Call of Cthulhu – ein Kampagnenspiel?

Immer mal wieder verfasse ich an anderer Stelle Kommentare, die ausführlich genug sind, um auch einen Blogeintrag zu rechtfertigen. So zum Beispiel hier, auf Seanchui goes Rlyeh, als Antwort auf die Frage des Blogautors André Frenzer, was seine Leser von der stärkeren Ausrichtung des Rollenspiels Call of Cthulhu in Richtung Kampagnenspiel an Stelle von One-Shots mit vorgefertigten Charakteren halten. Ich reposte meinen Kommentar hier einfach: (mehr …)

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Published in: on Juli 14, 2017 at 2:48 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Andis neuestes kreatives Projekt: Die Anstalt von Arkheim – die Nacherzählung einer Erzählspiel-Saga

(zu einer weit kürzeren Version dieses Vorworts)

Die Anstalt von Arkheim ist ein Projekt, mit dem ich mich in den letzten Monaten gemeinsam mit einigen anderen Leuten recht intensiv befasst habe – ein Projekt, das zu einem Experiment geworden ist, und welches auf Grund seiner besonderen Natur meine sonstigen kreativen Tätigkeiten zur Zeit in den Hintergrund gedrängt hat.

Was ist Die Anstalt von Arkheim? Eine Erzählspiel-Saga. (mehr …)

Die Odyssee 2010

Zugegeben, die Website ist sehr nüchtern und fantasielos, mit einer Menge überflüssigem technischen Ballast, aber dafür auch mit einigen grundlegenden Mängeln (zum Beispiel ist es offenbar nicht mehr möglich, meinen Nick aus meinem angezeigten Namen herauszunehmen, obwohl „Andreas Zeromant Pischner“ einfach blöd aussieht). Doch wenn es in Berlin einen Con (eine Con? Ich habe dieses Wort schon mit allen drei Genera verbunden gehört, aber das ist die älteste mir bekannte Form, und die Herleitung von „Konvent“ finde ich im Deutschen schlüssiger als die von „Konvention“) für Rollenspieler gibt, den zu besuchen es sich lohnt, dann ist es wohl dieser hier, denn hier wird ausdrücklich Wert auf Originalität und Kreativität gelegt, und an den angebotenen Runden erkennt man, dass der Schwerpunkt deutlich hin zum Erzählspiel verschoben ist. Weg von den regelfuchsenden Mainstreamsystemen wie DSA oder D&D, hin zum gemeinsamen Erzählen und Experimentieren – das ist genau die Art von Con, die man ins Leben rufen müsste, wenn es sie nicht bereits gäbe.

Fun Fact: ICH habe einst die Odyssee ins Leben gerufen! (mehr …)

Published in: on Oktober 9, 2010 at 5:02 pm  Comments (2)  
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Die rechte Phantasie

Ich habe bemerkt, dass ich eigentlich gar kein typischer Fantasyfreund und Rollenspieler bin: Ich besitze nämlich keine konservative Weltsicht.

Das mag sich merkwürdig anhören, aber ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass Fantasy – und vor allem auch Fantasy-Rollenspiel – eine besonders starke Anziehungskraft auf Menschen mit konservativer Einstellung hat! Ich will Euch sagen, wie ich auf diesen Gedanken gekommen bin: Ich habe doch vor einiger Zeit diesen Eintrag hier verfasst, und obwohl ich selbst bislang keine Schritte unternommen habe, ihn in der Rollenspielszene zu verbreiten, wurde er doch trotzdem von einigen anderen Rollenspielern gefunden.

In der Diskussion mit diesen bzw. beim Verfolgen ihrer auf meinen Eintrag bezogenen Kommentare stellte ich verschiedene Dinge fest: Zunächst einmal plädierten viele von ihnen für „klassisches“ Rollenspiel bzw. teilweise sogar für „Retrogaming“, und ihren Ausführungen konnte man entnehmen, dass sie die Entwicklung, welche das Hobby Rollenspiel in den ca. 40 Jahren seines Bestehens durchlafen hat, nicht als Fortschritte ansehen. Auch wenn ich mich nicht erinnern kann, diesen speziellen besonders belasteten Ausdruck gelesen zu haben, hat mindestens einer recht unmissverständlich deutlich gemacht, dass er Storytelling für entartetes Rollenspiel hält, und auch allgemein – zweifelsohne bewusst –  den Eindruck eines typischen Burschenschaftlers erweckt. Auch Kommentatoren, bei denen ich keinen Grund habe, sie in die wertkonservative bis reaktionäre Ecke einzuordnen, verbreiten häufig zumindest den Eindruck konservativen Bildungsbürgertums. Ebenfalls einen recht fortschrittsfeindlichen Eindruck hinterließ bei mir auch ein Forumsuser in einem Forum für ein Rollenspiel-Kartenzeichenprogramm, der sich vehement gegen die Idee wehrte, Rollenspielkarten mit modernen, computergestützten kartografischen Methoden zu erstellen, und der als Begründung anführte, dass Rollenspieler seit der Zeit von Gygax und Arneson ihre Karten immer in der gleichen, klassischen Art erstellt haben, und dass es deshalb keinen Grund gebe, es jemals zu ändern.

