollte, werden Kästner und Preußler als Muß im Kinderzimmer stehen!

Was ich hingegen nicht von mir aus für meine Kinder kaufen würde, ist TKKG (wenn es dieses Zeugs dann überhaupt noch gibt)! Theoretisch sind diese Bücher von Stefan Wolf (ein Pseudonym von Jerry-Cotton-Autor und Vielschreiber Rolf Kalmuczak) eine Mischung aus modernem Kästner und moderner Blyton. Praktisch vereint es die eher unerfreulichen und uninteressanten Aspekte der beiden Richtungen: Wolf biedert sich in bereits für mich als Fünfzehnjährigen völlig unerträglicher Weise seinem Zielpublikum mit Pseudojugendsprache an, um Authentizität vorzugaukeln, und die Flachheit seiner Abenteuer- und Rätselgeschichten fällt durch dieses moderne Setting besonders auf. Am schlimmsten jedoch ist die Klischeehaftigkeit seiner Charaktere und Rollenverteilungen: Was bei Blyton durch das anachronistische Gefühl von Erzählungen aus einer früheren Zeit noch erträglich ist, sticht hier, obgleich nicht ganz so extrem, um ein Vielfaches stärker ins Auge, weil seine Bücher im Hier und Heute spielen (okay, für mich sind die Achtziger noch Teil des Hier und Heute, klar?), und weil der Autor hier nicht etwa wie Blyton ein den Vorurteilen seiner Zeit auf den Leim gegangener Gutmensch ist, sondern ein professioneller Fließbandschreiber, der aus finanziellem Kalkül auf gängige Stereotypen setzt. Gleichzeitig bemüht er auch noch immer wieder den moralischen Zeigefinger viel aufdringlicher und unglaubwürdiger als Kästner und propagiert reichlich fragwürdige Idealbilder von Jugendlichen (denn der Kampfsport betreibende Draufgänger Tarzan/Tim und die hübsche, schüchterne Gaby werden als Rollenmodelle vorgegeben, während der weltfremde „Nerd“ Klaus und natürlich der unsportliche Klößchen hauptsächlich als abschreckendes Beispiel dafür dienen, wie man als Kind lieber nicht sein sollte, wenn man nicht gerade das Glück hat, einen „Beschützer“ wie Tarzan zu haben).

Glücklicherweise gibt es ja auf dem Feld der Detektiv-Geschichten Die Drei ??? (Das wird „Die drei Detektive“ ausgesprochen, falls Ihr diese Serie nicht kennt!). Klar, sie spielen ein bis zwei Jahrzehnte früher als TKKG und in Kalifornien, aber sie sind einfach besser: Phantasievoller aufgebaut und spannender erzählt! Gerade die Folgen, in denen die drei ??? einer Serie von rätselhaften Hinweisen folgen müssen, zählen zu ihren stärksten. Alles in allem ist die Reihe kein Muss, und insbesondere die zahlreichen Nachahmungen und Varianten der Originalbücher, die es unterdessen gibt, dürften von sehr unterschiedlicher Qualität sein, aber für lesehungrige Kinder mit Appetit auf Detektivgeschichten ist diese Serie eine solide Wahl.

