Das Wichtigste zum Brexit

Okay, ich bin weder Experte für Wirtschafts-; noch für Finanz-, Außen- oder Rechtspolitik. Deswegen dürft Ihr an dieser Stelle gewiss keinen Überblick über die wichtigsten Folgen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union erwarten.

Das Wichtigste am Brexit kann ich Euch allerdings trotzdem kurz erläutern:

Er ist noch nicht passiert; er muss nicht passieren; und er sollte nicht passieren!

Die Forderungen an die britische Regierung, ihr Austrittsgesuch jetzt so bald wie möglich einzureichen, sind unvernünftig und dumm. Hier spielt vermutlich auch der Beleidigte-Leberwurst-Effekt eine Rolle: Seit Jahren gehen uns die Briten mit ihrer Blockadepolitik und ihren Sonderwünschen, denen wir auch noch zum größten Teil nachgekommen sind, auf den Sack – und jetzt wollen sie trotzdem weg? Dann sollen sie doch endlich gehen!

…aber das wollen wir doch gar nicht wirklich! (mehr …)

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Der Ehren-Wert

Mal wieder ein Kurzeintrag: Da bin ich doch zuletzt wieder einmal über das Wort „Ehrenmord“ gestolpert und habe erneut festgestellt, wie sehr mich dieser Begriff aufregt! 2005 ist er bei der Wahl zum Unwort des Jahres hinter „Entlassungsproduktivität“ zurück geblieben – gewiss auch kein schönes Wort, aber welch ein Vergleich! „Ehrenmord“ – hier wird mit dem positiv besetzten Wort „Ehre“ eines der schlimmstmöglichen menschlichen Individualverbrechen glorifiziert, nämlich die Ermordung von Menschen als Strafe dafür, dass sie versucht haben, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Abscheulicher geht es kaum!

Und plötzlich frage ich mich – wieder einmal – WARUM „Ehre“ eigentlich ein positiv besetzter Begriff ist! Ich durchforste sämtliche Verwendungen dieses Wortes, die mir bekannt sind, und stoße ausschließlich auf Fälle, in denen Menschen dumme und/oder verbrecherische Taten damit rechtfertigen, dass andere sie von ihnen erwarten. Ehre scheint in der Hauptsache der Gegenpol zu Vernunft und Menschlichkeit zu sein.

Ehrlich bin ich gerne, ehrbar auch; vielleicht sogar ehrenwert und – wer weiß – eines Tages vielleicht sogar ehrwürdig? „Ehrenhaft“ will ich aber nicht sein, danke schön- da bin ich doch lieber stolz auf meine Ehrlosigkeit!

Intelligence vs. Wisdom

Ja, ich habe auch schon einmal über Rollenspiele gebloggt, aber heute geht es mir nicht darum, auch wenn vielleicht einige wenige meiner Leser an Hand der Überschrift jene alte Rollenspiel-Diskussion wieder erkannt haben mögen, und wenn ich mich zu Beginn dieses Eintrages tatsächlich darauf beziehe.

Heutzutage ist das Konzept von Rollenspielen ja „dank“ World of Warcraft & co. für die meisten Menschen kein Buch mit sieben Siegeln mehr, deswegen will ich kurz versuchen anzureißen, worum es damals ging: In Rollenspielen werden Charaktereigenschaften von Menschen (oder Elfen, Zwergen, Robotern etc…) häufig quantifiziert, also mit einem Zahlenwert versehen, um darzustellen, über welche Fähigkeiten derjenige verfügt, und um diese in die Spielregeln einfließen lassen zu können. Meistens gilt dabei, dass höher besser ist, und abhängig von der verwendetet Skala kann dies zum Beispiel bedeuten, dass ein Halblingkoch eine Stärke von 7 besitzt (was möglicherweise ungefähr derjenigen eines zwölfjährigen Menschenjungen entspricht, um einen Vergleich zu ziehen) – und ein Ogerkrieger eine von 19 (was so viel heißen könnte wie: „Vorsicht, der wirft mit Bäumen um sich!“)

Auf diese Art quantifizierte Eigenschaften werden oft als „Attribute“ bezeichnet und stellen das Skelett der regeltechnischen Beschreibung einer Spielfigur dar. Im ältesten, erfolgreichsten und weitestverbreiteten Rollenspiel, Dungeons & Dragons, werden seit jeher (neben zahlreichen zusätzlichen Werten und Eigenschaften) sechs grundlegende Attribute benutzt: Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Intelligenz, Weisheit und Charisma.

Ist Euch ungefähr klar, was diese Attribute bezeichnen? Ja? Nun, möglicherweise habt Ihr Euch dann auch diejenige Frage gestellt, welche viele Spieler dieses Spiels sich gestellt haben, aber auch die Autoren anderer Rollenspiele: Sind Intelligenz und Weisheit nicht mehr oder weniger das Gleiche? Warum benötigt man zwei verschiedene Attribute dafür? (mehr …)