Der einzige mögliche Glaube

So viel ist in den letzten Wochen in der Welt passiert, wozu ich hätte bloggen sollen, aber so wenig, wozu ich bloggen wollte – es ist alles nur negativ, und was bringt es schon, immer wieder darüber zu jammern? Da sind die Terroranschläge im Irak, in Afghanistan und in Pakistan, die beweisen, dass es im Umgang mit Al-Qaida oder den Taliban für den Westen letztlich nur darum geht, ob man sie durch militärische Präsenz und Widerstand zum Morden ermutigt, oder ob man sie durch Nichteinmischung und Gewährenlassen zum Morden ermutigt. Da ist das unvermeidliche Auffliegen der Steuersenkungslüge unserer schwarzgelben Regierung, die völlig überraschend nach genauer Analyse der Haushaltssituation nach und nach zu der Einsicht gelangt, dass eigentlich gar kein Geld dafür da ist. Da ist die Pleite von Quelle, sowie die gescheiterte Rettung von Opel – beides ein Zeichen dafür, dass das Idealmodell einer vollbeschäftigten Gesellschaft nichts weiter als eine Utopie ist, weil einfach nicht genügend Arbeit VORHANDEN ist; weil wir bereits in allen Bereichen überproduzieren und Arbeitsplätze, die überhaupt nicht benötigt werden, mit Subventionen verschiedenster Art künstlich am Leben zu erhalten versuchen.

Über all dies könnte ich ausführlich bloggen, und vielleicht sollte ich es auch, aber ich will heute einmal eine der wenigen positiven Nachrichten, welche das Weltgeschehen zu bieten hat, in den Blickpunkt rücken:

Das Kruzifix-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Ja, das Recht auf Religionsfreiheit bedeutet in erster Linie ein Recht auf Freiheit von Religion! Und etwas Wichtigeres als diese Feststellung und als diesen weiteren Etappensieg für die Säkularisierung unserer Gesellschaft gibt es vielleicht überhaupt nicht: Letztlich wären vermutlich alle Probleme dieser Welt, zumindest langfristig, lösbar – prinzipiell ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es der Menschheit gelingt, Energie in unerschöpflichen Mengen zu erzeugen, und darauf aufbauend lassen sich letztlich ALLE Probleme der Menschheit lösen – wenn, ja WENN die Menschheit sich endlich tatsächlich damit befassen würde, sie tatsächlich zu lösen! Dafür aber benötigen wir eine allgemeine Geisteshaltung, die sowohl von Humanität, als auch von Rationalität geprägt ist. Guter Wille und klarer Verstand, darauf kommt es an – keine wertelose Gesellschaft, aber eben auch keine hirnlose.

Alle Konflikte unserer Welt haben ihre Wurzeln entweder in materiellen Bedürfnissen oder in Bigotterie. Das erste Problem könnten wir prinzipiell lösen – wenn es uns doch nur gelänge, das zweite zu überwinden! Ein Bekenntnis zur Humanität lässt keinen Platz für die Anerkennung einer übernatürlichen Autorität, es sei denn, diese verlangte ausschließlich Humanität und Rationalität als Leitlinien menschlichen Handelns (und machte sich somit selbst überflüssig).

Das größte und auf lange Sicht wohl einzige Problem der Menschheit ist die menschliche Natur, ist unsere Dummheit und Gemeinheit, welche uns daran hindert, uns die richtigen Ziele zu setzen und dafür die richtigen Wege zu beschreiten – unsere Weigerung, Menschlichkeit über alles andere zu stellen und unseren Verstand zu benutzen, um menschlich zu handeln. Menschlichkeit wiederum bedeutet dabei nichts anderes als die Einsicht, dass andere Menschen Abbilder von uns selbst sind – keine Abbilder eines Gottes, sondern von uns selbst – und dass wir uns daher für ihr Wohlergehen ebenso einsetzen müssen wie für das eigene. „Was Du nicht willst, das man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem andren zu“- dieser Spruch fasst alles, was sämtliche Religionen der Welt an „Werten“ zu bieten haben, bereits zusammen; alles Weitere ist unsinnig, irreführend oder unmenschlich; ist wertlos.