Wen gab es noch: Wolfgang Ecke! Kennt den heute eigentlich noch jemand, mit seinen Figuren Perry Clifton und Balduin Pfiff? Balduin, der Buttermilch trinkende Fettwanst, dessen Texten immer einfache Kochrezepte beilagen, war dabei deutlich unterhaltsamer. Vielleicht lag es daran, dass die Kurzgeschichten, die ich von Pfiff nur kannte, nicht auf Romanlänge ausgewalzt waren, und so die kleinen, teilweise äußerst feinen Ideen gut zur Geltung kamen. Vielleicht lag es auch daran, dass Ecke als Schreiber einfach die Klasse fehlte, komplette Romane aufzubauen. Vielleicht lag es aber auch an der äußerst gewollt wirkenden Platzierung Cliftons in London, das mir selbst als Kind bei Eckes Geschichten immer als notdürftig beschriebene Kulisse ohne authentisches Flair erschien. Ganz bestimmt aber lag es an der unfertigen und uninteressanten Figur des dreizehnjährigen Dicki, dessen einzige wirkliche Bedeutung für die Handlung in der Bewunderung des achsoschlauen (und wenn man genau hinliest, oft reichlich unfähigen) Perry bestand. Einige von Eckes Kurzkrimis sind echte Juwelen (Wer kennt die „Zwerg-Zirbel-Zypresse“ und die „Platte für eine Mark“ noch?), aber seine längeren Bücher erschienen mir immer etwas fad. Jedoch sind gerade seine Mitratekrimis ein hervorragendes Konzept für Jugendliteratur!

Michael Ende möchte ich noch erwähnen. Die Jim-Knopf-Bücher habe ich ganz nett in Erinnerung, aber ich weiß es nicht mehr genau, weil sie irgendwie aus meinem Bücherregal verschwanden. Momo ist ebenfalls ein nettes Buch, aber ich las es erst mit fünfzehn, sechzehn Jahren, und da stießen mir die teilweise doch sehr offensichtlichen Allegorien bereits sauer auf. Die Unendliche Geschichte hingegen fand und finde ich trotz vereinzelter netter Ideen doof: Als Tolkien-Leser hatte ich zu schätzen gelernt, dass eine Welt fremdartig und phantastisch, aber trotzdem einer inneren Logik unterworden sein kann, und die Beliebigkeit und Widersprüchlichkeit Phantasiens (was für ein phantasieloser Name übrigens!) sprach mich nicht an.

Und schließlich ist da natürlich noch Wolfgang Hohlbein. Unter anderem zusammen mit seiner Frau Heike hat er zahlreiche Jugendbücher geschreiben. Märchenmond hat mir, glaube ich, ganz gut gefallen. Die folgenden Bücher (zum Beispiel Elfentanz)… lasen sich irgendwie ganz genau so, nett, aber irgendwie nur Wiederholungen. Mit anderen Worten: Auch nicht anders als bei seinen Erwachsenenbüchern, wo er gute Ideen und Konzepte hat, sie aber in endloser Repetition auswalzt (und dabei gelegentlich den Faden verliert). Allerdings war ich auch bei der Lektüre von Hohlbeins Büchern bereits ein wenig älter.

Ich denke, das waren alle Autoren, von denen ich mehr als ein oder zwei Bücher gelesen hatte, die eindeutig Jugendbücher waren! (Einzeltitel kann ich weiß Gott nicht alle aufführen.) Dazu kamen natürlich noch jugendgerecht aufgemachte Ausgaben anderer Autoren wie zum Beispiel Jules Verne, Jack London oder Arthur Conan Doyle („jugendgerechte“ Umschreibungen sind eigentlich ein Verbrechen – habt Ihr „Gullivers Reisen“, diese bissige Gesellschaftssatire, als Jugendbuch gelesen? Was für ein Frankenstein-Monster!) Außerdem natürlich Comics! Ich wuchs mit Disney (die alten Geschichten, bevor die Lustigen Taschenbücher herauskamen, waren noch richtig gut!), Asterix, Lucky Luke sowie Tim und Struppi auf. Superhelden-Comics hingegen waren nur begrenzt mein Fall – Superman war damals schon langweilig! Helden, die einem bestimmten „Aspekt“ zuzuordnen waren, wie Roter Blitz, Grüner Pfeil oder Aquaman regten schon eher meine Phantasie an, und wenn ich damals bereits gewusst hätte, wie ich an Batman-Geschichten komme… aber dazu habe ich ja bereits gebloggt.

