Gute Vorsätze, immer mal wieder

Seit ein paar Tagen habe ich wieder Internet. Über den Kampf mit insgesamt bestimmt 10 verschiedenen Mitarbeitern  in der Kunden-Hotline, die einander ohne Übertreibung nicht weniger als sieben (!) Mal widersprochen haben, und die mir zwischenzeitlich ein neues Gerät aufgeschwatzt haben, das ich gar nicht benötigte, wollte ich eigentlich einen Eintrag verfassen, aber dann fehlte mir doch die Motivation, erneut ausführlich dazulegen, wie unendlich beschissen Kundenberatung im Zeitalter der ausgelagerten Kundendienstzentren doch geworden ist („ausgelagerte Kundendienstzentren“ bedeutet, dass die Kundenberatung einer anderen Firma übertragen wird, die von der Materie nichts versteht und deswegen naturgemäß selten mehr machen kann, als dem Kunden Passagen aus denjenigen Hilfedokumenten vorzulesen, die er selbst bereits gründlichst nach einer Lösung für seine Probleme durchsucht hat). Ich will Euch nur die Essenz des Ganzen in Kurzform darlegen:

1. Nein, die Leute haben wirklich keine Ahnung von dem, was sie da tun, egal, was sie behaupten.

2. Ja, sie versuchen Euch immer wieder übers Ohr zu hauen.

3. Doch, die Drohung den Anbieter zu wechseln hilft tatsächlich!

Jetzt gibt es also auch keine Ausreden mehr: Die Anstalt von Arkheim wartet darauf, endlich fortgesetzt zu werden, und zwar möglichst sogar mit einer höheren Frequenz als zuletzt. Ich denke, die Pause war wichtig, und ich habe die Gelegenheit auch genutzt, sie ein wenig länger als unbedingt nötig werden zu lassen – besser so, als dass ich bald erneut eine Pause einlegen müsste! Spätestens im neuen Jahr geht es weiter – nutzt die Gelegenheit, Euch rasch noch einmal mit dem bisherigen Verlauf der Handlung vertraut zu machen!

Ach so: Das ist also – wieder einmal – mein guter Vorsatz: Mehr zu schreiben, regelmäßiger zu schreiben, konzentrierter zu schreiben… tja, Nichtraucher bin ich eben schon. Das Internet ist jedoch in einer Hinsicht viel gefährlicher als Nikotin, denn im Gegensatz zu Zigaretten ist es tatsächlich nützlich und wichtig – es einfach komplett abzuschaffen ist keine Lösung, zumindest nicht für mich. Trotzdem sollte es mein Dauervorsatz bleiben, bewusster damit umzugehen – die Zeit, die man mit sinnlosen Dingen verbringt wächst, wenn man nicht höllisch aufpasst, ständig und in immer stärkerem Maß.

Ihr lest mich dann – hoffentlich wieder öfter! – im neuen Jahr!

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Vom Schreiben im Stil H.P. Lovecrafts

Vor einiger Zeit schrieb ich für einen Autor, der um Feedback zu einer von ihm verfassten Lovecraft-Hommage gebeten hatte, eine sehr ausführliche Kritik. Dabei habe ich vieles formuliert, was sich nicht direkt auf seine Geschichte bezog, sondern allgemein für alle Versuche, in die schreiberischen Fußstapfen jenes genialen Autors zu treten, gültig ist. Diesen Text habe ich nun ein wenig umgeschrieben, um ihn aus dem Kontext jener speziellen Kritik vollständig zu lösen. Wer ein Freund der Geschichten Lovecrafts ist und mit dem Gedanken spielt (oder auch bereits dabei zur Tat geschritten ist), eigene Erzählungen in dessen unvergleichlichem Stil zu verfassen, mag ihn hilfreich oder zumindest interessant finden! (mehr …)

Published in: on Juni 29, 2011 at 3:23 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Andis neuestes kreatives Projekt: Die Anstalt von Arkheim – die Nacherzählung einer Erzählspiel-Saga

(zu einer weit kürzeren Version dieses Vorworts)

Die Anstalt von Arkheim ist ein Projekt, mit dem ich mich in den letzten Monaten gemeinsam mit einigen anderen Leuten recht intensiv befasst habe – ein Projekt, das zu einem Experiment geworden ist, und welches auf Grund seiner besonderen Natur meine sonstigen kreativen Tätigkeiten zur Zeit in den Hintergrund gedrängt hat.

