Mein zweites 3-0 in einem Hour of Devastation Draft

Ich war ja schon mit meinen Ergebnissen im Triple-Amonkhet Draft unzufrieden gewesen, obwohl sich diese zum Schluss hin gebessert hatten und meine Gesamtgewinnquote von ca. 65% am Ende zwar immer noch ein wenig enttäuschend blieb, aber keineswegs einen katastrophaler Ausreißer nach unten darstellte.

Dann kam Hour of Devastation, und ich gewann gleich meinen ersten Draft im neuen Format und erreichte endlich wieder ein Rating, bei dem ich nicht zwanghaft denken musste „aber eigentlich bin ich doch deutlich besser“. Meine schwache Phase schien endgültig vorbei.

Stattdessen kam es auf einmal erst so richtig dicke! Wo ich bei Amonkhet zumindest noch überlegen hatte müssen, ob es in der Anfangsphase des Formats nicht vielleicht doch meine eigene Schuld war, dass ich nie brauchbare Signale zu erhalten schien, verlor ich nun kontinuierlich aus den offensichtlichsten aller Gründe: Ich spielte mit Firstpicks von einer Qualität, auf die andere Drafter erst bei Pick 3-6 zurückgreifen mussten, reihenweise gegen Götter und Planeswalker (genauer: gegen Nicol Bolas, God-Pharaoh; dem ich nicht seltener als drei mal in sechs aufeinander folgenden Matches begegnete); und ich war ständig flooded oder screwed. Im Gegensatz zu meinen Erfahrungen im vorigen Format gingen meine Drafts selten schief – meine Decks waren zwar oft underpowered, aber aus meinen Boostern ließ sich einfach nichts Besseres machen; und meine stärkeren Decks, mit denen ich häufig völlig zufrieden war, scheiterten an der Grundvoraussetzung, die richtige Mischung aus Sprüchen und Ländern zu ziehen.

Meine Gesamtgewinnquote im neuen Format rutschte zwischenzeitlich unter 50%, was mich völlig entsetzte – da war es auch kein Trost, dass es dem einen oder anderen Pro aus meiner Twitter-Timeline offenbar nicht anders erging. Auch jetzt, nachdem ich zuletzt drei Mal 2-1 und einmal eben 3-0 gegangen bin, liegt sie noch bei gerade einmal 4/7. Ich habe mir fest vorgenommen, sie zuallermindest wieder auf 60% zu bringen, was eigentlich kein Problem bedeuten sollte, aber unterdessen bin ich hier einigermaßen verunsichert.

Was mein Deck angeht: Es ist tatsächlich auch diesmal Rakdos, mit unübersehbaren Ähnlichkeiten zu meinem vorigen Siegerdeck, bis hin zur Sunset Pyramid (die für diese Art Deck einfach superwichtig ist). Diesmal besaß ich eine schlechtere frühe Defensive, beklagte erneut einen Mangel an guten Finishern (ich spiele ständig gegen Chaos Maw, aber selbst habe ich noch nie einen geöffnet) und hatte auch ein bisschen weniger Removal als zuletzt. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Hour of Devastation Drafts befürchtete ich eigentlich eher ein 1-2, als auf ein 3-0 zu hoffen, aber irgendwie ging es diesmal (auch dank ziemlich leichter Gegner) gut.

Manalith ist letztlich nur wegen der „Rückseite“ von Struggle/Survive im Deck, die gelegentlich auch tatsächlich nützlich ist – gerade, wenn man mit einem „House of Removal“-Deck gegen viel Embalm oder Eternalize spielt. Außerdem habe ich ihn auch erschreckend oft als Manafixing benötigt.

Tatsächlich machte ich mir solche Sorgen, Spiele möglicherweise zwar hinauszögern, aber nicht gewinnen zu können, dass der entscheidende Grund, Manalith zu spielen, die „Kombo“ von Survive mit Watchers of the Dead war – superumständlich, funktioniert jedoch zur Not (und dann hatte ich ja auch noch Rakaketh’s Rite, das ehrlich gesagt auch keine wirklich überzeugende Einzelkarte suchen konnte). So weit ist es letzlich aber doch nicht gekommen.

Ich lege Euch jedenfalls nahe, dieses Deck eher aus dem Blickwinkel „das kann also auch mal funktionieren“ und nicht als „so sieht also ein Siegerdeck in diesem Format aus“ zu betrachten!

 

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Published in: on Juli 22, 2017 at 7:22 pm  Schreibe einen Kommentar  
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