Dann habe ich mich noch durch einen großen Teil der Bücherregale meiner Eltern gelesen. Insbesondere Agatha Christie und Edgar Wallace habe ich dutzendweise verschlungen (aus heutiger Sicht weiß ich, dass die Christie-Krimis um Größenordnungen besser sind, weil sie nicht nur hervorragend ausgearbeitete Kriminalfälle sind, sondern gleichzeitig messerscharf zutreffende psychologische und soziologische Einsichten bieten), und auch Dorothy Sayers (auch sehr empfehlenswert!). Krimis, Abenteuergeschichten, Phantastik – das hat mich als Jugendlicher interessiert.

Was hat sich eigentlich in den letzten zwanzig Jahren getan? Welche neuen Autoren von Jugendbüchern gibt es, die das Potenzial besitzen, Generationen zu überdauern?

Na klar, da ist Harry Potter. (Ich habe die Bücher unterdessen gelesen und werde vermutlich einen eigenen Eintrag über sie verfassen. Wie auch immer: Es sind eindeutig Kinderbücher, auch wenn sie gegen Ende hin düsterer werden.) An dieser Stelle zitiere ich mal aus einem Forum meine Antwort auf die Frage eines Mitglieds, warum ich der Ansicht sei, die Zeit sei für diese Bücher einfach reif gewesen:

Die Zeit war deswegen reif dafür (nicht für die schreiberischen Schwächen, sondern für die Thematik), weil in den Neunzigern das Fantasy-Thema in den Mainstream gelangt war. Die Generation, die mit dem Herrn der Ringe und Star Wars aufgewachsen war, kam in die Elternrolle. Sieh Dir die Kinofilme dieser Epoche an! Selbst Fantasy-Rollenspiele, die noch Ende der Achtziger von der Bild-Zeitung als Grundlage einer satanistischen Sekte angeprangert worden waren, wurden über den Quereinstieg der Computerwelt salonfähig, und Das Schwarze Auge wurde zum Familienhobby.

Die Zeit war reif für eine Jugendbuchreihe, welche phantastische Themen nicht mehr mit dem Staub des Märchenhaften behandelte, so wie zum Beispiel Der Räuber Hotzenplotz (nichts gegen diese herrlichen Bücher, BTW!), sondern sie in das Gewand der modernen Phantastik einbettete, mit den Wurzeln nicht mehr in Märchen und Legenden, sondern in der modernen Popkultur.

Der Erfolg von Kinder- und Jugendbüchern wird immer von den Eltern bestimmt, und an Stelle der Elterngeneration, die in den Achtzigern ihren Kindern TKKG und Die drei ??? gekauft hatten, weil sie in ihrer Jugend Edgar Wallace und Agatha Christie gelesen und im Kino gesehen hatte, war eine solche getreten, die sich begeistert auf Harry Potter stürzte.

Was ist mit Artemis Fowl? Das sollen sehr erfolgreiche Bücher sein, und auch wenn man natürlich den Eindruck bekommen kann, dass Eoin Colfer hier auf den Potter-Zug aufgesprungen ist, erscheinen sie mir auf den ersten Blick eigenständig und interessant. Wer kennt sich damit aus?

Und dann ist da Lemony Snicket (Daniel Handlers) „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“, der mich im Kino begeistert hat. Sind die Bücher auch so gut?

Auf jeden Fall denke ich nicht, dass es ein Zufall ist, dass alle diese Reihen dem Gebiet der Phantastik zuzuordnen sind. Artemis und Lemony werde ich mir in nächster Zeit wohl näher ansehen, denke ich: Gute Jugendbücher kann man auch als Erwachsener noch gerne lesen, und außerdem betrachte ich das als eine Art „Fortbildung“, wie schon bei Harry Potter: Phantastische Literatur, Jugendbücher, Bestseller – das sind alles Dinge, die ich gerne einmal schreiben würde, da sollte es nichts schaden, mich mit ihnen auseinanderzusetzen!

Nachtrag: Es gibt unterdessen noch einen Nachschlag zu diesem Beitrag, und zwar hier.

