Solo-Skat

Solo-Skat ist ein Spiel für einen Spieler, mit einer Spieldauer von ca. einer Viertelstunde. Es setzt voraus, dass man die regulären Skatregeln kennt. Man benötigt dafür ein Skatblatt, sonst nichts, und deswegen ist es gut dafür geeignet, bei Wartezeiten unterwegs gespielt zu werden.

Bei Solo-Skat spielt man sechs Spiele gegen zwei Dummies. Dummies funktionieren wie folgt: Die Karten werden normal gemischt und verdeckt verteilt (die eigenen kann man sich natürlich ansehen). Wenn ein Dummy am Zug ist, legt er einfach die oberste seiner Karten. (Er muss sich nicht an Bedienregeln halten – man selbst aber schon!) Ansonsten gelten die üblichen Stich- und Ausspielregeln.

Man selbst ist immer der Alleinspieler. Vor dem ersten Stich entscheidet man sich, was gespielt wird: Grand, Kreuz, Pik, Herz, Karo oder Null. Bis auf Null spielt man alle diese Spiele „Hand“ und darf den Skat auch nicht einsehen. Beim Null hat man die Wahl, Hand zu spielen (ohne den Skat einzusehen natürlich) oder den Skat zu benutzen. In den sechs Spielen – zwei Runden also – muss man jedes Spiel genau einmal ansagen.

Im ersten Spiel zählt man als Geber und beginnt dementsprechend in Hinterhand. Danach rotiert das Ausspiel ganz normal, so dass man als nächstes in Mittelhand und danach in Vorderhand beginnt. In der zweiten Runde wiederholt sich das, so dass man aus jeder Position zwei Spiele beginnt.

Man besitzt anfangs ein ausgeglichenes Siegkonto von null Punkten. Ziel ist es, am Ende immer noch zumindest ein ausgeglichenes Siegkonto zu haben. (Über ein positives Konto darf man sich gerne als besonderen Erfolg freuen!) Gewinnt man ein Spiel ganz normal, verändert sich das Siegkonto nicht. Hat man die Dummies im Schneider, erhält man einen Siegpunkt dazu, bei Schwarz sogar zwei. Verliert man jedoch, so verliert man auch einen Siegpunkt, und sollte man das Pech besitzen, selbst Schneider oder gar Schwarz zu sein, verliert man entsprechend zwei oder drei.

Gewinnt man einen normalen Null, verändert sich das Siegkonto nicht. Gwinnt man jedoch einen Null Hand, erhält man einen Siegpunkt. Verliert man einen Null oder Null Hand, verliert man einen Siegpunkt.

Es ist möglich, zwischenzeitlich oder auch am Ende der Abrechnung ein negatives Siegkonto zu haben.

Grundlegende Taktik: Natürlich muss man sich darauf einstellen, dass die Dummies zufällig spielen und nicht dem Bedienzwang unterworfen sind. Deswegen hebt man sich hohe Karten meistens auf, um das Spiel wieder übernehmen zu können und spielt sich Farben rasch blank, um mehr Spieloptionen zu haben. In Vorhand spielt man in der Regel mittel oder sogar klein vor, um nicht allzu viele Punkte zu riskieren, und weil eine ordentliche Chance besteht, dass man den Stich gewinnt, wenn die Gegner nicht bedienen oder stechen. (Trümpfe ziehen funktioniert logischerweise nicht!) Am liebsten sitzt man, wie oft auch beim normalen Skat, in Hinterhand. Allerdings muss man beim Grand aufpassen, das Spiel nicht zu leichtfertig aus der Hand zu geben, weil es rasch passieren kann, dass einem die wenigen Buben gezogen werden, und man plötzlich gar nicht mehr ans Spiel kommt! Bei Farbspielen sind Asse und Zehnen im Beiblatt nicht so stark wie in der Trumpffarbe, da sie einem häufig weggestochen werden. Andererseits sind blanke und einfach besetzte Zehnen bei Weitem nicht so problematisch wie sonst.

Ach ja: Den Grand beginnt man am besten in Vorhand, während man dies beim Null tunlichst vermeiden will! (Schließlich kann hier selbst eine blanke Sieben vorgespielt einen Stich gewinnen.) Wahrschenlich ist es eine gute Idee, sich den Grand nach Möglichkeit für das allerletzte Spiel aufzuheben, damit man dort nicht gezwungen ist, ein Farbspiel mit zu wenigen Trümpfen machen zu müssen.

Außerdem sollte man versuchen, ein oder zwei Spiele Schneider zu gewinnen, weil es unwahrscheinlich ist, dass man keine Partie abgibt (besonders den Null). Alles in allem ist ein Sieg im Solo-Skat eine Herausforderung, aber das Spiel ist keineswegs ungewinnbar!

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Veröffentlicht on Juli 19, 2008 at 8:11 pm  Comments (3)  
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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Klasse Tipp. Wusste nicht das es so einfach geht allein Skat zu spielen. Werde ich bei der nächsten Zugfahrt direkt einmal ausprobieren.

    Gruss

  2. Skat geht allein? Allein den Titel zu lesen war schon verlockend. Muss ich direkt mal durchprobieren ob es wirklich funktioniert. Besser gesagt, ob es wirklich Spaß macht, alleine Skat zu spielen.

  3. Als Zeitvertreib für zwischendurch, zum Beispiel auf mittellangen Bahnfahrten oder so, mag ich es sehr gerne. Als vollwertige Beschäftigungsalternative sehe ich es nicht wirklich.


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