Du hast Andis kreative Seite gefunden, wo er seine Geschichten, Gedichte und Spiele vorstellt. Sieh’ Dich in Ruhe um, es gibt viel zu entdecken! Andis Vorstellungsseite ist ein guter Startpunkt.
Die Ohnmacht gegenüber der Gewohnheit
Ein Kommentator auf Andis Andersartige Ansichten hat mich darauf angesprochen, dass ich an verschiedenen Stellen immer mal wieder Wolfgang Hohlbein erwähne und mich gefragt, ob ich über diesen Autor nicht vielleicht etwas schreiben wolle! Nun, wie der Zufall es so will, HABE ich vor einigen Monaten sogar etwas über ihn geschrieben, und zwar in einem Artikel über das Spiel Magic: The Gathering, welcher dann aus verschiedenen Gründen nicht veröffentlicht wurde. (Einer dieser Gründe ist, dass er zu sehr von Hohlbein handelte und zu wenig von Magic.) Der erste Teil jenes Artikels nimmt praktisch überhaupt gar keinen Bezug auf dieses Spiel, welches vermutlich für einige meiner Leser ein Buch mit sieben Siegeln ist (die übrigen sind gewiss alle Stammleser auf meinem Magic-Blog Zeromagic, nicht wahr?) und ist deswegen gut dafür geeignet, hier auf Ein Platz für Andi als Eintrag veröffentlicht zu werden. Das tue ich hiermit! Am Ende findet sich auch ein Link zum Rest des Artikels, den ich auf Zeromagic veröffentlichen werde.
Es war Mitte der Achtziger, da stieß ich auf der Suche nach Lesefutter auf einem Wühltisch auf ein Mängelexemplar eines Buches aus der Feder eines mir bis dahin unbekannten Autors: (mehr…)
BEEP-BEEP-BEEP, Teil Drei
So, dann will ich meine kleine Geschichte, deren ersten Teil Ihr hier findet, und deren zweiten Teil hier, beenden:
Mit ein wenig schlechtem Gewissen wählte ich den Polizeinotruf – mit schlechtem Gewissen deswegen, weil dieser nach meinem Verständnis ein NOTRUF ist, und diese Nummer daher für NOTFÄLLE reserviert sein sollte (so wie „Hilfe, da bricht jemand in mein Haus ein!“ etc…). Daher begann ich das Gespräch, nachdem sich nach einiger Wartezeit jemand meldete (da ich über genügend Fantasie verfüge mir vorzustellen, ich befände mich in einer echten Notlage, empfand ich diese Wartezeit als äußerst beunruhigend!) mit den Worten: „Guten Abend, dies hier ist kein wirklicher Notruf, aber ich habe keine andere Nummer gefunden…“ Nachdem mir versichert wurde, dass es gar keine andere Nummer gab, kam ich dann aber gleich zur Sache, um Zeit zu sparen und berichtete von jenem Alarmton, nicht ohne den Hinweis, dass ich ein bloßes Versäumnis vermutete, mir dabei aber nicht sicher sein konnte. Mir wurde zugesagt, dass zwei Beamte sich auf den Weg zu mir machen würden. (mehr…)
BEEP-BEEP-BEEP, Teil Zwei
Natürlich hat es einen Grund, dass ich jene kleine Anekdote gerade jetzt hier erzählt habe, und selbstverständlich folgt auf Teil Eins ein Teil Zwei:
Seit ein paar Jahren lebe ich nunmehr im schönen Neukölln, in einer alles andere als ruhigen Wohngegend. Nun bin ich kein übertrieben lärmempfindlicher Mensch, deswegen passt das schon, insbesondere seit der Flughafen Tempelhof stillgelegt wurde, der sich kaum hundert Meter von meinem Wohnhaus entfernt befindet, und dessen östliche Einflugschneise exakt über unserem Dach verlief. Gelegentlich hört man über den Innenhof die Stimmen schimpfender Nachbarn, entweder in einer mediterranen Sprache oder in reichlich proletarischem Deutsch, und relativ oft auch ziemlich laute Musik (unter „ziemlich laut“ verstehe ich hier gute Partylautstärke), die mich eigentlich nur dann stört, wenn sie zu sehr in Richtung deutscher Schlager oder HipHop geht (in welchem Fall ich eben selbst Musik anstelle), tagsüber natürlich auch die Stimmen spielender Kinder. Ach ja, an den Mülltonnen und Altglascontainern verhält sich auch niemand wirklich leise, und Handwerker besitzen auch keine Scheu, ihre Kreissägen bei offenem Fenster oder gleich direkt auf dem Hof laufen zu lassen. Die Toleranz gegenüber lauten Geräuschen ist also allgemein sehr hoch, und ab und zu nutze ich das auch ganz gerne selbst einmal aus, um Musik deutlich über Zimmerlautstärke zu hören.
