Rollenspiel-Mechaniken: Fudge Dice

Für das entsprechend benannte Spielsystem entworfen, werden Fudge Dice beim daraus hervorgegangenen Fate und zahlreichen weiteren auf Fudge bzw. Fate basierenden Rollenspielen benutzt. Die ihnen zu Grunde liegende Idee ist einfach und gut (und nicht zufällig auch diejenige, die ich bereits seit knapp dreißug Jahren bei PHERS und dessen Vorläufern verwende): Aus den Spielwerten einer Figur soll man unmittelbar ablesen können, welche Ergebnisse man bei einer Probe auf diese Werte im Durchschnitt erwarten darf. Daher benutzen Spielwerte und Zielwerte der Proben die selbe Skala, und das durchschnittliche Wurfergebnis ist dementsprechend null (denn das durchschnittliche Probeergebnis soll ja gleich dem Spielwert sein).

Wenn man sich Fudge Dice nun ansieht, dann sind dies vier sechsseitige Würfel, die aber nur zwei unterschiedliche Symbole zeigen, und zwar jeweils zwei „+“ und zwei „-“ pro Würfel. Außerdem sind jeweils zwei Würfelseiten unbezeichnet. Geworfen werden sie alle vier gemeinsam, Plus- und Minuszeichen werden miteinander verrechnet, und ein etwaiger Überschuss verschiebt das Ergebnis vom Spielwert aus entsprechend weit nach oben oder unten. (mehr …)

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PHERS – meine Präferenzen

(Dieser Eintrag hier ist die Fortsetzung von Das Rollenspiel ist tot – es lebe das Erzählspiel!)

Etwas, was mir beim Lesen von Theatrix bewusst wurde, ist dass die wichtigste Aufgabe, welche ein Ratgeber für das Erzählspiel leisten muss, darin besteht, dessen allgemeinen Eigenschaften und Erfordernisse zu definieren, ohne diese mit den Präferenzen der Autoren gleichzusetzen. Theatrix ist wirklich randvoll mit guten Ideen und hat mir die Augen über einige wichtige Zusammenhänge geöffnet, aber es schießt sich auf eine bestimmte Form des Erzählens ein, deren Spezifika es vom Allgemeingültigen nicht klar trennt. Das ist deswegen um so problematischer, als es eben noch keine allgemeingültigen Definitionen des Erzählspiels gibt! Ich muss es noch einmal betonen: Theatrix ist bislang das absolut EINZIGE Buch, welches mir untergekommen ist, in dem die Struktur des Erzählens die Grundlage bildet – ALLE anderen Bücher gehen von der Idee des Rollenspiels als Spiel mit gewissen Regeln, welches erzählerische Elemente beinhaltet, aus. Eine Theorie des Erzählspielens muss daher beinahe von Null anfangen. (Und deswegen freue ich mich auch über jeden Input von Euch!)

Deswegen will ich mich als Erstes einer allgemeinen Definition nähern: (mehr …)