Was ist Die Anstalt von Arkheim? Eine Erzählspiel-Saga. (mehr …)

PHERS – Philosophie

(Dieser Eintrag ist Teil einer Reihe zu PHERS, die hier begonnen hat.)

Worum geht es mir bei PHERS in erster Linie? Um den Spaß beim Erzählen.

Das klingt jetzt vermutlich genau so trivial und selbstverständlich, wie es sein sollte: Natürlich soll der Spaß im Vordergrund stehen!

…ist das natürlich? Ist der Spaß wirklich das wichtigste Kriterium, oder verliert man ihn nicht vielleicht bei der Einhaltung eigentlich untergeordneter Kriterien aus den Augen? (mehr …)

PHERS – Definitionen

(Dieser Eintrag ist Teil einer Reihe zu PHERS, die hier begonnen hat.)

Terminologie ist wichtig: Wie wir über etwas reden bestimmt, wie wir darüber denken. Nicht zuletzt deswegen lege ich so viel Wert darauf, nicht mehr von „Rollenspielen“, sondern eben von „Erzählspielen“ zu sprechen, obwohl das Spielen von Rollen im Erzählspiel vermutlich sogar eine größere Rolle spielt als im klassischen Rollenspiel (SCNR). Deswegen will ich für PHERS eigenständig Begriffe einführen und definieren, welche zumindest für das weite Spektrum des Erzählspielens nach der Definition von PHERS, teilweise aber auch darüber hinaus für das Erzählspielen insgesamt Gültigkeit besitzen. Da PHERS sehr allgemein gehalten ist und sich damit zahlreiche Erzählstile und sämtliche Genres umsetzen lassen, sollen auch diese Begriffe möglichst allgemein gehalten und auf das Wesen des Erzählspielens zugeschnitten sein. (mehr …)

Das Rollenspiel ist tot – es lebe das Erzählspiel!

(Aus diesem Blogeintrag ist unterdessen eine lange Reihe zu PHERS entstanden. Jeweils am Ende jedes Teils davon findet Ihr ein Link zum nächsten Eintrag der Reihe.)

Bald wird es zwei Jahre her sein, dass ich in diesem Eintrag hier über Storytelling gebloggt habe. In der Zwischenzeit hat mich jedoch eine schmerzliche Erkenntnis getroffen: Das klassische Rollenspiel ist tot! Es hat sich nicht nur wieder zu einem Nerd-Hobby zurück entwickelt, nein, es hat seine Identität verloren. Was genau ich damit meine, will ich Euch im Folgenden erklären. (mehr …)

Meinungsfreiheit: Eine Einordnung in größere Zusammenhänge, Teil 1

Ich bin von verschiedener Seite gefragt worden: Wieso gerade jetzt? Was ist Besonderes passiert, dass ich plötzlich diese Angelegenheit thematisiere?

Es ist nichts Besonderes passiert, kein einzelnes Ereignis, welches den Ausschlag gegeben hätte. Stattdessen verhält es sich so, dass ich im Verlauf der letzten Monate mehr und mehr im Netz gestöbert habe und immer wieder auf bestürzende Fälle gestoßen bin, sowie auf immer mehr Betrachtungen von Leuten, die sich damit befasst und Überblicke über das Geschehen zu geben versucht haben. Leider habe ich nicht daran gedacht, alle wichtigen Seiten sofort abzuspeichern oder mit Lesezeichen zu versehen, deswegen trat stattdessen ein langsamer Prozess des Begreifens bei mir ein.

Mein letzter Blogeintrag markiert nur den Augenblick, als es bei mir KLICK gemacht hat, als mir plötzlich klar wurde, dass ich nicht eine Sammlung skurriler Einzelfälle verfolgte, sondern eine Entwicklung!

Dieses KLICK ist allerdings etwas Besonderes, denn normalerweise tut man (ich schließe hier von mir auf andere) sich eher schwer damit, die Bedeutsamkeit größerer Entwicklungen abzusehen, bevor sie ihr Ende gefunden haben. (mehr …)