Dies wollte ich vorschicken, bevor ich Euch nun Folgendes erzähle, was sich vor ca. zwei Wochen in meinem Wohnhaus zugetragen hat: (mehr…)
BEEP-BEEP-BEEP, Teil Eins
Vor langer, langer Zeit, als ich noch in einem winzigen Zimmerchen im Studentenwohnheim Schlachtensee lebte, trug sich folgende kleine Geschichte zu:
Einer meiner Mitbewohner in unserem zweigeschossigen Haus mit ca. 30 fast immer komplett belegten Zimmern (wenn ich mich recht entsinne, ein Tunesier – es war ein äußerst internationales Häuschen, voller Kameruner, Norweger, Inder, Palästinenser, Sachsen und Bayern) besaß einen sehr lauten Wecker. Also, ich meine, einen SEHR LAUTEN Wecker. So laut, dass er mit seinem ersten Ton unweigerlich gleich das gesamte Haus weckte.
Nun ist ein Studentenwohnheim in der Regel natürlich sowieso kein Ort für lärmempfindliche Gemüter – die Wänder waren dünn, zu beinahe jeder Zeit betrat oder verließ irgendjemand das Haus (ich zum Beispiel jobbte am Wochenende als Kiosk-Verkäufer und stand dann um 3 Uhr morgens auf), es wurde viel gefeiert, und sollte es tatsächlich einmal im Gebäude selbst etwas ruhiger sein, gab es ja auch noch ein Dutzend umliegende Häuser, sowie den direkt gegenüber befindlichen „Club A 18″, eine sehr lebendige Studentenkneipe, und einen Übungsraum für Bands in dessen Keller. Laute Geräusche an sich waren also keineswegs etwas Bemerkenswertes. Man erwachte, drückte seinen Kopf in die Kissen, wartete ab, dass das unerträglich laute, gleichmäßige „BEEP-BEEP-BEEP-BEEP-BEEP-BEEP“ wieder aufhörte, was nach wenigen Sekunden der Fall war, und schlief mit dem Schlaf mehr oder weniger gesunder Jugend wieder ein.
Eines Tages jedoch hörte es nicht mehr auf. (mehr…)
Tasmania?
Im Internet kann man sich bekanntlich ewig von Link zu Link klicken. Diesmal bin ich irgendwie auf der Vereinsseite des Brandenburger SC Süd 05 gelandet, weil ich wissen wollte, ob das ein neuer Name oder ein Nachfolgeverein von Stahl Brandenburg ist (ist es nicht). Dort habe ich dann gelesen, dass dieser Verein einst aus der Fusion von Germania und Tasmania Brandenburg entstanden ist – und das finde ich merkwürdig!
Habt Ihr einmal etwas vom SC Tasmania 1900 Berlin gehört? Richtig, das war der peinlichste Bundesligist aller Zeiten gewesen! Sein Nachfolgeverein ist der SV Tasmania Gropiusstadt 73. Was ich mich jetzt also frage, ist:
Wieso Tasmania?
Warum ein Sportverein sich „Germania“ nennt, das kann ich nachvollziehen. Auch „Arminia“, „Borussia“, „Hertha“,“Viktoria“ oder „Concordia“ ergeben vor dem Hintergrund von deutschem Nationalstolz und humanistischer Bildung Sinn. Aber wieso war zur Kaiserzeit „Tasmania“ als Vereinsname en vogue? Warum sollten sich mindestens zwei deutsche Sportvereine ausgerechnet nach dieser unbedeutenden Insel am anderen Ende der Welt benennen? Diese hat ihren Namen übrigens nach dem niederländischen Entdecker Abel Tasman, und ich kann mir auch nicht vorstellen, warum dieser im deutschen Sport namensgebend sein sollte. Ich stehe vor einem Rätsel, und mein Google-Fu reicht nicht aus, um es zu lösen. Kann mich jemand erleuchten?
Noch eine Überarbeitung: „Nachtfleisch“
Zuletzt habe ich mir einige meiner älteren Geschichten angesehen und bin dabei auf die eine oder andere gestoßen, die in ihrer Ausformulierung noch verbesserungsfähig war. (Damit meine ich nicht meine Jugendsünden – die sind, wie sie sind und lassen sich nicht mehr retten, besitzen aber trotzdem einen gewissen Unterhaltungswert!)
Ein Text, der einer etwas umfangreicheren Überarbeitung bedurfte, war Nachtfleisch. Folgt dem Link!
„Wilgors Wartezeit“, überarbeitet
Es wird jetzt bald fünf Jahre her sein, da nahm ich an einer Ausschreibung teil, für die so genannte „Anthologie der Autoren“. Das Thema lautete „Frieden“. Es war das erste Mal, dass ich mich an einer solchen Ausschreibung beteiligte, und das Ergebnis war gleichzeitig sowohl äußerst ermutigend als auch äußerst ernüchternd:
Ermutigend war, dass ich den ersten Platz belegte und ein Preisgeld von 250 Euro gewann!
Ernüchternd hingegen war, dass ich dieses Geld niemals zu sehen bekam… (mehr…)