Tränen auf Papier

Die Musik gibt mir Leere,
lässt meine Gedanken
sich verlieren.
Eine geistige Schwere,
ein träges Erkranken,
im Nichts navigieren.
Angenehme Betäubung,
Gefühl ohne Reibung,
verleugnet den Schmerz, den ich fühle.
Plätschernde Takte,
je tiefer ich sackte,
desto dichter umgab mich die Kühle.
Vom Wasser umtost,
in Einsamkeit versunken,
an Sehnsucht fast ertrunken,
der Durst nach Dir war nicht zu stillen;
ich fand keinen Trost,
ich fand nichts, diese Lücke zu füllen.
Diese Stelle, die ich
voller Hoffnung für mich,
sorgfältig frei hielt in mir,
viel zu lang unbesetzt,
überflute ich jetzt.
Es tropfen Tränen auf Papier.

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Veröffentlicht on Januar 9, 2007 at 11:38 pm  Schreibe einen Kommentar  
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