Was ich versuchen will zu sagen, aber in diesem kurzen Absatz vermutlich nicht vermitteln konnte: Es waren nicht nur die vertretenen Standpunkte selbst, die mich nachdenklich gemacht haben, sondern vor allem die Art der Argumentation und der begleitende Eindruck, die auf eine konservative Einstellung hinwiesen, und die sich leicht überspitzt auf immer die selbe Weise beschreiben ließen: Veränderungen können Dinge nur schlechter machen; anzustreben ist stattdessen eine Rückkehr zum ursprünglichen Zustand. Die Welt verkommt, weil sie sich von den urspünglichen, wahren Werten entfernt.

Und das ist doch genau das Leitmotiv typischer Fantasy! (mehr …)

Aus einer Diskussion zum Thema Erzählspiel kontra Rollenspiel

Vor einiger Zeit habe ich eine Eintragsreihe zum Thema Erzählspiel und zu einem von mir entwickelten Ansatz, dieses zu betreiben – PHERS – verfasst. (Diese Reihe pausiert zur Zeit, da ich mich verstärkt anderen Dingen widme, insbesondere meinem „Menschheitsdämmerung“-Projekt.) Ein anderer Blogger und Rollenspieler namens Schlossblick hat sich durch meine Gedanken zu einer Diskussion angeregt gefühlt und nach ein paar kurzen Kommentaren auf Ein Platz für Andi eine Replik auf seinem Blog veröffentlicht. Da er sich ausdrücklich eine fruchtbare Diskussion wünscht, und da ich dieses Thema für äußerst interessant halte, habe ich wiederum eine Antwort verfasst, die ich für den Fall, dass noch andere sich für dieses Thema interessieren, nicht nur dort als Kommentar, sondern auch in diesem Eintrag veröffentliche: (mehr …)

Published in: on Januar 7, 2010 at 1:14 pm  Comments (1)  
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PHERS – was die Zahlen bedeuten, Teil 2 (zusätzliche Prozeduren)

(Dieser Eintrag ist Teil einer Reihe zu PHERS, die hier begonnen hat.)

Im vorigen Teil habe ich den einfachen Wurf, die grundlegende PHERS-Prozedur, analysiert.

Heute befasse ich mich den wichtigsten optionalen Zusatzprozeduren (Die Prozeduren insgesamt sind natürlich optional, aber die Zusatzprozeduren sind auch dann noch optional, wenn man die PHERS-Prozeduren generell verwendet), dem dramatischen Wurf, den Höhepunkten und dem schlauen Würfel.

Fangen wir mit dem dramatischen Wurf an: (mehr …)

PHERS – was die Zahlen bedeuten, Teil 1 (der einfache Wurf)

(Dieser Eintrag ist Teil einer Reihe zu PHERS, die hier begonnen hat.)

Wenn man im Erzählspiel Zufallsentscheide benutzt, dann ist die einfachstmögliche Methode die, dass in einer entsprechenden Situation ein Mitglied des Erzählkreises einen Würfel wirft, der Chronist einen Blick auf das Ergebnis wirft und dann, unter Berücksichtigung dieses Ergebnisses, beschreibt, was passiert. (Man kann natürlich an Stelle eines Würfels auch eine Münze nehmen – effektiv ein zweiseitiger Würfel – aber weniger mögliche Ergebnisse machen diese Prozedur keineswegs einfacher, lediglich weniger leistungsfähig.)

Wann immer ich improvisiert (was bedeutet, weitestgehend regellos) eine Rollenspielrunde geleitet habe, griff ich auf genau diese Methode zurück. (mehr …)

PHERS – Prozeduren

(Dieser Eintrag ist Teil einer Reihe zu PHERS, die hier begonnen hat.)

Welche Rolle spielt die Spieltechik im Rollenspiel Erzählspiel? (mehr …)