Weitere Flashgames-Empfehlungen: Deflector & Star Battle

Es hat sich Einiges angestaut, deswegen geht es mit der dritten Auflage meiner Flashgames-Empfehlungen noch eine Weile weiter! Nachdem ich Euch zuletzt Spiele mit eher beschaulicher Thematik vorgestellt hatte, steht diesmal etwas mehr „Action“ im Vordergrund:

Deflector:

Kennen gelernt habe ich dieses Spiel unter dem Titel Death Star Deflector, aber da scheint jemand wohl etwas ergänzt zu haben, damit es martialischer klingt – der Name, den es sich selbst gibt, ist lediglich Deflector. In diesem Action Game beschützt man einen Planeten oder eine Raumstation (jedenfalls ein kugeliges Gebilde, welches offenbar große Mengen an Energie produziert) vor den Attacken zahlreicher Raumschiffe, die sich nicht oder nur wenig bewegen und Energiebälle auf den Planeten feuern. Mit Hilfe der Maus kann man Energiebarrieren im nahen Umfeld des Planeten errichten: Man klickt eine Position an, hält die Taste gedrückt und bewegt die Maus. Sobald man die Taste wieder loslässt (bzw. erneut drückt), oder die Barriere eine gewisse Länge erreicht hat, muss man neu ansetzen, und wenn man dies tut, oder nach einer kurzen Zeitspanne, erlischt die Barrriere wieder. Es ist ebenfalls möglich, wenngleich auch selten von Vorteil, gekrümmte Barrieren zu errichten. Trifft einer der Energiebälle auf die Barriere, so wird er nach dem Reflexionsprinzip abgewehrt.

Glücklicherweise schießen die Angreifer immer nur kurz nacheinander, wenn auch kreuz und quer aus allen Richtungen, so dass man theoretisch immer genügend Zeit hat zu reagieren (Ihr könnt Euch gewiss schon denken, dass dies einfacher klingt, als es ist…) Abwehren allein genügt allerdings auf Dauer nicht: Um dem Ansturm einer Flotte (insgesamt sind es 15) zu widerstehen, muss man sich der Vorwärtsverteidigung bedienen und die Angreifer zerstören (vorher hören sie nicht auf zu feuern). Man nutzt dabei in Ermangelung einer Alternative deren eigene Energiebälle. Es kommt also nicht nur darauf an, rechtzeitig seinen Schutz zu errichten, sondern dies im Idealfall auch im richtigen Winkel zu tun.

Die angreifenden Raumschiffe werden zerstört, nachdem sie 1-3 Treffer erlitten haben (ihre Farbe zeigt an, wie viele Treffer man noch benötigt). Allerdings gibt es auch gepanzerte Raumschiffe, welche nur für kurze Zeit, während sie selbst einen Schuss abgeben, verwundbar sind (ein direktes Zurückschleudern des Balls funktioniert natürlich immer) und ansonsten den Ball wiederum reflektieren, was einen furchtbar aus dem Rhythmus bringen oder schlicht überfordern kann, weswegen man es vermeiden sollte, diese Schiffe anzuzielen, wenn sie gerade nicht verwundbar sind – wie ein guter Fußballtorwart entschärft man manche Schüsse am besten, indem man sie zur Seite lenkt. Bei späteren Flotten bewegen sich die Angreifer häufig – zwar langsam, aber das reicht aus, um ein gezieltes Zurückschicken des Balls enorm zu erschweren, insbesondere, wenn sich ein gepanzertes Schiff vor eines schiebt, welches gerade gefeuert hat.

Kurz vor jedem Schuss leuchtet das entsprechende Schiff kurz hell auf, was einem gerade genügend Zeit gibt, sich neu in Stellung zu bringen. Man selbst hält zwei Treffer aus, bevor der dritte einen dann vernichtet. Allerdings hinterlassen viele Raumschiffe nach ihrem Tod Upgrades, welche man durch Beschuss mit einem abgewehrten Ball einsammeln kann (wie auch immer das funktioniert), und eines davon heilt einen wieder komplett. Ein anderes erlaubt einem, längere Barrieren zu errichten, was durchaus praktisch ist, und ein drittes sorgt dafür, dass reflektierte Bälle sich verdreifachen – ein wahrlich zweischneidiges Schwert, denn zwar kann man somit mehrere Angreifer auf einmal treffen, aber eben auch Panzerschiffe, die rasch dafür sorgen, dass der Bildschirm voller kreuz und quer daherjagender Bälle ist (und bei jeder Abwehr wird es schlimmer)!

