Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1978

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

Eingebettet zwischen den Erscheinungsjahren des ersten Star-Wars– und des ersten Star-Trek-Films sah 1978 im Rollenspielbereich eine Fortsetzung der Welle von Spielen mit Science-Fiction-Thematik. Die bedeutsamsten Produkte stammten allerdings weiterhin aus dem Fantasy-Genre, nämlich einerseits der Players Guide von Advanced Dungeons & Dragons, und andererseits:

 

RuneQuest

RuneQuest ist meiner Ansicht nach eines der historisch bedeutsamsten Rollenspiele überhaupt (mehr …)

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Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1977

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

1977 erschien mit dem Monster Manual der erste Teil des dreibändigen Regelwerks von Advanced Dungeons & Dragons, und außerdem das erste Hardcover-Rollenspielbuch überhaupt – ein Meilenstein dieses immer noch sehr jungen Zweigs der Unterhaltungsindustrie! Erst 1978, nach Veröffentlichung des Players Handbook (ja, ohne Apostroph) konnte man tatsächlich nach den neuen Regeln spielen, und erst 1979 würde der Dungeon Masters Guide die Trilogie komplettieren, aber der entscheidende Schritt war gemacht und ein neuer Standard gesetzt: Von jetzt an durfte man von Rollenspielprodukten professionelles Niveau erwarten. AD&D holte Rollenspiele nun auch endgültig aus der ein wenig anrüchigen Subkultur der Wargamer heraus und begann, dieses Hobby immer breiteren Gesellschaftsschichten zugängig zu machen. Damit legte es den Grundstein für die explosionsartige Ausbreitung und Diversifizierung der Rollenspiele, die in den 80er Jahren beginnen würde. Bis dahin war AD&D aber gleichzeitig auch der „900-Pfund-Gorilla“ der Szene, neben dem sich Konkurrenten nur schwierig behaupten konnten. Das war jedoch vielleicht gar nicht einmal so schlecht, denn es bedeutete, dass Rollenspielautoren nach Möglichkeiten suchen mussten, sich vom gängigen Fantasy-Rollenspiel im Klassen-Stufen-System abzusetzen. Andererseits betrachteten manche Hersteller diese Situation stattdessen wiederum vielleicht eher als Aufforderung, mit billigen, unoriginellen Produkten das hochwertige AD&D preislich zu unterbieten. Einen besonderen Twist erhielt die Entwicklung der nächsten Jahre außerdem noch durch die enorme Popularität des 1977 erschienenen Kinofilms Star Wars, der zweifelsohne auch maßgeblichen Anteil am Erfolg des wichtigsten Rollenspiels dieses Jahres hatte:

 

Traveller

Wenn man Space Opera und Science Fiction unterscheidet, war Traveller von GDW das erste Science-Fiction-Rollenspiel. (mehr …)

Rollenspiele von D&Damals bis ??? – 1976

(Ich stütze mich in meiner chronologischen Einordnung hauptsächlich auf die Wikipedia-Seite Timeline of tabletop role-playing games, an der ich auch selbst schon massiv herumeditiert habe.)

Das Jahr 1975 hatte demonstriert, dass sich der Erfolg von Dungeons & Dragons nicht einfach so wiederholen ließ. Tunnels & Trolls war es gelungen, sich ein Stück vom Rollenspiel-Kuchen zu sichern, indem es sehr nah an seinem Vorbild blieb, aber alle echten Experimente waren effektiv gescheitert. 1976 probierten Herausgeber zwar weiterhin neue Ideen aus, blieben aber dabei zumeist deutlich näher an bewährten Konzepten. Die herausstechende Ausnahme dabei war folgendes Spiel:

 

Bunnies & Burrows

Wenn Empire of the Petal Throne seiner Zeit voraus gewesen war, dann gelangte Bunnies & Burrows aus einer Paralleldimension in die damalige Rollenspielszene: Anstatt schwertschwingende Barbaren oder feuerballschleudernde Magier zu verkörpern, stellte man bei B&BKaninchen dar! Ein Großteil der Spielerschaft kam sich damals mächtig verarscht vor, doch B&B meinte es mit seinem Rollenspiel in der Tradition des großartigen Romans Watership Down (Unten am Fluss) von Richard Adams völlig ernst. (mehr …)