Meine Gedanken zu 500 – Die Quiz-Arena

(Den folgenden Kommentar zur Sendung 500 – Die Quiz-Arena vom Montag dieser Woche habe ich im Forum des Deutschen Quiz-Vereins gepostet. Da er ausführlich genug ist, um einen Blogeintrag zu rechtfertigen, veröffentliche ich ihn auch hier noch einmal.)

Ich fand diese Sendung auch sehr enttäuschend. Die Regeln sind unnötig kompliziert, und die Kandidaten wurden dem selbstgewählten Anspruch, das härteste Fernsehquiz Deutschlands zu sein, nicht annähernd gerecht. Da ist es vermutlich kein Zufall, dass keine DQV-Mitglieder durch das Bewerbungsverfahren gekommen sind! Ich könnte mir vorstellen, dass die Kandidatenauswahl ganz gezielt unter dem Gesichtspunkt vorgenommen wird, dass möglichst viele Zuschauer sich denken: „Hey – so gut wie die bin ich auch noch!“ Damit ist natürlich das gesamte Sendekonzept eine Mogelpackung.

Den Schwierigkeitsgrad der Fragen allerdings fand ich einigermaßen angemessen, schließlich muss ja unter großem Zeitdruck geantwortet werden. Wenn eine richtige Antwort nur ein X eliminieren würde (was ich auch für logisch und sinnvoll halte), käme das bereits ganz gut hin.

Ach ja, das Prinzip, innerhalb dieser 5 Sekunden beliebig viele Antworten geben zu können, gefällt mir auch nicht! Die Kandidaten scheinen das bislang ja noch nicht verinnerlicht zu haben. Wenn sie es aber täten und jedes Mal potenzielle Antworten hintereinander weg herunterrasselten, würde die Attraktivität dieser Show meines Erachtens darunter weiter leiden.

Ich würde eine deutliche Vereinfachung des Modus bevorzugen: Weg mit den vorgegebenen Kategorien – das Auswählen kostet bloß unnötig Zeit. Dem Kandidaten werden hintereinander weg Fragen gestellt. Sobald er die (zum Beispiel) fünfundzwanzigste Frage übersteht, hat er sich einen Teilbetrag gesichert, und der Herausforderer ist gescheitert und wird ausgetauscht. Er (der Kandidat) darf pro Frage nur eine Antwort geben. Ist diese falsch (oder fehlt), erhält er ein X, und der Herausforderer hat nun 5 Sekunden Zeit, die Frage zu beantworten. Weiß er die richtige Antwort (auch er darf nur einmal raten) , erhält der Kandidat ein zusätzliches X. (Eine falsche oder fehlende Antwort schadet dem Herausforderer nicht.)

Gibt der Kandidat eine richtige Antwort, wird (falls vorhanden) ein (und nur ein) X bei ihm annulliert. Sobald er sein drittes X erhält, gibt es eine Buzzerrunde mit ihm und dem Herausforderer – wer zuerst richtig antwortet, gewinnt; wer falsch antwortet, verliert. (Wenn nach 5 Sekunden keiner antwortet, gibt es eine neue Frage.) Gewinnt der Kandidat die Buzzerrunde, annulliert er ein (ja, nur ein) X, und die normale Fragerunde geht weiter. Gewinnt der Herausforderer, ersetzt er den Kandidaten, und eine neue Fragerunde beginnt.

So wär’s spannend, fair und deutlich übersichtlicher, denke ich!

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