Über dieses Projekt

(Meine ursprüngliche, deutlich ausführlichere, und für ein Vorwort eingestandenermaßen viel zu lange Erläuterung findet Ihr hier.)

Die Anstalt von Arkheim ist eine von mir erschaffene Erzählspiel-Saga, welche an Umfang und Detailliertheit alles in den Schatten stellt, was ich ansonsten als Spielleiter oder Spieler kennen gelernt habe, und die zu einer Spielhandlung geführt hat, die es meiner Ansicht nach tatsächlich verdient, als ein epischer Fantasy-Roman mit komplexer, tiefgründiger Handlung auch von Nichtteilnehmern jener Spielrunde gelesen zu werden. Ich betrachte diese Saga dabei als ein Mittelding zwischen der Nacherzählung einer Rollenspielhandlung und einem Roman: Eine Geschichte, deren Verlauf nicht nur vom Autor, sondern auch von den unerwarteten Handlungen ihrer Hauptfiguren und gelegentlich dem Zufall bestimmt wird. Dies stellt für mich generell den Idealfall einer Erzählspielrunde dar, aber bei der Anstalt von Arkheim bin ich diesem näher als je zuvor gekommen.

Insbesondere die Anzahl der handelnden Figuren ist sehr, sehr groß – und trotzdem musste ich als Erzähler immer noch auf den Kniff zurückgreifen, eine viel größere Zahl an potenziell vorhandenen Figuren einfach auszublenden. Theoretisch hätten meine Spielfiguren allein in der Anstalt selbst mit einer vierstelligen Anzahl von Personen interagieren können, aber dieser Aufwand war natürlich nicht zu leisten, weswegen ich die konkret anspielbaren Figuren auf eine „nur“ dreistellige Zahl beschränken musste. Die übrigen Figuren existierten natürlich trotzdem, aber ich kam mit den Spielern überein, dass sie nicht Teil der erzählten Handlung waren und deswegen ignoriert wurden – sie waren sozusagen dauerhaft off-screen.

Selbstverständlich habe ich unsere Unterhaltungen nicht annähernd eins zu eins wiedergegeben, obwohl ich sie extra mitgeschnitten habe – tatsächlich klingt eine Rollenspielrunde wie eine extrem konfuse Version von Ein Ehepaar erzählt einen Witz mit Partygesprächelementen – sondern die erzählerische Struktur geglättet, Längen und Wiederholungen herausgenommen, die Dialoge in druckbare Form gebracht und zahlreiche Details, aber auch Gefühle und Gedanken der Figuren hinzugefügt, die im Spiel selbst nicht ausführlich beschrieben werden konnten, implizit aber notwendig vorhanden gewesen sein mussten.

Das Wesentliche jedoch habe ich unberührt gelassen, und das ist die Handlung! Die Entscheidungen, welche die Erzähler getroffen haben; die wichtigen Gespräche, die sie geführt haben; die Konsequenzen, die ihre Handlungen hatten; und die Entwicklungen, die sie genommen haben – all dies ist wirklich so gemeinsam erspielt worden.

Die Erzählspielrunde begann mit Aurora (dargestellt von Anna) und Tirvo (Martin) als Spielerfiguren. In der ersten Unterrichtswoche stieß Mukoko (Leon) hinzu. In der Woche nach den Zwischenprüfungen übernham schließlich Janina die bisherige Nichtspielerfigur Frumis.

Zu der ursprünglichen, viel, viel längeren Version dieses Vorworts

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Veröffentlicht on Januar 17, 2017 at 10:33 pm  Kommentare deaktiviert für Über dieses Projekt