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17 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. zu Artemis Foul: hat eigentlich wenig mit Harry Potter zu tun. Verwandt ist das Thema der „zweiten“ Welt neben unserer, diese 2. Welt bei Artemis ist aber von den klassischen Gestalten bewohnt die aber wesentlich fortschrittlichere Technologie als die Menschen haben.

    Es sind eigentlich klassische Spiongeschichten nur durch die ungewöhnlicheren Charaktere gewürzt, und für Kinderbücher ungewöhnlich das es mehrere Erzählperspektiven gibte (die guten und die „nicht so guten“).

    Was ist so aus meiner Kindheit hängengblieben?

    Kommisar Kugelblitz: Kurze Krimigeschichten zum selbstraten mit anschleißender Lösung.

    Sonst waren mir die richtigen Kindergeschichten zu dumm, mit 12 schon den Herrn der Ringe gelesen und dann ein paar Jahre später Terry Pratchett, bei dem einem mit 14 viel des Humors entgeht.

  2. Ich habe zwar bewusst erlaubt, anonyme Kommentare abzugeben, aber in Deinem Fall ist das doch wohl ein Versehen, oder? Magst Dich nich outen?

    Ich hatte natürlich auch Überschneidungen zwischen meiner „Jugendbuch“- und meiner „Erwachsenenbuch“-Phase und auch gerade den Herrn der Ringe schon mit ca. 12 Jahren gelesen, und mit 13-14 dann George Orwell etc…

  3. Da hast du grade ein für mich äußerst interessantes Thema angeschnitten.
    „Damals“ als ich also noch im Jugendbuchgerechten Alter war, habe ich auch noch extrem viel gelesen (keinen Computer, Fernsehstrenge Eltern)
    Viele deiner Beobachtungen habe ich auch selbst gemacht, grade was den Unterschied zwischen TKKG und den drei??? angeht. Dazu muss erwähnt werden, dass ich TKKG eigentlich nur aus der unsäglichen Fernsehserie kenne (Fabian Harloff spielt den Tarzan einfach noch arroganter, als die Rolle in den Büchern schon ist) und als ich einmal zufällig miterleben durfte, wie unter „Klößchens“ Gewicht ein Stuhl zusammenbrach, war der Franchise entgültig für mich gestorben. die 3??? jedoch entwickeln eigentlich erst in der deutschen Hörspielversion ihren ganzen Charme, bei mir spielen da sicher auch die Assoziationen eine Rolle, doch auch heute noch höre ich sie gerne zum Einschlafen. Sicher, die Qualität der Anfangstage erreichen die späteren Folgen nicht mehr, aber ich lasse das gerne mal als „Kultfaktor“ durchgehen.
    (Im übrigen waren, als ich letztens mir den Film angeschaut habe nur ältere Jugendliche/junge Erwachsene zugegen, ein sehr lustiges Bild irgendwie…)

    Phantastische Literatur für Kinder gibt es einige, im Zuge der Trailer für den Film erinnerte ich mich da auch wieder mit Freuden an die „His dark Materials“ Reihe von Phill Pullman, drei dicke Bücher, die ich dennoch in kürzester Zeit verschlang. Sicher bessere Literatur als die Werke der Frau R.

    Deiner Beschreibung von Hohlbeins Werken kann ich mich nur anschließen, positiv bleibt mir jedoch ein gewisser Grad an Selbstironie im Gedächtnis „13-jährige Mädchen, die die Welt retten, kommen sonst nur in Büchern gewisser Fantasy-Autoren vor, denen nichts mehr einfällt.“ Gelesen hab ich’s aber wohl eher um des lesens willen, nicht so arg auf Grund der großartigen Geschichten.

    Um noch einmal auf das Thema Krimis für Kinder/Jugendliche zurückzukommen:
    Ich bin irgendwann mal über die „Kater“ Reihe von Jo Pestum gestolpert. Hauptfigur ist ein ein wenig desillusionierter Hauptkommisar aus Düsseldorf, der „der Kater“ genannt wird, thematisch sind die Bücher wohl „erwachsener“ als die oben angesprochenen, es geht eben um richtige Verbrechen. Grade aber auch die gesellschaftskritische Komponente kommt nicht zu kurz, ohne dabei aufgesetzt zu wirken.

