Meine HOU Draft Trophäen 13, 14 & 15

Da diese Blogeinträge sich bei mir zuletzt vermehrt haben wie die Karnickel, hatte ich beschlossen in Zukunft ein wenig abzuwarten, bis ich mehrere Trophäendecks auf einmal vorstellen kann. Das hat dann prompt länger als erwartet gedauert, was aber gar nicht einmal damit zusammenhing, dass ich so oft erfolglos gedraftet hätte, sondern damit, dass ich wegen Computerproblemen zwischenzeitlich nicht draftete. (Wenn die Maus mitten im Draft ausfällt, ist das wirklich scheiße.) Nach Ligen gerechnet ging es jedoch eigentlich recht schnell – drei Trophäen aus neun Versuchen, das ist absolut in Ordnung!

Irritierend fand ich allerdings, dass ich dabei auch fünf (!) Mal 1-2 ging, was einfach absolut unterirdisch ist. Dabei hatte ich teilweise massiv Pech, aber in mehr als einem Fall verlor ich auch, weil ich unglaublich dämliche Spielfehler machte: Ich rede hier über Dinge wie nicht zu wissen, was meine Karten eigentlich tun, oder einstellige Zahlen falsch zu addieren! Offensichtlich kann ich mich zuletzt einfach nicht mehr richtig konzentrieren, was nicht nur in Bezug auf meinen Magic-Erfolg höchst bedenklich ist.

Glücklicherweise bin ich aber immer noch ein sehr guter Drafter und Deckbauer mit einem grundsoliden grundlegenden Verständnis von Matchup-Dynamiken im Limited, was mir erlaubt, meine sonstigen Definzite weitgehend zu kompensieren; und ich hatte gewissermaße auch Glück mit meinem Glück und Pech, denn jeweils einmal mit Pech 1-2 und mit Glück 3-0 abzuschneiden ist natürlich einträglicher, als zwei Mal erwartungsgemäß ein 2-1 einzufahren.

Dies hier waren meine Decks:

 

 

Hier ist es wieder einmal Temur geworden. Ich müsste lügen um zu behaupten, dass mein Erfolg mit diesem Deck nicht hauptsächlich auf Sandwurm Convergence beruht hätte! Ich zog sie sehr zuverlässig, und sie gewann mir jedes Spiel – mehr als einmal in einer Situation, in der dies kaum eine andere Karte im Format getan hätte (eine andere Karte aus meinem Deck jedenfalls gewiss nicht). Ich denke, ich habe auch ein Spiel ohne sie gewonnen, aber im Nachhinein bin ich mir da nicht einmal mehr hundertprozentig sicher…

Und dann war da noch dieses Deck hier:

 

 

Hier zeigte sich Sand Strangler in fast jeder Partie und ließ sich auch immer ausspielen, was natürlich sehr stark war – abgesehen von dem einen Mal, wo ich ihn im ca. siebten Zug ohne Desert-Unterstützung auf das Board packen musste, was diesem Deck eigentlich wirklich nicht passieren sollte. Dieses Spiel habe ich dann auch verloren. Pride Sovereign hingegen zeigte sich nur einmal, und da konnte ich ihn nicht ausspielen, weil ich ihn zusammen mit dem Forest, der dieses Ausspielen ermöglicht hätte, beim Strategic Planning fand. Hier war ich aber bereits weit genug im Vorteil gewesen, um trotzdem zu gewinnen.

Der wahre Star dieses Decks war aber wohl Vizier of the Anointed, der jedes Mal den Boden dicht machte und Kartenvorteil erwirtschaftete, so dass ich dann in aller Ruhe mit meinen zahlreichen Fliegern gewinnen konnte. Ich spielte auch mehrfach gegen sehr aggressive Decks, die an meinem nicht enden wollenden Lifegain verzweifelten.

Schließlich noch ein völlig anderer Ansatz:

 

 

Mal wieder ein Sieg mit Schwarz, und außerdem mit einem strikt zweifarbigen und eher aggressiven Deck! Von dieser Strategie hatte ich mich zuletzt zu weit entfernt – zwar wurde mir oft das bunte Deck von den Boostern aufgedrängt, aber ich hatte wohl auch bereits damit begonnen, meine Kartenbewertung in jene Richtung zu verschieben. Da war (und ist) ein wenig Gegensteuern nötig geworden.

Dieses Deck erwies sich als so gut, wie es aussieht (ich finde, es sieht sehr gut aus, wenn auch nicht spektakulär gut) und holte mir meine 15. Trophäe ohne eine Niederlage, mit dem Schönheitsfehler, dass mein letzter Gegner wohl Verbindungsprobleme hatte und ich deswegen 1-0 gegen ihn gewann.

Ich war mir übrigens nicht ganz sicher, wie gut Doomfall eigentlich genau ist und bin da leider immer noch nicht klüger, weil dies gerade diejenige Karte war, die ich nie zu sehen bekam. Anmerken möchte ich noch, dass Fervent Paincaster wohl immer noch unterschätzt wird – er legt so viele gegnerische Karten lahm und bietet so viele taktische Optionen! Er ist prinzipiell ein klar höherer Pick als Open Fire, was meines Wissens allgemein eher andersherum gesehen wird.

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Published in: on September 5, 2017 at 6:51 pm  Schreibe einen Kommentar  
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