Gewiss, vom philosophischen Standpunkt aus betrachtet, gibt es keinen Beweis; ja gibt es keine Beweismöglichkeit dafür, dass andere Menschen uns gleich sind; dass sie überhaupt existieren – wir erfahren immer nur singulär unsere eigene Existenz, alles andere ist Vermutung. Vielleicht gibt es Gott, und ICH bin Gott, und diese ganze Welt ist meine Schöpfung, existent ausschließlich in meiner Vorstellungskraft (und auweia, bin ich gestört!) – das lässt sich nicht widerlegen!

Insofern kommt an dieser – und NUR an dieser! – Stelle „Glaube“ ins Spiel: Glaubt man an seine Einzigartigkeit, oder glaubt man daran, nicht allein in der Welt zu sein? Ist man selbst der einzige wahre, tatsächlich existierende, fühlende und denkende Mensch, oder ist man Teil einer Menschheit, welche zwar aus Individuen besteht, doch deren Mitglieder einem im Grunde alle gleichen? Jedes Aussagensystem benötigt eine Axiomatisierung, und dies ist die grundlegende ethische Frage: Ist man ein singuläres Individuum, so ergibt es Sinn, ausschließlich im eigenen Interesse zu handeln. Ist man jedoch Teil eines größeren Ganzen, so muss man auch im Interesse seiner Mitmenschen handeln. Wer sich auf den ersteren Standpunkt stellt, ist „böse“; wer sich auf den zweiten stellt, „gut“ nach gängigen Definitionen.

Ich glaube nicht daran, dass ich die Summe aller menschlichen Erfahrungen im Universum ausmache – ich glaube, dass es andere Menschen gibt, die ebenso wie ich Gefühle und Gedanken besitzen (und das ist eine absolut erschreckende Vorstellung, wenn man bedenkt, wie vielen Menschen es weit, weit schlechter geht als mir!) – das ist mein Glaube, und deswegen betrachte ich mich, unter Anerkennung all meiner Fehler und Schwächen, prinzipiell als „guten“ Menschen. Beweisbar ist dieser Standpunkt jedoch nicht, ebenso wenig wie widerlegbar; in jedem Fall aber ist er notwendig, denn eine Grundmaxime für sein Handeln benötigt jeder (denkende) Mensch. Das ist es, wofür der biblische Baum der Erkenntnis steht: Man erkennt die Notwendigkeit, sich zu entscheiden – stellt man sich über andere, oder stellt man sie sich gleich? Handelt man „böse“ oder „gut“?  „Einfach nicht darüber nachdenken“ ist keine Alternative mehr, sobald man auch nur einmal diesen Gedanken hatte, und dieses Nachdenken ist es ja gerade, welches uns zu Menschen macht und welches uns dazu verpflichtet uns zu entscheiden, welches uns mit gutem oder schlechten Gewissen leben lässt.

Dieser Glaube ist unumgänglich, denn eine Antwort auf die Frage, ob man alleine ist oder nicht, ist prinzipiell nicht beantwortbar; und darauf muss jeder Mensch seine eigene Antwort finden. Sobald diese aber gefunden ist, ist es an der Zeit für den Verstand, die Lenkung zu übernehmen! Die Frage „Will ich gut sein?“ ist eine grundlegende, ist eine Glaubensfrage; die Frage „Wie handle ich gut?“ ist es NICHT – sie muss vom Verstand beantwortet werden, und sie verlangt ständiges Hinterfragen und Selbstkritik – mit anderen Worten, genau das, was jede Religion mit ihrem Hinweis auf höhere Autoritäten unterbindet! Kein Glaube darf über die grundlegende, notwendige Frage hinausgehen, und darauf allein gründet sich keine Religion; darauf gründet sich die humanitäre Ethik. Religiöse Verkleidung ethischer Argumente ist selbst im besten Fall überflüssig und in der Realität kontraproduktiv. Es ist der Glaube, welcher die grundlegende Zielsetzung „gut“ oder „böse“ festlegt, aber es ist der Verstand, welcher unsere Handlungsmöglichkeiten mit „richtig“ oder „falsch“ bewertet.

Ich bin froh, dass es in Europa eine Instanz gibt, welche die Menschenrechte an allererste Stelle setzt. Das ist ein winziger Lichtblick Hoffnung in unserer finsteren Welt!