Die Grafik des Spiels ist nett, aber nicht bemerkenswert, und Gleiches gilt auch für den Sound. Hier ist es ein wenig ärgerlich, dass man Hintergundmusik und Geräuscheffekte nicht einzeln abstellen kann, denn letztere helfen einem tatsächlich in der Hektik des Geschehens oft zu erfassen, was eigentlich gerade passiert, während man mit Tunnelblick verzweifelt, wild und planlos Bälle abwehrt – idealerweise behält man ja die Positionen, den Typ und die Verwundbarkeit der Angreifer, sowie die verfügbaren Upgrades (die übrigens auch nicht ewig da bleiben) im Auge, um entsprechend geschickt seine Barrieren zu platzieren, aber gerade in der höchsten Schwierigkeitsstufe (es gibt drei) bin ich zumindest in vielen Situationen froh, wenn ich wenigstens überhaupt noch reagieren kann…

Übrigens, wer Zeit findet, „P“ zu drücken, aktiviert eine Pause (was einem nicht gesagt wird) – das ist besonders nützlich zu wissen, weil es keine eingebaute Pause zwischen zwei Flotten gibt. Man erspielt sich einen Score, der jedes Mal, wenn man „stirbt“, auf den des vorigen Levels minus einen Strafabzug für die Vernichtung des Planeten gesetzt wird. Ich habe mich nicht darum gekümmert – ich bin froh genug, dass ich dieses verfluchte Spiel überhaupt einmal im höchsten Schwierigkeitsgrad duchgespielt habe, egal, wie oft ich dabei draufgegangen bin! Dabei scheint mir die sechste Flotte übrigens die schwerste zu sein – die späteren sehen zwar teilweise bedrohlicher aus, aber irgendwie kriege ich die besser hin.

Deflector bietet eine originelle Variante des uralten Breakdown-Prinzips, macht höllischen Spaß und ist sauschwer. Muss ich mehr sagen?

Star Battle:

Hinter diesem unglaublich nichtssagenden Namen verbirgt sich eines meiner absoluten Lieblingsspiele, das ich bestimmt schon öfter als dreißig Mal durchgespielt habe – und ab und zu sogar, ohne zu sterben! Dabei handelt es sich vom Aufbau her um einen simplen Jump&Run Shooter in einem generischen Space Setting. Man läuft und hüpft mit entweder AWSD oder den Pfeiltasten („nach unten“ feuert eine Granate ab bzw. lässt eine bereits abgefeuerte explodieren, oder man bedient damit Gerätschaften wie Aufzüge), während man mit der Maus seine Energiewaffe abfeuert, und der Cursor die Richtung anzeigt, in die man schießt. Das ist ALLES – und wenn Ihr dieses Game ein wenig angespielt habt, erahnt Ihr vermutlich, warum ich das betone: Alle Feinde lassen sich besiegen; alle Probleme lösen; alle Hindernisse beseitigen – nur mit diesen Optionen! Herauszufinden, wie, stellt die eigentliche Herausforderung des Spiels dar, auch wenn geschicktes Steuern und hektisches Herumballern ebenfalls dazu gehören. Ich kann Euch versichern: Es GEHT. Probiert es alleine aus! Oh, und wenn man endlich begriffen hat, was man tun muss, heißt das noch lange nicht, dass man es auch problemlos hinkriegt…

Insgesamt erwarten einen 12 Level, die, sobald man sie erreicht hat, frei anwählbar sind. Die Grafik ist okay, die Musik ist cool, und der Spaßfaktor enorm. Ich verkneife mir, mehr dazu zu schreiben – Star Battle ist schlicht eine sehr gute Umsetzung eines generischen Spielprinzips, zu dem es sonst nichts weiter zu schreiben gibt!

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Published in: on Januar 27, 2013 at 9:07 pm  Schreibe einen Kommentar  
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