Was ist eigentlich aus PHERS geworden?

PHERS – das PHantastische ErzählSpiel – ist meine Bezeichnung für meine bevorzugte Herangehensweise an mein liebstes Hobby (Rollenspielen, oder eben Erzählspielen), sowie für meine Sammlung von Theorien und Spielprozeduren, mit denen ich diese Herangehensweise umsetze. Vor unterdessen bereits schon wieder beinahe einem Jahrzehnt hatte ich damit begonnen, systematisch Beiträge darüber zu verfassen (hier ein Link zu meinen entsprechend kategorisierten Beiträgen auf Ein Platz für Andi), aber wie es eben häufig mit besonders ambitionierten Projekten ist: Erst pausieren sie eine Zeitlang, weil man sich gerade nicht damit beschäftigen kann; dann möchte man sie eigentlich wieder aufnehmen, müsste sich dazu unterdessen aber bereits wieder gründlich neu in sie einarbeiten, wozu dann doch nicht genügend Zeit vorhanden ist; und schließlich ist so viel Zeit vergangen, dass man eigentlich auch genau so gut wieder komplett von vorne anfangen könnte, insbesondere da man unterdessen auch seine eigenen Ansichten überdacht und erweitert hat.

Ich will jetzt nicht versprechen, dass ich wieder komplett von vorne anfangen werde, möchte Euch aber zumindest mitteilen, wie ich aktuell meine Vorstellungen definiere. (mehr …)

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PHERS in verschiedenen Erzählstilen

(Dieser Eintrag ist Teil einer Reihe zu PHERS, die hier begonnen hat.)

Ebenso wie auch Rollenspielen ist Erzählspielen ein Spektrum unterschiedlich ausgerichteter Beschäftigungen. Wem das nicht unmittelbar einleuchtet, der ersetze „Erzählspielen“ durch „Bücher lesen“ oder „Filme sehen“: „Otto – der Film“, „Alien“, „Forrest Gump“, „Shrek“, „Schindler’s Liste“ und „Natural Born Killers“ unterscheiden sich bei allen Gemeinsamkeiten in einer Vielzahl von Merkmalen. Kaum einem Kinogänger gefallen sie alle, aber nichtsdestotrotz lassen sie sich alle mit dieser Bezeichnung zusammenfassen. Tatsächlich werden wohl die meisten Menschen bei der Frage, welche Bücher sie gerne lesen und welche Filme sie gerne sehen, unbewusst eine weitere Einschränkung vornehmen und sich auf belletristische Bücher und Geschichten erzählende Filme konzentrieren, obwohl es natürlich auch Sachbücher und Dokumentationen gibt. Diese bedienen sich jeweils des gleichen Mediums, grenzen sich aber trotzdem klar ab: Eine Dokumentation über den Untergang der Titanic ist eindeutig etwas völlig anderes als eine der zahlreichen Verfilmungen dieser Geschichte.

Ungefähr so stelle ich mir die Abgrenzung zwischen Powergaming-Rollenspiel und Erzählspiel vor. Oberflächlich betrachtet, scheint es sich um die selbe Beschäftigung zu handeln: In beiden Fällen können die Beteiligten um einen Tisch herum sitzen, einander erzählen, was ihre Figuren tun und per Würfel den Fortgang des Geschehens bestimmen. Doch wenn man genauer hinsieht (und -hört), bemerkt man die unterschiedlichen Herangehensweisen. (mehr …)

Published in: on Dezember 30, 2008 at 2:09 pm  Comments (2)  
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