    Abschließend sei hier noch „Im weiten Land der (neuen) Zeit“ von Max Kruse erwähnt. Eine für mich ungemein Faszinierende Reise durch die Geschichte der Menschheit, in Form eines Freizeitparks.
    Besonders interessant wird das ganze durch die unterschiedlichen Charaktere der jugendlichen Hauptpersonen, die es ermöglichen, das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln zu kommentieren. Ungemein faszinierend das ganze.

  4. um mich zu „outen“, der erste ist von mir und die Anonymität war ein PC-Wechsel bedingter Fehler, auch wenn bei den Kommentaren es eigentlich keinen großen Sinn macht einen Namen zu schreiben, schließlcih zählt ja eigentlich der Inhalt und der Schreiber ist wie ein Heckenschütze der aus der Dunkelheit auf den armen Blogger anlegt.

    Um noch was zum Thema beizutragen: Der Zauberer von Oz ist ein Wunderbares Buch, und die nachfolgenden Bücher sind auch sehr gut mit für Jugendbücher herausragend guter Handlung und Ideen, auch wenn sie hab einen bestimmten Band den Autor gewechselt haben.

  5. ich habe den Namen des anderen Autors mal er wikipeded:
    Alexander Melentjewitsch Wolkow, ein Russe wie man am Namen erraten kann.,
    Er hat den Zauberer von Oz nachgedichtet, als „Der Zauberer der Smaragdenstadt“.
    (habe alles von ihm und nicht das Orginal gelesen.
    Diese Version habe ich mit Nachfolgebänden nach und nach aus Altbeständen in der Verwandschaft zusammengeschenkt bekommen, was für ihre laut Wikipedia hohe Verbreitung in der DDR spricht.

  6. Ich habe damals mit Enid Blyton angefangen, deren Bücher mir auch gut gefallen haben – ich habe aber nur wenige von ihr gelesen, weil ich die Hörspiele so gut fand. Mein erstes „Fantasybuch“ war dann Hagen von Tronje von Hohlbein (nett aber auch nicht mehr (wie viele Hohlbeinbücher) – danach kam „Der Zauberstein von Camelon“ von Martin Eisele – die Serie fand ich richtig gut – sie wurde aber leider nach dem 5. Band eingestellt obwohl es gerade erst richtig spannend wurde. Eins der besten Bücher überhaupt (ich lese es auch heute noch) ist von Tamora Pierce – „Die schwarze Stadt“ und „Im Bann der Göttin“ – die Abenteuer von Alanna, ein Mädchen das gerne Ritterin werden möchte, was aber nur Männern gestattet ist – dieses Buch ist so gut, dass man es einfach gelesen haben muss. Damals
    ein Jugendbuch – später stand es als „Mädchenroman“ im
    Regal und heute ist die Neuauflage unter den „Erwachsenenfantasyromanen“ zu finden ;-). Auch David Eddings „Belgariadsaga“ habe ich meiner Tochter (9) schon zu lesen gegeben – eine Serie, die einfach nur als gut zu lesen für jedes Alter zu beschreiben ist – ich könnte hier noch Stunden weiterschreiben aber jetzt reichts erstmal ;-).

  7. Mark Brandis! Den muss ich später noch nachreichen…

  8. inmanchen teilens timme cih dir zu (TKKG, Die 3 ???)
    von anderen verstehe ich altersbendingt nix (bin halt erst 15).

    Ich habe Zauberer von Oz und Zauberer der Smaragdenstadt gelesen und ich fand den Zauberer der Smaragdestadt besser.(Achtung!!! subjektve Einschätzung)
    weis nicht mehr genau wiso, ist schon 6 jahre her.