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17 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Andi, versuche Deine innerlichen Irritationen zu beantworten:
    1.Nicht der „Glaube“
    eines natürlichen und ungeistigen Menschen setzt fest,“was gut oder böse“ ist, SONDERN
    der Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist des Menschen und Universums!
    1. Korintherbrief, Kapitel 1,2,3,

    2.Wie handle ich „gut oder böse“?
    ist auch keine „Glaubensfrage“ und auch keine
    „Verstandesfrage“ des natürlichen und
    ungeistigen Menschen, wenn die Wiedergeburt
    und Erneuerung eines natürlichen und
    ungeistigen Menschen-
    zu einem Gottesmenschen, Geistesmenschen und Wiedergeburtschristen nach dem Grundgesetz, Geist und Norm wie Prinzipien Gottes und seinem Christus, nicht stattgefunden hat im endlichen Menschen.
    Johannes kapitel 3,3-6/1.Petrus 1,23
    Was vom Geist/GOTT gezeugt und geboren ist, ist Geist!
    UND was vom Fleisch und Menschen gezeugt und geboren ist, ist Fleisch, das gilt auch im christlich-religiösen Bereich!

    Was den einzig wahren
    „Allerheiligsten und Alleinseligmachenden Glauben“ betrifft,
    so ist dieser Glaube, wie hier beschrieben,
    EINE GABE GOTTES an den Menschen,
    Eine Frucht des Heiligen Geistes in dem neuen Menschen, und ein teurer Glaube, wie Petrus schreibt.
    1.Petrus 1,/2.Petrus 1,/Galaterbrief 5,22
    Über diesen Glauben, hat kein Mensch, Papst noch Religion,Kirche, Tempel, Gemeinde oder Sekte, das Monopol und Vergabe-Recht etc.

    ER ist und bleibt, eine Gabe Gottes und eine Frucht des Heiligen Geistes in dem Menschen,
    1.der Gottes Heilsplan und seine Gerechtigkeit darin anerkennt und erfüllt;
    2. der für Gott dann wiedergeboren wird aus Wasser Gottes-welches ist sein Wort und Geist Gottes, welcher ist Gottes Identität und Würde.
    3. in solch einem Jünger,Apostel und Propheten Gottes, wird der Geist und das Wort und der Allerheiligste Glaube Gottes>Wohnung< nehmen.Johannes Kapitel 14,16-23
    Als Quellennachweis füge ich Dir Andi,
    die Bibelstellen an,
    die von den, von anmaßenden Menschen organisierten Religionen, Kirchen, Tempeln und Sekten unterschlagen oder verfälscht wurden, weil sie von ihnen,nicht gesucht noch erfahren wurden, darum der Abfall von GOTT!

    1.Johannes, Kapitel 1,9-13/
    2.Offenbarung des Johannes, Kapitel 3,20/
    3.Judas- Brief,(nicht der Verräter)
    4.1.Johannesbrief und 2.Johannesbrief

    Weiter:
    Der "Glaube" eines natürlichen Menschen, ist genau so vor Gott tot und darum verschlossen unter dem Ungauben und Sünde, wie der Mensch selber: Römerbrief, Kapitel 11,32-35/Epheser 2,
    *******************************************
    Was Du Andi, aus diesen Aussagen machst, nach deren Ordnung Gottes und seinem Christus ich lebe seit 47 Jahren,(auch in Österreich 1961-62)
    bleibt Dir überlassen,doch wisse:
    GOTT und sein Christus, ist Dir näher, als Du es jemals erfassen kannst,jetzt oder später!
    In der Liebe und Geist Gottes, grüße ich Dich und alle die Deinen. Autor Peter Semenczuk

    • Den vorigen Kommentar habe ich gerade eben in meinem Spamfilter entdeckt.

      Zwar ist er inhaltlich ebenso wirr wie unsinnig, aber Spam im eigentlichen Sinne ist er natürlich nicht, deswegen gebe ich ihn frei.

    • Deine Kommentare bei mir gleichen sich immer mehr Deinen Blogeinträgen an…

      Zu dem von Dir verlinkten Text:

      „Kein Lehrer und kein Schüler wird es aber als staatlichen Auftrag zum Glauben interpretieren, sondern allenfalls als Denkanstoß, sich mit religiösen Symbolen und ihren Inhalten auseinanderzusetzen.“

      Tatsächlich? Man beachte den Plural von „Symbol“ – welche anderen religiösen Symbole hängen denn noch so in österreichischen Schulkassen, mit denen sich Lehrer und Schüler auseinandersetzen?

