When I dream I go to pun hell

Ich träumte das übliche Kaleidoskop sich ständig ändernder Szenarien mitsamt dem gewohnten wiederholten Wechsel von Beobachter- zu Erlebnisperspektive und zurück, welches mich durch eine Handlung führte, die mit unzusammenhängend, chaotisch und kafkaesk noch wohlwollend beschrieben war und sich bemühte, alle klassischen Leitmotive aus Träumen (eben diejenigen, die uns „traumatisieren“) in einem möglichst kurzen Zeitraum zu vereinen, und an die meine Erinnerung selbst mit „fragmentarisch“ noch höchst euphemistisch bezeichnet wäre. Träumen andere Menschen denn wirklich Dinge, die auch nur einigermaßen Sinn ergeben? Das ist bei mir der absolute Ausnahmefall!

Diesmal allerdings kann ich mich zumindest an die Schlusssequenz erinnern. Aus irgendeinem Grund war ich zu Gast in einer regelmäßig stattfindenden Diskussionsveranstaltung zum Thema Literatur unter der Leitung von Stephen King. Die Gespräche fanden natürlich auf englisch statt, und ich war mir nicht sicher, inwieweit von mir erwartet würde, dass ich mich einbrächte. King eröffnete die Runde von ca. knapp zwei Dutzend Leuten mit der Frage: „Let’s see – how many are we tonight?“, und da eine kurze Pause eintrat, und ich das Gefühl hatte, dass er ausgerechnet mich ansah, antwortete ich mutig und in dem Bewusstsein, dass ich ja eigentlich nicht dazu gehörte: „Well, I do not count – so I don’t know exactly.“

Natürlich starrten mich daraufhin alle irritiert an, und niemand lachte. Frustriert entgegnete ich: „C’mon on guys, that was my best shot at wordplay in your language!“ Daraufhin begann King höflich, und lediglich mit dem leisesten Hauch von Verachtung für den beschränkten Ausländer in der Stimme seiner Runde zu erklären, warum meine Bemerkung hätte witzig gewesen sein können. Da wachte ich dann doch lieber auf.

Immerhin mal etwas Neues, wenn ich im Traum schlechte Wortspiele in einer Fremdsprache mache. Warum auch immer.

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Published in: on März 14, 2010 at 2:08 pm  Comments (1)  
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One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. Nicht schlecht. XD

    Meine Träume haben eigentlich immer eine halbwegs zusammenhängende „Storyline“.


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