WordPress baut Scheiße

Jüngst habe ich einen Kommentar zu einem uralten Beitrag auf Ein Platz für Andi erhalten, und habe dabei etwas höchst Ärgerliches entdeckt: Die WordPress-Software verlinkt neuerdings (ich kann allerdings nicht sagen, seit wann; ich weiß nur, dass sie es früher nicht getan hat) automatisch Zeichenkombinationen der Form www-punkt-text-punkt-domänenendung automatisch – auch rückwirkend!

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Published in: on September 11, 2013 at 5:32 pm  Comments (6)  
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Die rechte Phantasie

Ich habe bemerkt, dass ich eigentlich gar kein typischer Fantasyfreund und Rollenspieler bin: Ich besitze nämlich keine konservative Weltsicht.

Das mag sich merkwürdig anhören, aber ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass Fantasy – und vor allem auch Fantasy-Rollenspiel – eine besonders starke Anziehungskraft auf Menschen mit konservativer Einstellung hat! Ich will Euch sagen, wie ich auf diesen Gedanken gekommen bin: Ich habe doch vor einiger Zeit diesen Eintrag hier verfasst, und obwohl ich selbst bislang keine Schritte unternommen habe, ihn in der Rollenspielszene zu verbreiten, wurde er doch trotzdem von einigen anderen Rollenspielern gefunden.

In der Diskussion mit diesen bzw. beim Verfolgen ihrer auf meinen Eintrag bezogenen Kommentare stellte ich verschiedene Dinge fest: Zunächst einmal plädierten viele von ihnen für „klassisches“ Rollenspiel bzw. teilweise sogar für „Retrogaming“, und ihren Ausführungen konnte man entnehmen, dass sie die Entwicklung, welche das Hobby Rollenspiel in den ca. 40 Jahren seines Bestehens durchlafen hat, nicht als Fortschritte ansehen. Auch wenn ich mich nicht erinnern kann, diesen speziellen besonders belasteten Ausdruck gelesen zu haben, hat mindestens einer recht unmissverständlich deutlich gemacht, dass er Storytelling für entartetes Rollenspiel hält, und auch allgemein – zweifelsohne bewusst –  den Eindruck eines typischen Burschenschaftlers erweckt. Auch Kommentatoren, bei denen ich keinen Grund habe, sie in die wertkonservative bis reaktionäre Ecke einzuordnen, verbreiten häufig zumindest den Eindruck konservativen Bildungsbürgertums. Ebenfalls einen recht fortschrittsfeindlichen Eindruck hinterließ bei mir auch ein Forumsuser in einem Forum für ein Rollenspiel-Kartenzeichenprogramm, der sich vehement gegen die Idee wehrte, Rollenspielkarten mit modernen, computergestützten kartografischen Methoden zu erstellen, und der als Begründung anführte, dass Rollenspieler seit der Zeit von Gygax und Arneson ihre Karten immer in der gleichen, klassischen Art erstellt haben, und dass es deshalb keinen Grund gebe, es jemals zu ändern.

Was ich versuchen will zu sagen, aber in diesem kurzen Absatz vermutlich nicht vermitteln konnte: Es waren nicht nur die vertretenen Standpunkte selbst, die mich nachdenklich gemacht haben, sondern vor allem die Art der Argumentation und der begleitende Eindruck, die auf eine konservative Einstellung hinwiesen, und die sich leicht überspitzt auf immer die selbe Weise beschreiben ließen: Veränderungen können Dinge nur schlechter machen; anzustreben ist stattdessen eine Rückkehr zum ursprünglichen Zustand. Die Welt verkommt, weil sie sich von den urspünglichen, wahren Werten entfernt.

Und das ist doch genau das Leitmotiv typischer Fantasy! (mehr …)

Informationsquelle Internet: Ich bin überfordert

Ich habe da ein Problem: Ich möchte auf andere Blogs und sonstige Internetseiten eigentlich nur dann verlinken, wenn ich mich eine Weile in sie eingelesen und festgestellt habe, dass dort im Wesentlichen vernünftige Dinge stehen.

Das kann ich aber nicht; dafür reicht meine Zeit einfach nicht aus. (Und ich verbringe gewiss bereits mehr Zeit im Internet als die meisten anderen Menschen!) Das Ergebnis ist dann allerdings, dass ich etwas Interessantes lese, mir denke: „Darüber müsste ich mich mehr informieren und dazu etwas schreiben!“ – und das dann nicht tue, und während ich diesen Umstand noch bedaure, bereits etwas Neues finde, was ebenfalls interessant, und womöglich sogar WICHTIG ist, und bei dem die gleiche Prozedur sich dann sofort wiederholt.