      Und ja – an diesem sinnlosen Lärm des Glockenläutens KANN man Anstoß nehmen. Deutsche Christen nehmen ja auch routinemäßig Anstoß daran, wenn ein Muezzin ruft.

      Der Vergleich ist in jedem Fall aber unsinnig: Schulen sind ein Ort staatlicher Erziehung, und gerade der Staat hat verdammtnochmal seiner Pflicht nachzukommen, Schüler glaubensneutral zu erziehen!

      Die Behauptung jedenfalls, dass ein in einem Schulzimmer hängendes Kreuz KEINE Aufforderung an die Schüler darstellte, sich als Teil einer christlichen Gemeinschaft zu begreifen, beweist zumindest, dass achsogläubige Christen in Wirklichkeit Lügner und Heuchler sind. Damit allerdings sollten sich Lehrer und Schüler tatsächlich auseinandersetzen!

  2. Mein Gott, deine Kommentare sind so widersprüchlich, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll…
    Das Kreuz ist keine Aufforderung zum Glauben, es erinnert aber an die Wurzeln unserer Kultur und die sind nunmal abendländisch-christlich.
    Und wenn es dir nicht passt, dass man einen verlinkten Zeitungsartikel bei dir veröffentlicht, dann schalte den Kommentar doch einfach nicht frei (auf die Tatsache hinzuweisen, dass du bei meinen Blogeinträgen mal wieder falsch liegst, erspareich mir gleich).
    Übrigens: Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich heule nicht bei jedem Halbmond auf, weil er meine religiösen Gefühle verletzt…

    • Ich habe kein Problem mit Deinem Link, sonst hätte ich es nicht freigeschaltet, aber ich finde es eben gut, wenn jemand mehr tut als nur ein Link zu setzen.

      Wenn ich Kinder hätte, würde ich mich energisch dagegen wehren, dass ihnen Religiosität als Selbstverständlichkeit vermittelt wird! Das hat nichts mit „verletzten Gefühlen“ zu tun, sondern mit einer Abneigung gegen Gehirnwäsche jeglicher Art. Ein Kreuz gehört genau so wenig in ein Klassenzimmer wie ein FDP-Wahlplakat oder eine Coca-Cola-Reklametafel (aber das kommt bestimmt auch noch…)

  3. Ok, das ist immerhin fair.
    Meine Meinung dazu kann man hier nochmal in einem eigenen Artikel lesen: http://deralltaeglichewahnsinn.wordpress.com/2009/11/09/kreuz-abhangen-oder-nicht/

  4. Ich frage mich gerade wie einen ein Kreuz im Klassenraum stören kann.
    Die sind ja nachweislich aus einfachem Holz.

    „Mama, Mama, der zerstochene Typ aus holz an den übereinander gelgten Balken die über der Tür hängen macht mich ganz kirre, der gibt so negative strahlung in den Raum.!“

    Das was wir in der Schule vermittelt bekommen ist ja grunssätzlich von den werten zu denen wir uns bekennen abhängig. Das diese grundlegend von christentum beeinflusst wurden ist ja nicht zu leugnen. Weshalb sollte dieses Symbol also NICHT dort hängen? Mich stört es nicht, wen das ernsthaft stört, hat sonst auch nix zu tun. Wenn einige meinen sie brauchen das, lass sie doch. sie schaden nachweislich keinem.

    Und nachdem Udo schon den guten Halbmonddiss gebracht aht hab ich auch einen:

    Es gibt kaum Muslime die sich in ihren Religiösen gefühlen verletzt fühlen, wenn sie Weihnachtsgeld erhalten. Vielleicht ist das in Berlin ja anders?

    „eine allgemeine Geisteshaltung, die sowohl von Humanität, als auch von Rationalität geprägt ist“
    Lolz du hast nicht zuflällig H.G. Wells gekifft? welcome to Utopia.

    • Ich frage mich, wie einen ein einfaches Hakenkreuz stören kann, oder ein ausgestreckter rechter Arm… Ich meine, das ist doch bloß eine Kritzelei bzw. eine Körperhaltung?

