Weitere Flashgames-Empfehlungen: Radioactive Jack, Hungry Snail & Test Subject Blue

Ich habe mit einem neuen Schwung Flashgames-Empfehlungen begonnen (bereits wieder ein paar Tage her, weil ich aber auch wirklich absolut jede Erkältungswelle abkriege), und mache heute damit weiter:

Radioactive Jack

Da gibt es natürlich nichts zu beschönigen: Es handelt sich hierbei um einen Sokoban-Klon. Sokoban ist aber auch schlicht ein tolles Spiel, und ein etwas anderer Titel ändert daran nichts! Wer es nicht kennt: Man schiebt in eckigen und effektiv aus quadratischen Feldern aufgebauten Räumen quadratische Kisten, die jeweils ein solches Feld einnehmen, mit einem Männchen, welches ebenfalls ein Feld einnimmt. Das Männchen kann durch Kisten nicht hindurch, kann nicht mehr als eine Kiste auf einmal schieben und keine Kisten ziehen. Aufgabe ist es, alle Kisten auf bestimmte Felder zu bewegen und dann den Raum durch eine Tür zu verlassen (Letzteres ist fast nie eine zusätzliche Schwierigkeit, nur im allerletzten Level findet man sich, wenn man unvorsichtig ist, plötzlich auf der falschen Seite einer von einem selbst errichteten Wand wieder). Die grundlegenden Techniken (und, wichtiger, die elementaren Fehler, die man machen kann) hat man schnell heraus, so dass die ersten ca. zehn Level keine wirkliche Herausforderung darstellen, doch danach wird es schon einigermaßen ansterengend. Es sind insgesamt dreißig frei anwählbare Level (ich empfehle aber diese, so wie gedacht, nacheinander durchzuspielen). Leider bietet Radioactive Jack keine bei solchen Spielen höchst nützliche Zugrücknahme-Funktion, die einen davor bewahrt, bei einem fatalen Steuerungsfehler den ganzen Level noch einmal von vorne beginnen lassen zu müssen, aber andererseits ist die Steuerung mittels Pfeiltasten erstaunlich gut in den Griff zu kriegen, und zumindest ich mache damit praktisch keine Fehler, auch ohne bewusst langsamer zu spielen. Radioactive Jack ist eine elegante und spaßige Umsetzung des brillanten Spieleklassikers Sokoban.

Hungry Snail

Auch dieses Spiel basiert auf Sokoban. Man (eine Schnecke) schiebt allerdings Schneckenhäuser an Stelle von Kisten, und das Ziel ist es nicht, diese Schneckenhäuser an bestimmte Stellen zu bewegen, sondern den Weg zu einem Salatblatt frei zu machen. Das wäre zunächst einmal eine deutlich einfachere Aufgabe, doch Hungry Snail bietet ein zusätzliches Element, nämlich Gruben – Löcher im Boden, welche die Schnecke nicht überqueren kann, die sie jedoch verschwinden lassen kann, indem sie ein Schneckenhaus darauf schiebt (welches dabei ebenfalls verschwindet). Gesteuert wird wieder mittels Pfeiltasten, und es gibt insgesamt 33 Level. Diese kann man erst anwählen, wenn man jeweils den vorigen Level erfolgreich abgeschlossen hat (offensichtlich mit Ausnahme des ersten), was in Ordnung ist, aber leider hat das Spiel einen Bug (ich kann mir nicht vorstellen, dass dies so gewollt ist): Sobald man den letzten Level erfolgreich abschließt, verschwinden alle Freischaltungen wieder (möglicherweise nicht sofort, sondern nach Neustart des Spiels/Browsers/Computers, das weiß ich jetzt nicht). Bevor man den allerletzten Level abgeschlossen hat, ist dies nicht der Fall – offensichtlich benutzt das Spiel Cookies – aber wenn man es einmal durch hat und es noch mal spielen möchte, muss man ganz von vorne anfangen. Es gibt schlimmere Macken, doch da Hungry Snail unterhaltsam genug ist, dass ich zumindest es gerne ein zweites Mal spielen wollte, ein wenig irritierend. Insgesamt jedoch ist diese Sokoban-Variante höchst empfehlenswert!

Test Subject Blue

Zum Abschluss dieses Eintrags etwas ein wenig anderes: Test Subject Blue ist, technisch gesehen, ein Jump&Run-Shooter, bei dem allerdings Fingerfertigkeit und Reflexe weit weniger im Vordergrund stehen als Problemlösungsfertigkeiten, auch wenn man an einigen Stellen schon recht exakt steuern muss. Man spielt ein von einem (offensichtlich) verrückten Wissenschaftler erschaffenes Enzym, das in einen Anzug getropft wird, welcher ihm die Fähigkeit verleiht, sich zu bewegen, und sogar mit einer Schusswaffe ausgerüstet ist (hey, Leute, es ist ein SPIEL, okay?) Man bewegt sich mit den Pfeiltasten und schießt mit der Leertaste – ach ja, und was einem keiner sagt, und ich erst VIEL zu spät herausgefunden habe: Die Pfeiltaste nach unten erlaubt es einem, sich zu ducken! In jedem Level (von insgesamt 25) muss man nacheinander an zwei Stellen gelangen, um diesen Level zu bewältigen (mir ist nicht ganz klar, was die In-Game-Erklärung dafür ist – der Effekt ist der von Schlüssel und Tor, nur aus der grafischen Darstellung werde ich nicht schlau – ist aber auch egal). Dazu muss man laufen, springen, Portalwände nutzen und diese zwischenzeitlich abschalten, sowie feindliche Enzyme und automatisierte Waffen bekämpfen bzw. ihnen ausweichen. Dank der allgegenwärtigen Portalwände ist übrigens eine der häufigsten Todesursachen, dass man sich selbst erschießt… So komisch das alles klingt, so viel Spaß macht es auch, und ich habe dieses Spiel in den letzten Jahren bestimmt über ein Dutzend Mal durchgespielt! Die Level müssen nacheinander freigespielt werden und sind dann frei anwählbar. Die Musik und die Soundeffekte sind cool, die Grafik hat etwas Absurdes und Niedliches, und der gelegentlich von außen an den Versuchsaufbau klopfende Wissenschaftler überzeugt einen rasch davon, nicht mehr so leichtfertig mit dieser Methode die Aufmerksamkeit von Aquariumfischen auf sich ziehen zu wollen, denn das NERVT. Die späteren Level zu bewältigen ist in zunehmendem Maß eine Herausforderung an Konzentrationsvermögen und Frustrationstoleranz, wenn die Finger manchmal nicht so wollen wie die Gedanken, und die Steuerung nicht immer so wie die Finger, aber unterm Strich macht Test Subject Blue einfach richtig viel SPASS!

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