Kniffel Deluxe!

Ich beschäftige mich in den letzten Tagen ja viel damit, in den Erinnerungen an meine Jugendzeit herum zu kramen, in der ich unter anderem fleißig allerlei mit Würfeln und Karten gespielte Spiele erfunden habe, und diejenigen meiner Ideen, die tatsächlich etwas taugten, mit Hilfe meines nunmehr deutlich verbesserten Verständnis dessen, was ein gutes Spiel ausmacht, zu überarbeiten und Euch zu präsentieren.

Ich erinnere mich an eine Phase – ich muss zwischen 12 und 14 Jahren alt gewesen sein – da habe ich Spiele entworfen, die auf der Verwendung von achtzehn (sechsseitigen – andere kannte ich damals noch nicht) Würfeln basierten. Nein, ich weiß nicht mehr genau, warum – sicherlich hatte es etwas damit zu tun, dass ich achtzehn Würfel BESASS, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch noch mehr waren. Die meisten dieser Spiele sind in den Untiefen meines Gedächtnisses versunken, und wahrscheinlich ist das auch gut so. An ein Spiel, welches ich einfach nur „18“ nannte, erinnere ich mich noch einigermaßen gut, weil ich es damals eine Zeit lang tatsächlich mit ein paar Freunden gelegentlich gespielt hatte: Man würfelte die achtzehn Würfel auf einem großen Schachbrett (jaja, das große Schachbrett – neben Würfeln und Karten das Hauptutensil meiner damaligen Spiele) und ordnete sie in senkrechten Reihen nach ihrer Augenzahl an, von oben nach unten, rechts mit der 1 beginnend. Dann spielte man mit diesen Würfeln Solitär, mit dem Ziel, möglichst wenige Augen übrig zu behalten. Es gab noch ein paar Sonderregeln bezüglich der Benutzung des Randes, sowie mit der Abrechnung am Ende, aber das war die wesentliche Idee. „18“ war kein schlechtes Spiel – jedenfalls gewiss nicht schlechter als viele Spiele, die ich damals in kleinen Taschenbüchern mit Spielesammlungen fand, die voll mit simplen, fantasielosen und unspannenden Spieleideen waren, um ihre Seiten zu füllen – aber auch kein wirklich gutes Spiel, auch wenn die Idee als solches Potenzial hat, und ich sie im Hinterkopf behalte, um vielleicht irgendwann davon ausgehend ein besseres Spiel zu entwickeln.

Das andere Spiel, an das ich mich noch erinnere, und das tatsächlich etwas taugt, ist „18-Kniffel“. Kniffel ist ja wohl bekannt (oder sollten die jüngeren Generationen es nicht mehr, oder nur unter dem Markennamen Yahtzee kennen?), und im Gegensatz zu Maumau gibt es dafür auch eine allgemein verbindliche Version. Ich hatte als Kind ganz gerne gekniffelt, aber irgendwann stellte ich fest, dass ich zu wenige Entscheidungsmöglichkeiten besaß, um wirklich Spaß zu haben, und dass der Glücksfaktor doch sehr groß war. Die Herausforderung bei Kniffel bestand zum größten Teil darin, beim Schütteln des Würfelbecher die Augen zu schließen und sich darauf zu konzentrieren, die richtigen Zahlen zu würfeln – eine Beschäftigung, die mich entweder intellektuell deutlich unterforderte, oder mental erheblich überforderte (meine PSI-Fähigkeiten sind doch eher rudimentär ausgeprägt).

Diese Probleme habe ich in meiner eigenen Kniffel-Version entschärft. Natürlich ist auch „18-Kniffel“ immer noch ein Glücksspiel, aber man hat erheblich mehr Einflussmöglichkeiten auf seinen Verlauf, und das bedeutet für mich mehr Spaß!

Zu 18-Kniffel

Advertisements
Published in: on August 20, 2008 at 4:17 am  Comments (2)  
Tags: , , , , , , , , , ,

2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Also mit 19 (oder ist mandmit schon zu alt, um als jüngere Generation durchzugehen?) kennt man Kniffel noch – Yahtzee hingegen nicht^^

  2. Also ich bin 33 und (wie man unschwer erkennt) Kniffel Fan. und ich muss auch sagen, dass es schon jeder unter „kniffel“ kennt… ich spiele wirklich oft mit freunden oder im sommer hier und da im cafe oder im biergarten…. also mit vielen verschiedenen leuten, da sagt keine „yatzee“ o.ä.

    im übrigen gibt es von einem herrn holderied sehr interessante berechnungen zum kniffel spiel (von wegen reines glücksspiel ;-)

    viele grüsse
    der kniffler


Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s