Rollenspiele von D&Damals bis ??? – Einleitung: Was ist eigentlich ein Rollenspiel?

Nachdem ich mich unterdessen weitaus eingehender mit der Materie befasst habe, bin ich nicht mehr zufrieden mit meinen Originalversionen der Einträge in dieser Reihe. Ihr findet diese deswegen in komplett überarbeiteter, weitaus umfassenderer, und vor allem vielfach korrigierter Form hier: IMAGINATION Index Page

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Was ist eigentlich aus PHERS geworden?

PHERS – das PHantastische ErzählSpiel – ist meine Bezeichnung für meine bevorzugte Herangehensweise an mein liebstes Hobby (Rollenspielen, oder eben Erzählspielen), sowie für meine Sammlung von Theorien und Spielprozeduren, mit denen ich diese Herangehensweise umsetze. Vor unterdessen bereits schon wieder beinahe einem Jahrzehnt hatte ich damit begonnen, systematisch Beiträge darüber zu verfassen (hier ein Link zu meinen entsprechend kategorisierten Beiträgen auf Ein Platz für Andi), aber wie es eben häufig mit besonders ambitionierten Projekten ist: Erst pausieren sie eine Zeitlang, weil man sich gerade nicht damit beschäftigen kann; dann möchte man sie eigentlich wieder aufnehmen, müsste sich dazu unterdessen aber bereits wieder gründlich neu in sie einarbeiten, wozu dann doch nicht genügend Zeit vorhanden ist; und schließlich ist so viel Zeit vergangen, dass man eigentlich auch genau so gut wieder komplett von vorne anfangen könnte, insbesondere da man unterdessen auch seine eigenen Ansichten überdacht und erweitert hat.

Ich will jetzt nicht versprechen, dass ich wieder komplett von vorne anfangen werde, möchte Euch aber zumindest mitteilen, wie ich aktuell meine Vorstellungen definiere. (mehr …)

Sexismus: Ein Definitionsversuch

Ein/e Sexist/in ist jede/r, die/der einer/einem Feministin/Feministen, oder jeder/jedem, die/der sich für eine/n solche/n hält, in irgendeiner Angelegenheit, welche diejenige/derjenige als im Zusammenhang mit ihren/seinen feministischen Auffassungen stehend ansieht, widerspricht oder ihr/ihm nicht vorbehaltlos zustimmt; sowie jede/r, die/der eine Äußerung tätigt, welche die/der Feminist/in, bzw. diejenige/derjenige, welche/r sich für eine/n solche/n hält, als im Zusammenhang mit ihren/seinen feministischen Auffassungen stehend ansieht und irrtümlicherweise so versteht, als ob diejenige/derjenige ihr/ihm widerspräche oder nicht vorbehaltlos zustimmte; sowie jede/r, die/der eine Äußerung tätigt, welche die/der Feminist/in, bzw. diejenige/derjenige, welche/r sich für eine/n solche/n hält, als im Zusammenhang mit ihren/seinen feministischen Auffassungen stehend ansieht und gar nicht versteht; sowie jede/r, die/der in einer Weise handelt, welche die/der Feminist/in, bzw. diejenige/derjenige, welche/r sich für eine/n solche/n hält, als im Zusammenhang mit ihren/seinen feministischen Auffassungen stehend ansieht, und welche diejenige/derjenige ablehnt oder nicht versteht.

(Auch wenn es nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, schließt diese vollständige und präzise Definition die „naive“ Vorstellung von Sexismus ein, welche sich auf eine tatsächlich existierende Geisteshaltung gründet, jedoch auf Grund ihrer Eingeschränktheit und schwierigen Bestimmbarkeit für den primären Zweck dieser Begriffsbildung als ultimatives Totschlagargument ungeeignet ist.)

Gefühlte moralische Überlegenheit ist keine Entschuldigung für Ignoranz. Aber ihr bester Nährboden.

Published in: on Februar 23, 2013 at 4:49 am  Comments (2)  
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PHERS – meine Präferenzen

(Dieser Eintrag hier ist die Fortsetzung von Das Rollenspiel ist tot – es lebe das Erzählspiel!)

Etwas, was mir beim Lesen von Theatrix bewusst wurde, ist dass die wichtigste Aufgabe, welche ein Ratgeber für das Erzählspiel leisten muss, darin besteht, dessen allgemeinen Eigenschaften und Erfordernisse zu definieren, ohne diese mit den Präferenzen der Autoren gleichzusetzen. Theatrix ist wirklich randvoll mit guten Ideen und hat mir die Augen über einige wichtige Zusammenhänge geöffnet, aber es schießt sich auf eine bestimmte Form des Erzählens ein, deren Spezifika es vom Allgemeingültigen nicht klar trennt. Das ist deswegen um so problematischer, als es eben noch keine allgemeingültigen Definitionen des Erzählspiels gibt! Ich muss es noch einmal betonen: Theatrix ist bislang das absolut EINZIGE Buch, welches mir untergekommen ist, in dem die Struktur des Erzählens die Grundlage bildet – ALLE anderen Bücher gehen von der Idee des Rollenspiels als Spiel mit gewissen Regeln, welches erzählerische Elemente beinhaltet, aus. Eine Theorie des Erzählspielens muss daher beinahe von Null anfangen. (Und deswegen freue ich mich auch über jeden Input von Euch!)

Deswegen will ich mich als Erstes einer allgemeinen Definition nähern: (mehr …)