Kafkas Halle für 4 Spieler

(Dies hier sind Zusatzregeln für mein Spiel Kafkas Halle, und um mit ihnen etwas anfangen zu können, ist es notwendig, sich zunächst einmal mit der Grundform dieses Spiels vertraut zu machen.)

Okay, okay, es war ja klar, dass das kommen musste, auch wenn ich mir zuerst keine Gedanken darüber machen wollte! Letztlich war es aber schlicht zu nahe liegend und zu verlockend, eine Mehrspielervariante zu schaffen. Dafür muss ich eigentlich kaum etwas tun:

Einmal eine neue Anfangsaufstellung finden. Die Platzierung der Sperren, auch wenn man ihr das vielleicht nicht ansieht, habe ich alles andere als willkürlich gewählt: Es geht darum, wie sich die Barrieren bewegen können, und wie wahrscheinlich es ist, dass ein Spieler noch kurz vor dem Ziel aufgehalten wird – und das sind wiederum Dinge, die bei vier Spielern etwas modifiziert werden können bzw. müssen.

Zum anderen bei einigen Handlungen klar stellen, wer sie durchführen darf, oder auf wen sie sich beziehen.

Das ist eigentlich alles! Ohne Zweifel wird Kafkas Halle mit mehr Spielern nur noch chaotischer und schwieriger (was Vorteile sind!) – aber andererseits verlängert sich die Zeit zwischen den eigenen Zügen auf das Dreifache (was ein Nachteil ist, den allerdings die meisten Mehrpersonenspiele besitzen).

Die neue Anfangsaufstellung findet Ihr wieder als Grafik am Ende dieser Seite. Es sind mehr Sperren geworden (und einige haben sich verschoben), und das Ganze ist jetzt bezüglich beider Achsen symmetrisch. Z1 bis Z4 sind die Zielfelder der vier Spieler, und die Spielfigur jedes Spielers beginnt wiederum auf dem ihrem Zielfeld diagonal gegenüber liegenden Zielfeld. Logischerweise sitzt jeder der vier Spieler an einer anderen Kante des Spielfelds, mit dem Startfeld seiner Figur auf deren linkestem Feld, und sein jeweiliges Gegenüber ist für ihn immer „vorne“.

Was man bei der Mehrspielervariante beachten muss: Es wird im Uhrzeigersinn gespielt (das ändert sich auch nicht). Der anziehende Spieler erhält ganz normal zwei Handlungen in seinem ersten Zug. Auf jedem Zielfeld (aber nur dort!) können mehrere Spielfiguren stehen (ohne Beschränkung). Weiterhin gewinnt der Spieler, dessen Figur als Erstes ihr Zielfeld erreicht (meines Erachtens ist es weiterhin unmöglich, dass dies mehreren Figuren gleichzeitig gelingt, so wie ich die Sperren platziert habe), aber die übrigen Spieler haben jetzt die Option, weitere Platzierungen auszuspielen.

Zu den Handlungen: Am Wichtigsten ist der Umgang mit Verboten. Jede Genehmigungskarte, die ein Spieler spielt, kann weiterhin genau EINMAL mit einem Verbot belegt werden (unabhängig davon, ob dieses Verbot durchgeführt oder verboten wird), egal von wem. Dabei wird im Uhrzeigersinn (immer ausgehend von demjenigen Spieler, welcher diese Handlung durchführen will) einzeln gefragt, ob der jeweilige Spieler ein Verbot spielen will. Sobald alle drei anderen Spieler dies verneint haben, wird die Handlung durchgeführt.

Zum Schieben: Weiterhin schiebt jeder Spieler Barrieren oder Gegenspieler in Richtung der Spielfeldkante, an der er sitzt. Die Karte „Gegenspieler Schieben“ schiebt ALLE Gegenspieler!

Zum Genehmigungen Tauschen: ALLE anderen Spieler legen ihre Karten offen hin (das heißt, jeder kann sie einsehen, nicht nur der Spieler, der diese Handlung durchführt), und der tauschende Spieler sucht sich den Spieler aus, mit dem er eine Genehmigung tauschen will, und tut dies dann.

Das war’s eigentlich auch schon! Worüber man natürlich noch nachdenken kann ist, die Anzahl aller Genehmigungskarten zu verdoppeln, einfach, damit der Vorratsstapel nicht so oft leer wird. (Das führt dann zu einer leichten Erhöhung der Streuung bei der Kartenverteilung, die sich aber in der Praxis kaum bemerkbar machen dürfte. Außerdem können natürlich bei insgesamt vier Kopien von „Verbot einer Manipulation“  erheblich komplexere Verbotskämpfe entstehen. Hauptargument dagegen ist aber wohl einfach, dass man mehr Karten anfertigen müsste, und dass das Mischen von mehr Karten umständlicher ist.)

Deswegen nur noch die Grafik mit der Anfangsaufstellung:

Z4

S S

Z3

S



S



H H


S D
S S
D S
S D
S S
D S



H H



S



S
Z1

S S

Z2
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Veröffentlicht on Februar 25, 2009 at 9:10 pm  Schreibe einen Kommentar  

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