So wahr der Gott mir half

Jaja, es geht mal wieder nur um ein 3-0-Draftdeck… Der Eindruck, dass ich zu viel über Magic blogge, mag entstehen; aber eigentlich schreibe ich stattdessen nur zu wenig über andere Dinge. Ich hoffe selbst, dass sich das irgendwann – möglichst in nicht allzu ferner Zukunft – wieder ändert!

Meine Ergebnisse im Amonkhet-Block, und insbesondere seit dem Hinzukommen von Hour of Devastation, bleiben weiterhin durchwachsen. Immerhin habe ich mit diesem jüngsten „Draftsieg“ meine Gesamtgewinnquote im neuen Format auf fast 60% gebracht… Wenn ich allerdings ganz frech nur meine letzten acht Drafts als Berechnungsgrundlage nehme, stehe ich bei absolut respektablen 70,8%! Ich schlage mich also vielleicht doch nur mit Altlasten aus der Vergangenheit herum?

Wie auch immer, dieser Erfolg lässt sich maßgeblich auf die Mythic Rare zurückführen, die ich First Pick, First Pack genommen habe und dann später auch sehr häufig zog. Mein zweiter Pick war dann allerdings eine Desert gewesen, und ganz insgesamt haben mich die Booster, obwohl meine Farben nicht besonders overdrafted schienen, dann nicht mehr weiter verwöhnt – meistens war nur Durchschnittsware für mich vorhanden, und wenn mir dann doch besonders starke Karten angeboten wurden, dann immer im Zweierpack – so habe ich sowohl Cartouche of Ambition als auch Stir the Sands schweren Herzens über Final Reward genommen, und Soulstinger über Vizier of Tumbling Sands. Diese Entscheidungen haben sich jedoch auch ausgezahlt, denn diese drei Karten waren allesamt haupt- oder mitverantwortlich (je nachdem, ob der Gott mit von der Partie war oder nicht) für meine Siege. Im „Finale“, in dem sich mein Gott im ersten Spiel einem anderen gegenübersah (The Locust God), hätte ich mir natürlich ein Final Reward gewünscht, aber dank Floodwaters und der Cartouche konnte ich das Race knapp für mich entscheiden.

In der ersten Runde sah ich mich übrigens einem um Gate to the Afterlife und God-Pharaoh’s Gift herum gebauten Deck gegenüber, gegen das zu spielen enorm anstrengend war. Einmal gelang es mir jedoch, mit der Kombination aus Soulstinger und Ruin Rat gerade noch rechtzeitig das Artefakt aus dem Friedhof zu entfernen, und im anderen Spiel konnte ich auf den Punkt genau genügend Druck aufbauen, dass das Gift, als es aktiv wurde, eine Runde zu spät kam. (Und ja, ich hatte Scarab Feast hereingeboardet.)

Obwohl ich diesmal ein sehr sparsam ausgefallenes Sideboard hatte (ich nehme lieber Full-Art-Länder an Stelle von Karten, die ich weder für mein Hauptdeck noch für mein Sideboard wirklich brauche), hat es sich doch als sehr brauchbar erwiesen, und ich habe beide Defeats mehrfach hereingenommen.

Bemerkenswert ist, dass ich zwar gut mit Deserts versorgt war, aber nicht eine einzige Payoff-Karte für diese bekommen habe! (Nicht einmal ein Cycle- oder Discard-Trigger!) Dabei ist insbesondere die Abwesenheit von Unquenchable Thirst zu einem Running Gag geworden: Obwohl ich diese Aura deutlich höher einschätze als viele andere Drafter, habe ich noch keine einzige in meinem Besitz, da sie sich einfach nie in den Boostern befindet, die ich sehe! (Und wenn ich „nie“ sage, meine ich auch „nie“: Auch nicht als potenzieller Firstpick, und nicht einmal dann, wenn ich andere Farben drafte!) Nach nunmehr 18 Drafts ist das schon reichlich absurd…

Noch eine Anmerkung: Von meinen elf bisherigen 3-0-Draftdecks des Amonket-Blocks waren neun schwarz und kein einziges grün! (Die übrigen Farben liegen ungefähr am Erwartungswert, wenn man von einer gleichmäßigen Verteilung ausgeht.) Ich bin mir nicht ganz sicher, woran das liegt. Ich drafte zwar häufig Schwarz, aber gewiss nicht so häufig – die Kausalität ist wohl eher die, dass es häufig underdrafted ist und ich dementsprechend häufig darin lande und gut damit abschneide. Grün hingegen meide ich keineswegs, ohne es dabei höher einzuschätzen als die Gesamtdrafterschaft; und ich denke auch nicht, dass ich damit deutlich unterdurchschnittliche Ergebnisse erziele; aber irgendwie hat es halt noch nie für den „Gesamtsieg“ gereicht.

Nur eine Sache ist mir aufgefallen: Immer, wenn ich im Draft die Grundlage für ein mehrfarbiges, grünbasierendes Deck lege, welches in der Lage ist, die meisten Bomben zu splashen, kriege ich in sämtlichen Boostern nichts auch nur entfernt Bombenähnliches zu sehen (ich glaube, ich hatte einmal einen Sifter Wurm – das war’s dann aber auch schon)! Am Ende ergibt sich dann oft ein dreifarbiges Deck, welches kaum höhere Qualität als die meisten zweifarbigen Decks besitzt, aber umständlicheres Mana hat – dass ich damit dann auch Matches verliere, sehe ich ein; nicht aber, dass ich gleichzeitg ständig gegen ähnliche Decks gepaart werde, welche die entsprechenden Bomben haben! Gerade gegen Nicol Bolas, God-Pharaoh habe ich einfach viel zu oft gespielt. Meine Gewinnrate bei diesen Matches liegt dann auch deutlich unter 60%…

Dies ist also das Deck. Es ist natürlich insgesamt mit Hinblick auf den Gott gedraftet, deswegen ist es ein wenig unfair, seine sonstige Kartenqualität unabhängig von diesem zu bewerten; aber mit zum Beispiel einem Shimmerscale Drake stattdessen sähe es gewiss nicht allzu überzeugend aus.

 

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Published in: on Juli 28, 2017 at 10:24 pm  Schreibe einen Kommentar  
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