Es ist nun aber keineswegs so, dass der größte Teil dieser Dinge unwichtig wäre, auch nicht unwichtig im Sinne von „das ist ja alles so weit weg“ oder „das kann ich ja eh nicht ändern!“ Politische Willensbildung im Internet geschieht ununterbrochen, und uns hier in Deutschland betreffende Gesetze werden ständig auf den Weg gebracht. Es MACHT einen Unterschied, wenn man sich einmischt, zumindest einen größeren, als nur sein Kreuzchen in der Wahlkabine zu machen, oder sich ein bestimmtes Steckenpferd herauszugreifen und sich nur um Dinge zu kümmern, die damit im Zusammenhang stehen. Das Internet ist ein Schlachtfeld von Meinungen, vor allem aber von Propaganda geworden, und Desinformation (die sich zusammensetzt aus gezielter Falschinformation und einem massiven Bombardement an unwichtigen Themen) ist die wirkungsvollste Waffe. Die herkömmlichen Medien (Zeitungen, Fernsehen) sind keine sinnvolle Alternative, da sie ihre Themen nicht danach auswählen, was wichtig ist, sondern danach, was Klicks (Einschaltquoten, Käufer) bringt. Nischenmedien, die sich diesem Diktat nicht beugen, haben es nicht nur aus finanziellen Gründen schwerer als in der Zeit vor dem Internet; sie sind auch immer schwieriger zu lokalisieren. Das Netz, zum Guten wie zum Schlechten, ist die Zukunft – Quatsch! – ist längst die Gegenwart der Informationsverbreitung. Hier und nur hier lässt sich tatsächlich alles Wesentliche finden, aber hier ist es auch am Schwierigsten zu finden und vom Unwesentlichen oder gar schlicht Falschen zu trennen.

Ein kluger Spruch, der meines Wissens Marcel Reich-Ranicki zugeschrieben wird, lautet: „Fernsehen macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger.“ (mehr …)

Tod einer Volkspartei

Noch nie empfand ich den inneren Widerstreit dazwischen, mich einerseits verpflichtet zu fühlen, zu einem Thema etwas zu schreiben, und andererseits Unlust zu verspüren, es tatsächlich zu tun, so sehr wie dieses Mal. Je näher die Bundestagswahl rückte, desto apathischer wurde ich. Es war doch eigentlich schon alles gesagt, und nicht nur einmal; nun blieb nur noch zuzusehen, wie die Katastrophe pünktlich mit der ersten Hochrechnung sonntags um 18 Uhr auch tatsächlich hereinbrach.

Es gibt auch nichts zu beschönigen. Zwar haben manche Wahlprognosen der letzten Wochen noch versucht, falsche Hoffnungen zu wecken, aber ein Absturz von 34% auf 23% bei der SPD ist absolut eindeutig: Am 27. September 2009 ist in Deutschland eine Volkspartei gestorben.

Und das völlig zu Recht! (mehr …)

Von Artikeln, Seiten & Verlinkungen

Nach (wieder einmal) einer viel zu langen Pause kümmere ich mich also wieder mehr um meine Blogs. Für ZZZZZ habe ich eine neue Kategorie eingerichtet (Spiele) und bei dieser Gelegenheit gleich meine Blog-Seiten überarbeitet. (mehr …)

Published in: Allgemein on Mai 23, 2008 at 5:39 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Blogrolle rückwärts

Über meine Schwierigkeiten, geeignete Einträge für meinen Blogroll zu finden, habe ich ja bereits geschrieben.

Nun, ich kann einfach nicht ehrlichen Herzens behaupten, dass es allzu viele Seiten gibt, die ich

1. tatsächlich selbst öfters besuche,

die

2. auch für jemanden, der nicht ich ist, wirklich zu empfehlen sind

und die

3. nicht bereits allgemein bekannt sind.

Deswegen wird das Pferd jetzt von hinten aufgezäumt! (mehr …)

Published in: on Juni 24, 2007 at 8:34 pm  Comments (10)  
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Ich distanziere mich nicht

Kennt Ihr diesen Spruch?

„Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesem Inhalt distanziert. Für alle Links auf dieser Homepage gilt: Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen.“

Bestimmt kennt Ihr ihn. Er befindet sich auf vermutlich über einer Million deutschsprachiger Internetseiten.

Neulich bin ich in einer besorgten Email gefragt worden, warum ich mich denn nicht ebenso distanzierte; ich hätte doch auch Links auf meinen Seiten. Ja, warum denn eigentlich nicht? Die ehrliche Antwort ist: Ich wäre nie auf diese Idee gekommen! Wißt Ihr, jedes Mal wieder, wenn ich diesen Spruch irgendwo las, dachte ich mir: Was für ein Quatsch! (Und meistens war der entsprechende Gedankengang dann auch beendet und ich beschäftigte mich mit der Seite selbst.) (mehr …)

Published in: on Juni 1, 2007 at 7:59 pm  Comments (8)  
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