    Artemis Fowl finde ich klasse, die Geschichte ist gut(wenn man sich auf die Story einlässt) und im neusten Band geht sogar nicht „alles“ gut aus, wie es sonst immer ist(–> Potter). Auf dei Potter-Welle aufgesprungen verstehe cih cniht, das ist Eoin Colfer für meine Begriffe nicht.
    Artemis hat gewisse analogien zu mir (finde ich und andere auch) und die teilweise sarkastische selbstironie hat seine grenzenlose überhelichkeit wieder eingefangen. Und ja, er sollte erfolgreicher sein als Harry Potter.

    Harry Potter kennt jeder. Die letzten 2 hab ich nur gelesen, weil ich wissen wollte wie schlecht eine Geshcichte noch werden kann. in dieser hinsicht hat mich der letzte band, von der Story her positiv überrascht, acuh wenn der Epilog das ätzenste war was jemals in diesen Büchern stand.
    Die bis zum 4. fand ich sogar noch zeihmlich gut.Ich war bei ersten ~10 Jahre alt)

    MfG Chickenfood

    P.S: irgendwann später wird mir auffallen,d as ich was vergessen habe,dann kommt der nächste kommentar.

    P.P.S: hoffentlich war das nicht wieder zu lang.

  9. Pippi Langstrumpfs Abenteuer bestehen hauptsächlich darin, sich bunt anzuziehen? Das hab ich aber anders in Erinnerung XD
    Ronja Räubertochter fand ich ganz toll.

    Hohlbein habe ich eine Zeit lang gelesen, war zwar immer wieder in das gleiche, aber doch ganz unterhaltsam und genau das richtige für die Zeit.

    Als ich 11/12 war hat mein Stiefvater Robinson Crusoe und Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer besorgt und wollte so meinen Bruder zum Lesen bewegen. Naja, hat nichts gebracht, aber ich fand beide toll.

    Diese ganzen Kinder-Detektiv Sachen fand ich immer schon langweilig, außer es kamen Außerirdische darin vor XD Nuya, mich interessieren Kriminalgeschichten heute immer noch nicht so sonderlich.

    Harry Potter ist wirklich gut, Rowling hat auf jedenfall ein Talent dafür, mitreißend, spannend und phantasievoll zu schreiben. Und sie begeistert Millionen von Menschen, was an sich ja schon eine gute Tat ist und ihr vollkommen zu Recht viele Millionen einbringt. Stephen Kings Bücher sind eher nicht so richtig was für mich, im Zweifelsfall stehe ich dann doch eher auf den „Kuschelkurs“, aber hier ist seine Meinung zu Harry Potter: http://www.ew.com/ew/article/0,,20044270_20044274_20050689,00.html
    Ich glaube ja, dass die Leute, die das als total schlecht bezeichnen nur wieder diese super „individuellen“ (=haben für’s schlecht-finden keinen anderen Grund als den, dass es jeder kennt) Möchtegern-Intelektuellen sind. ^_^

    Zur Zeit ist meine Lieblingsjugendbuchautorin Cornelia Funke. Ist ja auch sehr erfolgreich, Tintenblut erzählt von allem, wovon ich früher auch geträumt habe.

    An Comics liebe ich Elfenwelt von Richard und Wendy Pini. Das war glaube ich so mit 12/13. Es ist sooo tool. Wenn auch vieleicht nicht gerade Kinder die Hauptzielgruppe sind.
    Ansonsten halt alles, was sie gerade in der Jugendbibliothek hatten (war bei mir genau auf der anderen Straßenseite, bin da oft mehrmals am Tag rübergegangen).

    Ach ja, der kleine Vampir! Der Grund dafür, dass ich als Kind schon „sterben“ wollte. XD

    Hm, was war da noch… Oh man, so jung und schon so viel vergessen, wo soll das noch hinführen..
    Die Schatzinsel, ja genau! Grad wieder im Regal entdeckt, die war auch gut ^^

    Ganz, ganz früh habe ich noch die ganzen Märchenbücher hier gelesen… „Wie ein Bauer Pharao wurde“, „Das kalte Herz und andere Märchen“, „Das große Buch der Alpensagen“ und wie sie alle heißen…

  10. Re: Astrid Lindgren
    Die hat immerhin das einzige Buch geschrieben, dass ich nicht weil’s so langweilig war nicht zuende gelesen hab.
    Die Brüder Löwenherz. Ganz ganz bitteres Buch, aber ich glaube es ist großartig.

