Das Wichtigste zum Brexit

Okay, ich bin weder Experte für Wirtschafts-; noch für Finanz-, Außen- oder Rechtspolitik. Deswegen dürft Ihr an dieser Stelle gewiss keinen Überblick über die wichtigsten Folgen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union erwarten.

Das Wichtigste am Brexit kann ich Euch allerdings trotzdem kurz erläutern:

Er ist noch nicht passiert; er muss nicht passieren; und er sollte nicht passieren!

Die Forderungen an die britische Regierung, ihr Austrittsgesuch jetzt so bald wie möglich einzureichen, sind unvernünftig und dumm. Hier spielt vermutlich auch der Beleidigte-Leberwurst-Effekt eine Rolle: Seit Jahren gehen uns die Briten mit ihrer Blockadepolitik und ihren Sonderwünschen, denen wir auch noch zum größten Teil nachgekommen sind, auf den Sack – und jetzt wollen sie trotzdem weg? Dann sollen sie doch endlich gehen!

…aber das wollen wir doch gar nicht wirklich! (mehr …)

This land is your land

…meines ist es jedenfalls nicht!

Als Euroskeptiker habe ich mich bislang ja eigentlich nicht begriffen. Aber ich muss zugeben, dass das Argument, dass die EU in den letzten Jahren ihre Erweiterungen ohne Rücksicht auf innere Kompatibilität der Mitgliedsstaaten betrieben hat, nicht jeglicher Stichhaltigkeit entbehrt.

Zum Beispiel Litauen: Mit einem Land, in dem solche Gesetze verabschiedet werden können, möchte ich keine gemeinsame Regierung haben! Und mit einer Europäischen Union, die nicht auf einem gemeinsamen Verständnis der Menschenrechte basiert, sondern lediglich einen gemeinsamen Wirtschaftsraum und ein politisches Zweckbündnis darstellt, will ich mich nicht identifizieren.

Besonders erschreckend ist es, wie tief diese in Form von Schwulenhass auftretende Menschenfeindlichkeit offensichtlich in der litauischen Gesellschaft verankert ist: 67 Abgeordnetenstimmen pro dieses unsägliche Gesetz, und nur drei Gegenstimmen bei vier Enthaltungen?

Wenn ein solcher Staat Mitglied in der Europäischen Union sein kann, dann lege ich tatsächlich keinen Wert darauf, Bürger Europas zu sein!

Das türkische Veto

Die Wahl eines neuen NATO-Chefs wäre für mich eigentlich nicht gerade ein besonders interessantes Thema gewesen, aber die besonderen Umstände diesmal konnte ich nicht ignorieren: Da wäre die Wahl des dänischen Ministerpräsidenten Rasmussen doch um ein Haar am Veto der Türkei gescheitert, weil diese sich daran störte, dass Rasmussen im Karikaturenstreit damals die Pressefreiheit betont und sich nicht etwa dafür entschuldigt hatte, dass eine Zeitung in seinem Land davon Gebrauch gemacht hatte! (mehr …)

Published in: on April 5, 2009 at 1:20 am  Comments (7)  
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