      Es ist schon erstaunlich, wie die Symbolkraft ausgerechnet des wohl mächtigsten Symbols in unserem „abendländisch-christlichen“ Kulturkreis“ hier geleugnet wird! Das ist wirklich der Gipfel der Heuchelei – warum hängt denn das Kreuz da: Weil zwei rechtwinklig miteinander verbindene Holzbalken so wahnsinnig ästhetisch anzusehen sind, oder eben WEIL es ein (DAS) Symbol des christlichen Glaubens ist?

      Und was den „zerstochenen“ Typen angeht, ja, davon kann ein Kind durchaus Albträume kriegen, wenn es im Religionsunterricht anschaulich erzählt bekommt, welche Qualen das Kreuz bedeutet. Natürlich gibt es in unserer modernen Welt genügend andere schreckliche Dinge, mit denen unsere Kinder täglich konfrontiert werden, aber der mit Händen und Füßen ans Kreuz genagelte Jesus Christus dürfte das einzige sein, welches ihnen ganz gezielt und bewusst von Pfarrern, Lehrern und Eltern immer wieder vor die Nase gehalten wird!

  5. Den Symbolgehalt eifach wegzuleugnen, ist ja mal eine tolle Idee. Warum hängt das Kreuz da doch gleich?

    Zum Text: Wunderbar in Worte gefasst. Allerdings bin ich keineswegs davon überzeugt, dass es in erster Linie an Verstand mangelt. Der „Glaube“ oder die bewusste Entscheidung zum Guten ist sicher anspruchsvoller.

    • Nur, dafür lässt sich eben nicht argumentieren (deswegen ja auch „Glaube“) – wenn jemand der Überzeugung ist, dass er/sie selbst der einzige wirklich wichtige oder existierende Mensch auf der Welt ist, wie soll ich ihm dann widersprechen?

      Das einzige, was mir einfällt wäre, ihn auf Widersprüche in seinen eigenen Überzeugungen hinzuweisen, falls diese existieren. Wenn aber jemand aufrichtig (sich selbst gegenüber) und konsequent „böse“ ist, dann ist das halt so, und dann gibt es nichts zu argumentieren und niemanden zu bekehren – dann kann man das Böse tatsächlich nur ganz klassisch bekämpfen.

  6. Schwarz und Weiß, hm? Es scheint skurril, dass ausgerechnet jemand, dessen eigener Glaube (an seine Mitmenschen) völlig unerschütterlich ist, der Religion sämtliche Existenzberechtigung abspricht. Letztlich ist es wohl nur konsequent.

  7. Wessen Glaube an seine Mitmenschen ist unerschütterlich?
    Und weiterhin:Du hast deine Aussagen ein wenig knapp gefasst, Tobi, man versteht sie net wirklich…

  8. Mein Gott, wer soll sich denn das alles durchlesen?! Viel bedenkenswerter als die Religionsfreiheit an sich finde ich, dass es gesellschaftlich immer noch geächtet wird, wenn man mehrere Religionen ausübt.

    • Wie bitte?
      „…mehrere Religionen ausübt?“
      Wie soll DAS denn gehen? Das würde mich schon brennend interessieren, obwohl ich bekennender Atheist bin.

      Selbstverständlich gehe ich davon aus, daß diese „Religionsausübung“ nicht NACHeinander, sondern NEBENeinander gemeint war, obwohl Dein Nick eher auf Ersteres schließen läßt.

      Neugierige Grüße vom Mino. ;-)

  9. @ Minotaurus: Vieleicht noch mal etwas ernsthafter dazu: Man kann durchaus mehreren Religionen gleichzeitig angehören, es gibt zum Beispiel gar nicht so wenige evangelische Pfarrer, die gleichzeitig Buddhismus praktizieren.

    @ Topic: Die Entscheidung ob Religion jetzt allgemein sinnfrei ist, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen. Das ist auch gut so, und aus diesem Grund ist das Urteil des Gerichtshofes absolut zu begrüßen. Ich bin allerdings ganz ehrlich bestürzt darüber, wie hier die katholische Kirche beweist, dass sie sich noch immer nicht von mittelalterlich anmutenden Autoritätsansprüchen gelöst hat.
    In Klassenzimmer oder Ähnliches gehören jedenfalls weder Kreuze, noch irgendwelche anderen religiösen Symbole. Ich habe eine evangelische Schule besucht, und selbst da gab es nur genau einen Raum, in dem sich ein Kreuz befand. Allerdings waren da auch noch ein Davidsstern, ein Halbmond und noch verschiedene weitere Symbole.


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