  11. Fowl finde ich auch besser als Potter.

    Das Problem Heutzutage ist evtl. dass viele Bücher in Form von Hörbuchern konsumiert werden.
    Das ist im Fall der Artemis Folgen leider in Bezug auf die Pferdegeräusche von Foaly dem Zentauren sehr nervig und verdirbt den Spass am zuhören und somit am Inhalt.
    Sicherlich ein grosser Pluspunkt für die Bücher, nur werden diese oft von niemandem gekauft wenn man den Inhalt auch nebenher beim Computerspielen konsumieren kann.

    (Outing: Mir geht es leider genau so…)

  12. Ich stimme hier ( in großen Teilen ) Herrn Pirschner zu, auch wenn ich mich selbst noch in meiner Jugend befinde. Vorallem die riesige Qualitätskluft zwischen TKKG und ??? ist mir auch schon mehrmals aufgefallen.

    PS:Chickenfood, das war nicht zu lang sondern zu viele Rechtschreibfehler und zu dumm.

  13. das vom Chickenfood wirkt nur so lang ,weil es so schwer lesbar ist wegen den ganzen buchstabendrehern

  14. Hmm… interessant, wie sich die Jugendbücher über die Jahre kaum verändert haben! Ich dachte mir zuerst, na mal gucken was damals so gelesen wurde (bin immerhin 14 Jahre jünger als AP), aber ich habe durch den ganzen Text nur Kindheitserinnerungen wiedergefunden, hab ich so in der Form fast alles auch gelesen, abgesehen von kleineren Unterschieden ( bei Lindgren mochte ich eher die Fantasy-angehauchten Bücher, also die Brüder Löwenherz oder Mio, mein Mio). Und als du dann auch noch Mark Brandis in den Kommentaren erwähnt hast, dessen Bücher ich mit 10-12 verschlungen habe wars vorbei! Auch bei TKKG vs 3 ??? muss ich dir zustimmen, TKKG fand ich nie schlecht, aber letzteres war irgendwie viel interessanter und faszinierender!
    Sehr schön erzählt!

  15. Ich habe neulich zwei sehr interessante Bücher gelesen – so interessant, dass ich diesen Blogeintrag rausgesucht habe, um ihn zu kommentieren.
    Hast Du mal „Little Brother“ und das (leider deulich schwächere) Sequel „Homeland“ von Cory Doctorow in der Hand gehabt.
    Die gebe ich Dir mal als dringende Leseempfehlung.
    Sie sind zwar ziemlich anstrengend zu lesen – das passiert halt, wenn ein 40jähriger zwanghaft versucht, eine „coole Jugendsprache“ zu verwenden.

    Aber da Du dich ja immer intensiv mit Meinungsfreiheit, Bürgerrechten im Internet und solchem Hippiegedöns beschäftigt hast solltest Du Dir Bücher wirklich mal ansehen.
    Doctorow ist ein großer Verfechter des Konzeptes „Creative Commons“, die englichen E-Books kannst Du Dir umsonst von seiner Webseite laden. Google das einfach.

  16. Danke für die Empfehlung – aber ich und e-Books? Eher nicht, fürchte ich.

    • Joah, die gibt es aber auch als „echte“ Bücher… ein oder zwei im legal runtergeladenen Ebook gelesene Kapitel können aber eine Kaufentscheidung in die eine oder andere Richtung beeinflussen.
      So war das gemeint. Kann man auch am Rechner lesen. Oder um ein oder zwei Kapitel ergänzen. Oder remixen. Creative commons machts möglich.


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